Disclaimer:
Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage mit im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist lediglich eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction . net s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Leer- und Anführungszeichen).

Weder Eradona noch ich verdienen Geld mit dieser Geschichte, sie dient allein der Unterhaltung...

Paare in dieser Geschichte:
Die Paare aus Harry Potter entsprechen denen in den Büchern. Andere: hauptsächlich IchiRuki; TatsFred; ToshKarin; RanGin; GrimNel...


Kapitel 1

Der Winterkrieg war vorüber, aber der Kampf der Soul Society mit Aizen hatte gerade erst begonnen. Die dreizehn Hofkompanien hatten es geschafft, mit ein wenig Hilfe einiger außergewöhnlicher Menschen und einer Gruppe vergessener Exilanten einen der verräterischen ehemaligen Kommandanten, Tosen, zu töten; Gin befand sich nach seinem Verrat an Aizen in kritischem Zustand und die Shinigami versuchten, sich zu erholen und ihre Stärke wieder zu erlangen. Es war eine Zeit des Wiederaufbaus und der Neugliederung; und für einige eine Zeit für Training um stärker zu werden.

Ichigo Kurosaki saß gemeinsam mit Urahara nach seinem Training zur Kontrolle seines spirituellen Drucks an einem Tisch und nippte an seinem Tee. Er hatte es an diesem Tag endlich geschafft, Zangetsu zu versiegeln, und er benötigte noch nicht einmal ein Kommando, um ihn freizusetzen – er musste nur einen kleinen Impuls Reiatsu in das Zanpakutō senden und es verwandelte sich augenblicklich in sein Shikai.

Warum sollte jemand, der die Entsprechung von drei Monaten in der Abgrundwelt des Dangai verbracht hatte Training benötigen, um seinen spirituellen Druck zu kontrollieren? Weil er daran arbeitete, ihn nicht wieder in seinen vorherigen Zustand zurück zu versetzen (als er ihn wie aus einem kaputten Wasserhahn ständig hatte ausströmen lassen), sondern auf einen glücklichen Mittelwert irgendwo dazwischen. Er hatte sein gesamtes Reiatsu in physische Stärke umgewandelt, um Aizen zu besiegen und die Finale Getsuga Tensho nutzen zu können… was er nicht getan hatte. Aus irgend einem Grund war Aizen – nachdem Ichigo ihm gesagt hatte, was er tun würde – entweder in Panik geraten oder er hatte eine Vorahnung gehabt, dass Ichigos Schlag für ihn tödlich sein oder ihn zumindest so schwer verletzen würde, dass sogar er sich nie mehr davon erholen würde. Jedenfalls war das nächste, das der Ersatzshinigami mitbekam, dass sich eine Garganta öffnete und Der Mann, Der Gott Sein Wollte hinein tauchte und sie hinter sich zuschlug, was Ichigo und den gerade angekommenen Urahara mit einem identischen "Was zum Teufel?"-Gesichtsausdruck zurück ließ.

"Was zur Hölle ist gerade passiert" hatte Ichigo Kisuke zugerufen.

Der Ladenbesitzer, der auf die Stelle starrte, an der sich die Garganta gerade geschlossen hatte, zuckte mit den Schultern und schüttelte den Kopf.

"Ich will verflucht sein, wenn ich es weiß", hatte er geantwortet und sich unter seinem allgegenwärtigen grün-weiß gestreiften Anglerhut am Kopf gekratzt. Ichigo hatte fluchend Tensa Zangetsu in den Boden gerammt, sich auf einen Stein fallen lassen und sehr zu Uraharas Belustigung angefangen zu schmollen. Ichigo hatte gerade drei Monate in der Abgrundwelt des Dangai verbracht, mit Tensa Zangetsu trainiert, fast den kompletten spirituellen Druck seines Vaters aufgebraucht – und er konnte noch nicht einmal Mugetsu einsetzen? Nicht dass er nicht darüber erleichtert war, dass er seine Kräfte behalten konnte, aber dennoch… sie hatten in diesem Augenblick keine Möglichkeit gehabt, weiter darüber zu sprechen, denn seine Freunde waren alle mehr oder weniger heil und gesund aus Hueco Mundo zurückgekommen. Urahara hatte später die Theorie aufgestellt, dass der Hogyoku gespürt hatte, dass die Finale Getsuga Tensho eine tödliche Gefahr darstellte und Aizen zum Rückzug gezwungen hatte, da ein Rückzug nicht dem Charakter des Mannes entsprach. Aizen hatte schließlich alles über Mugetsu gewusst und was für ein machtvoller Angriff es war; Isshin hatte sie schließlich einmal selber eingesetzt.

Er trainierte auch wieder mehrere Tage in der Woche mit den Vizards, um seinen inneren Hollow besser unter Kontrolle zu bekommen. Hiyori erholte sich immer noch bei der vierten Kompanie, also arbeitete er meistens mit Shinji oder Lisa. Viele andere Offiziere erholten sich noch, also mussten die, die heil und gesund waren, in die Bresche springen und waren an die andern Kompanien ausgeliehen worden, bis die eigenen Offiziere wieder auf den Beinen waren. Selbst die Vizards hatten – widerwillig – eine Zeit lang unterstützt, da sie ehemalige Offiziere waren, genau wie Ichigos Vater, Yoruichi und Urahara. Zusätzlich hatte Ichigo angefangen, Kidou von seinem Vater zu lernen (der nicht seine erste Wahl als Lehrer gewesen war), und mit Yoruichi an seine waffenlosen Kampftechniken gearbeitet. Zusätzlich zu seinem wieder aufgenommenen Schwerttraining mit Urahara war somit seine Freizeit ziemlich voll belegt. Tatsächlich würde er so weit gehen zu sagen, dass er überhaupt keine freie Zeit hatte. Er hatte so wenig Zeit, dass er die Jagd auf Hollows tatsächlich dem ortsansässigen Shinigami überließ – und den Vizards, die nach ein wenig Augenrollen sich dieser Sache wieder angenommen hatten.

Er öffnete und schloss unterbewusst seine linke Hand und testete sie. Sie fühlte sich seltsam und ein wenig steif an. Urahara beobachtete ihn von unterhalb seiner Hutkrempe aus und als Ichigo erkannte, was er da tat, zog er die Stirn in Falten und sah weg.

"Alles in Ordnung, Ichigo-kun?" fragte ihn Urahara. Ichigo nickte. Sein Reiatsu war so nach innen gekehrt, so sehr eingeschlossen worden, dass Ichigo sogar für die unsichtbar geworden war, die ihn kannten. Er konnte sich sogar an Uryu heranschleichen, was den Quincy so außer Konzept brachte, dass er ein oder zweimal wie ein kleines Mädchen gequietscht hatte, als Ichigo "buh" gesagt hatte. Aus diesem Grund hatte Aizen gedacht, dass er Rückschritte gemacht hatte, als Ichigo sich tatsächlich über die wildesten Träume des Verräters hinaus entwickelt hatte. Was er jetzt gerade tat, war das zu verlernen, was er mit Zangetsu in dieser Zeit gelernt hatte und zu versuchen, ein 'gesundes Mittelmaß' zu finden. Ja, er konnte endlich seinen spirituellen Druck kontrollieren – aber er musste einen Preis dafür bezahlen. Einen sehr hohen Preis. Daher das Wort 'gesund'.

Kisuke und Yoruichi waren ziemlich alarmiert gewesen, als es für ihn außerordentlich schmerzhaft wurde, in seinen eigenen Körper zurückzukehren; so sehr, dass er ihn tatsächlich nur zögernd verließ, da das bedeutete, dass er wieder hinein musste. Also hatte eines Tages, als er nach der Schule zum Laden gekommen war – Kommandantin Unohana auf ihn gewartet. Ichigo hatte schwer geschluckt, als er sie gesehen hatte; und hatte dann sehr demütig (er war vollkommen davon überzeugt, dass sie die zweitstärkste Kommandantin und möglicherweise noch mächtiger als Kyoraku und Kenpachi war… nun, wenigstens hatte nicht der Freak auf ihn gewartet) alles getan, das sie und Kisuke ihm gesagt hatten, während sie eine ganze Batterie von seltsamen und bizarren Tests an ihm durchgeführt hatten. Selbst sein Vater, den Yoruichi auf ungefähr halber Strecke dazu geholt hatte, war von dem verblüfft gewesen, was die beiden da taten. Als sie fertig waren, hatte sie eine lange Zeit mit Isshin geredet, bevor sie in die Soul Society zurückgekehrt war, und Isshin war extrem ernst und trübsinnig gewesen, als sie nach Hause zurückgekehrt waren. Eine Woche später hatte Ichigo einen Gigai erhalten, um seinen Körper zu ersetzen, der laut Kisuke dabei war zu versagen. Er konnte den Stress durch sein massives Reiatsu nicht mehr aushalten. Kurz gesagt – sein menschlicher Körper war dabei zu sterben.

Während er dort saß, sich nach einer geistig anstrengenden Übung abkühlte, versuchte sich an seinen neuen Gigai und alles was das bedeutete zu gewöhnen, waren seine Gedanken bei Renjis rätselhaften Abschiedsworten – der Mann mit einem Haarschopf wie eine rote Ananas hatte es einrichten können, an diesem Tag für zwei Stunden herüber zu kommen, um ihm beim Training zu helfen. Sein Freund hatte gesagt, dass er gar nicht den Gesichtsausdruck einiger Leute abwarten könnte, wenn er es schaffte, sich ihnen unbemerkt zu nähern; als er aus dem Dangai gekommen war, war Ichigo nicht mehr als ein blinder Fleck gewesen. Rukia, die einfach nur froh gewesen war, ihn heile und in einem Stück wiederzusehen, hatte nichts bemerkt, da Byakuya herangestürzt war und sie fast sofort mitgenommen hatte, was Ichigo kaum die Zeit gegeben hatte festzustellen, dass sie in Ordnung war. Selbst Renji war von der plötzlichen Aktion seines Kommandanten überrascht worden, sein Mund stand leicht vor Erstaunen offen, während er ihnen nachstarrte. So loyal Renji auch war, es gab Zeiten, in denen sich der Rotschopf stellvertretend für seinen Freund beleidigt fühlte. Ichigo hatte so viel getan… verdiente er nicht etwas mehr Rücksichtnahme und Anerkennung vom Rest der Soul Society? Manchmal schien es so, als ob nur Ukitake und Kyoraku bereit wären, sich für ihn einzusetzen.

Ichigo zuckte plötzlich zusammen als eine fröhliche Stimme sie begrüßte als ihre Eigentümerin den Laden betrat. Was zur Hölle? Das kann nicht sein… Als er erkannte, dass es sich um seine jüngere Schwester Yuzu handelte, hatte Ichigo den Mundvoll Tee ausgespuckt, den er gerade hatte schlucken wollen... was ihm einen vorwurfsvollen Blick von Tessai Tsukabishi, dem früheren Kommandanten des Kidou Corps einbrachte. Tessai war derjenige gewesen, an den sich Ichigo ursprünglich gewandt hatte, um Kidou zu lernen. Wer war schließlich besser, als der ehemalige Kommandant der Kompanie?

"Ah, wusstest du das nicht, Ichigo-kun?" Urahara beobachtete ihn über seinen Fächer hinweg. "Die Kinder sind so gute Freunde geworden …"

"Nein, tatsächlich hatte ich keine Ahnung…" hustete Ichigo. Er drehte sich um und sah, wie seine beiden Schwestern den Raum betraten, Yuzu brachte Geschenke in Form eines Tabletts, das vor lauter köstlichen Küchlein beinahe überlief.

"Onii-chan! Da bist du!" lächelte sie ihren älteren Bruder an als sie ihn sah, setzte schnell das Tablett ab und eilte zu ihm um ihn zu umarmen, wobei sie ihn beinahe umwarf. Sie sahen einander einfach zu selten, klagte sie oft gegenüber ihrer Zwillingsschwester. Karin begrüßte in der Zwischenzeit Ururu und starrte Jinta wütend an.

Nun, dachte Ichigo, Karin ist zumindest mit einem von ihnen befreundet. Dann sah er den Grund, warum Karin Jinta wütend anstarrte… und stellte fest, dass sich sein eigener finsterer Blick noch weiter verdunkelte. Der rothaarige Junge, den Ichigo oft bei sich als einen Mini-Renji in Ausbildung betrachtete, starrte Yuzu mit einem verehrenden und anbetenden Blick in den Augen an. Karin begegnete dem Blick ihres älteren Bruders und rollte die Augen. Ich habe das unter Kontrolle, Ichi-nii, mach dir keine Sorgen, sagte ihr Gesichtsausdruck. Jinta hingegen hatte Ichigos finsteren Blick bemerkt und schluckte schwer.

Gut; ich überlasse die Sache dann dir. Aber wenn du mich brauchst …

Werde ich es dich wissen lassen.

Gut.

Wenn er darüber nachdachte, wäre tatsächlich nie jemand gut genug für Yuzu. Niemals. Und als sie einige Zeit später darüber redeten, stimmte Karin ihm zu. Aber, hatten sie beide argumentiert, besser es war jemand der tatsächlich wusste, was da draußen vor sich ging, wusste was passieren konnte und möglicherweise bereit war, es zu bekämpfen, als jemand, der überhaupt keine Ahnung hatte. Aber es war zu früh, noch überhaupt an so etwas zu denken. Schließlich waren sie erst zwölf. Und wenigstens brachte Jinta nicht mit einer ganzen Schiffsladung an Problemen, die mit Karins erstem 'Schwarm' zusammen hingen – was bedeutete, dass er wenigstens unter den Lebenden weilte. Denn der erste, an dem sie so genanntes romantisches Interesse gezeigt hatte, war niemand anderes als das Wunderkind, der Kommandant der zehnten Kompanie, Toshiro Hitsugaya. Ein Interesse, das sich zudem noch an einem Fußball entzündet hatte… Scheiße, ausgerechnet er musste reden? Schließlich war das Licht seiner eigenen Liebe noch älter als Toshiro und genauso 'tot'. Und bei ihm gab es noch die zusätzliche Schwierigkeit, dass sie die Adoptivschwester des wohl stocksteifsten Edelmanns der Seireitei war… Er seufzte und fühlte sich niedergeschlagener als je zuvor. Die Geschwister Kurosaki waren ein einziges großes Durcheinander.

"Ichigo…" Yuzu sah zu ihm hoch.

"Was gibt es, Yuzu?"

"Kommt Rukia nee-chan jemals zurück? Ich vermisse sie." Selbst Karin schien die Antwort darauf wissen zu wollen, und sie hatte Rukia oft im Verdacht gehabt; ein Verdacht, der sich als richtig erwiesen hatte, als sich herausstelle, dass Rukia ein Shinigami war.

"Ich weiß nicht, Yuzu. Ich hoffe schon. Im Augenblick brauchen sie da allerdings jeden diensttauglichen Offizier, den sie kriegen können", seufzte er, als er sich an den Anblick all der Kommandanten und Vize-Kommandanten, und auch seiner Freunde, den Vizards, erinnerte; Leichen und Körperteile, die über die gesamte falsche Stadt Karakura verteilt waren… es hatte zum damaligen Zeitpunkt surreal gewirkt, wie eine Art Horrorfilm. Letztendlich waren die einzigen vollständig diensttauglichen Offiziere die übrig waren diejenigen gewesen, die nach Hueco Mundo gegangen waren: Byakuya, Mayuri, Nemu, Kenpachi, Renji, Unohana und Isane, und die Offiziere, die nicht mit ihnen gegangen waren, wie beispielsweise Ukitakes dritten Offiziere und Kyoraku-sans Vize-Kommandantin Nanao Ise. Kommandantin Unohana, Orihime und Hachigen hatten eine Weile alle Hände voll zu tun gehabt.

"Nun… Warum schicken sie sie nicht zusammen mit einer der Gruppen rüber, die kommen, um dir beim Kampf gegen die Hollows zu helfen? Ich meine, sie könnte zwar nicht lange bleiben, aber ein kurzer Umweg um "Hallo" zu sagen und uns mal zu drücken…" grummelte Karin. "Das können sie tun, oder nicht? Ich meine, sie lassen ja auch diesen Spinner mit der Ananasfrisur lange genug hier Pause machen, damit er hier zu Abend essen kann, und er ist ranghöher."

Es gab ein paar grinsende Gesichter und höfliches Husten bei Karins Spitznamen für Renji. Sie konnten es, und mit ihrer Kenntnis der Welt der Lebenden gab es keinen Grund, der dagegen sprach. Ichigo hatte so ein Gefühl als wüsste er, warum sie zurückgehalten wurde – Byakuya Kuchiki. Er sah zu Yoruichi hinüber, die neben Urahara saß, und nach den listigen Seitenblicken, die sie ihm zuwarf zu urteilen… wusste er, dass er Recht hatte. Schließlich war Renji schon oft geschickt worden. Und ja, er hatte es sogar ein paar Mal geschafft, zum Abendessen zu bleiben, um Urahara, Ichigo und Isshin über alles, was so in der Seireitei vor sich ging, auf dem Laufenden zu halten. Als Ichigo versucht hatte, beiläufig zu fragen, warum sie nicht zurückgekommen war, hatte er sich offensichtlich sehr unbehaglich gefühlt. Ichigo hatte dann Bescheid gewusst und hatte seinen Freund nicht zu einer Antwort gedrängt. Sie waren endlich an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht ständig miteinander in Wettstreit lagen, und das wollte er nicht aufs Spiel setzen. Er hatte Renji genauso beiläufig wissen lassen, dass er verstand, und Renji war sehr erleichtert gewesen. Ichigo staunte immer noch darüber, dass sie tatsächlich bis zu diesem Punkt gekommen waren.

"Ihr Kommandant hat sich immer noch nicht vollständig erholt", sagte Ichigo leise, ein wenig besorgt. Ukitake war nicht das gesündeste Individuum in der Soul Society, aber er war Ichigo einer der liebsten. Tatsächlich würde Ichigo so weit gehen zu sagen, dass er derjenige war, dem er am meisten vertraute und respektierte, abgesehen von Rukia und Renji. Er hatte sich gegen die Zentralkammer der 46, seinen Generalkommandanten und das Gesetz gestellt, nur um Rukia vor der Hinrichtung zu bewahren. Alleine dass machte ihn in Ichigos Augen zu einem Ehrenmann, ganz abgesehen davon, dass er rundherum netter Kerl war. "Also was Rukias Einsätze angeht…"

"Zieht ihr Bruder die Fäden. Ukitake ist im Augenblick nicht stark genug, um sich mit ihm zu streiten", schloss Yoruichi für ihn.

"Ah, ja", murmelte Urahara, "Und wir alle wissen, wie sehr Byakuya Ichigo-kun bewundert."

"Ich ihn auch", schnappte Ichigo verärgert.

"Ichigo", seufzte Yoruichi. Sie hatten das schon vorher durchgekaut… und zwar öfter.

"Schaut, ich weiß genau, was er ist. Ich kapiere das alles. Ich kapiere außerdem noch ein paar andere Dinge. Du hattest – hast – einen genauso hohen Rang wie er. Und du bist ganz anders. Ich weiß außerdem, dass Kyoraku-sans Familie beinahe genauso hoch steht – und wenn man nur die reine Kraft und das Ansehen innerhalb der Kompanien betrachtet, steht er sogar höher – und er ist ebenfalls ganz anders als Byakuya", Ichigos Augen blitzten vor Verärgerung. "Ergo kann man ein Adliger sein – der Prinz oder die Prinzessin eines Adelshauses – ohne sich zu benehmen, als hätte dir jemand dein eigenes Zanpakutō einhundert Prozent der Zeit in den Hintern geschoben. Und du kannst mit allen anderen umgehen ohne sie wie Dreck oder Müll zu behandeln, an dem du nicht einmal den Schmutz unter deinen Sandalen abstreifen würdest. Und es würde ihn nicht umbringen mal zu lächeln oder wenigstens ab und zu eine Gefühlsregung zu zeigen; er ist so eisig wie Hyorinmaru." Ichigo fuhr sich mit der Hand durch die Haare und schnaubte irritiert. "Du und Kyoraku-san… ihr beide behandelt andere Leute, egal welchen Rang sie haben, als ob sie eine Rolle spielen. Als ob ihre Meinung irgendetwas Wert ist. Nicht so, als ob sie so weit unter euch stehen, dass es euch peinlich ist, sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Ihr behandelt Leute, als wären sie – nun ja, Leute." Yoruichis Augen weiteten sich während Ichigos leidenschaftlicher Ansprache und ihr Mund öffnete sich leicht vor Überraschung, als er zum Ende kam.

Er fand sich plötzlich in einer so festen Umarmung wieder, dass seine Knochen beinahe anfingen zu knacken. Verdammt, dachte er, als er nach Atem rang und sein Gesicht rot wurde, ich habe gar nicht mitbekommen, dass sie sich bewegt hat… und sie befindet sich in einem Gigai…

"Ichigo, das ist das Süßeste und Netteste, was du je zu mir gesagt hast!" schnüffelte die Blitzgöttin während sie ihn zu erdrücken drohte. "Denkst du das nicht auch, Kisuke?"

"Er hat seine hellen Momente. Bist du jetzt ein liebes Kätzchen und lässt den armen Jungen atmen? Er fängt an blau zu werden." Urahara versteckte sich wieder hinter seinem Fächer. Wahrscheinlich grinste er über Ichigos Zwangslage, der Mistkerl.

Yoruichi ließ Ichigo los, konnte es sich aber nicht verkneifen, sein Haar durcheinander zu wuscheln. Klar, als ob Kuchiki jemals so etwas tun würde – selbst im Scherz. Es unterstrich nur, wie Recht er hatte. Wie er gesagt hatte, behandelte Yoruichi Leute wie Leute… oh, sie war schnell genug damit, jemanden niederzustrecken, wenn er sich dämlich oder idiotisch benahm – er hatte einmal ihre Pfote ins Auge bekommen, weil er ein Idiot gewesen war – aber das passierte nur, wenn man sich dämlich, idiotisch und närrisch benahm. Sie lächelte, sie machte Witze, sie zeigte Gefühle – aber nicht Byakuya. Nein, das alles war unter seiner Würde.

Und er war viel erwachsener geworden, seit er in die Soul Society eingedrungen war, um Rukia vor der Hinrichtung zu bewahren. Ichigo war nicht länger der impulsive Bengel, der er gewesen war: Hueco Mundo hatte ihn davon geheilt. Selbst Uryu hatte dazu eine Bemerkung gemacht, mehrmals, und einige Lehrer hatten sich offen gefragt, ob er wirklich Ichigo Kurosaki war, oder ob irgendein überirdisches Wesen ihn entführt und einen Wechselbalg an seiner Stelle zurückgelassen hatte. Er neigte dazu, die Dinge mehr zu durchdenken, bevor er handelte. Das bedeutete nicht, dass er nicht schnell und impulsiv handeln konnte, wenn er es musste; er neigte nur dazu, mehr nachzudenken als früher: Viel mehr. Und mehr wahrzunehmen, was um ihn herum vorging. Von einem Cero ein Loch durch den Oberkörper gesprengt zu bekommen konnte dich von einer Menge Dinge heilen, dachte er, innerlich schaudernd. Er wachte immer noch manchmal nachts schweißüberströmt und zitternd auf. Sein Vater hatte ihn mehr als einmal aus einem Albtraum aufwecken müssen. Und ebenfalls mehr als einmal war Ichigo aufgewacht und hatte seinen Vater mitten in der Nacht neben sich sitzend vorgefunden, wie er ihn besorgt beobachtete. Es war nicht Aizen, der ihm Albträume bereitete; es war Ulquiorra. Sein Vater hatte seine ganze Überredungskunst aufbieten müssen, aber endlich hatte er aus Ichigo herausgebracht, was diesen nachts in kalten Schweiß ausbrechen ließ. Als Folge hatte sein Vater seine Hinterhalte eingestellt – nun, die meisten jedenfalls. Anscheinend hatte er entschieden, dass sein Sohn an genug anderen Dingen zu knabbern hatte, vor allem, als die ganze Sache mit seinem Körper anfing…

"Was ist mit Erpressung?" fragte Karin und stützte den Kopf auf die Hände. "Weißt du, ob er was auf dem Kerbholz hat?"

Yoruichi lachte leise. "Nichts, was funktionieren würde", gab sie zu. "Ich bin mir noch nicht einmal sicher, dass wir ihm etwas anhängen könnten. Die Gesellschaft Weiblicher Shinigami versucht seit Jahren, ihm eine Falle zu stellen um sein Foto zu bekommen, und es ist ihnen noch nicht gelungen."

"Da er so ein hochrangiger Edelmann ist, schätze ich können wir ihn auch nicht bestechen", seufzte Yuzu und legte den Kopf gegen den Arm ihres Bruders.

"Ich wüsste nichts das wir haben, womit wir ihn bestechen könnten – außer mit Ichigos Kopf. Und das steht quasi dem Zweck des Ganzen entgegen", lachte Urahara leise, vor allem, als Ichigo ihn finster anstarrte.

"Warum sollte er Ichi-nii nicht mögen?" Yuzu klang beleidigt, als sie sich aufsetzte.

"Er war wahrscheinlich vorlaut und arrogant wie immer, als sie sich getroffen haben", murmelte Karin. Ichigo zuckte zusammen, so sehr hatte seine Schwester Recht. Außerdem waren da noch die Tatsachen dass Ichigo 1) sich immer wieder Byakuya entgegen gestellt hatte; 2) sich weigerte, ihn mit irgendeinem Titel anzureden oder ihm die geringste Form von Respekt zu zollen (er hatte ihm noch immer nicht vollständig vergeben, was also für Ichigo bedeutete, dass es Byakuya nicht verdient hatte, dass Ichigo ihn einem Höflichkeitssuffix ansprach, nicht wie Ukitake-san, Kyoraku-san und Unohana-san); und 3) Ichigo ihn mit einem brandneuen Bankai besiegt hatte, das er gerade eben erst erlernt hatte.

"Oh, es gab eine Anzahl von Gründen", gluckste Urahara. "Und jedes Mal wenn sie sich treffen, wird es schlimmer… " dabei musste Yoruichi kichern. "Dazu kommt, dass Kuchiki-sama fortwährend in Situationen gerät, in denen er deinem Bruder danken muss, und das geht ihm natürlich gegen den Strich …"

"Huh?" Yuzu sah verwirrt aus und sah von einem zum anderen, während sie versuchte heraus zu bekommen worüber sie sprachen.

"Um, irgendwann erzähle ich dir mal, wie ich in die Soul Society eingedrungen bin", sagte Ichigo achselzuckend.

"Du bist in die Soul Society… eingedrungen? Warum um aller Welt?" Karin starrte ihren Bruder mit offenem Mund an, "Ganz alleine?"

"Nein, nicht ganz alleine! Yoruichi war bei mir. Und Orihime, Chad und Uryu. Und wir haben unterwegs noch von anderer Seite Hilfe bekommen." Sogar Yuzu sah ihn jetzt erstaunt an. "Und wir sind rein um Rukia zu retten. Sie wollten sie hinrichten."

Zu seiner Überraschung war es Karin, die voller Zorn aufsprang. "Sie wollten was tun?"

"Ich schätze, du hast ihnen nie die ganze Geschichte erzählt", sagte Yoruichi leise. Er schüttelte den Kopf.

"Schaut, es war alles ein großer Trick von Aizen, okay?" sagte er beruhigend. "Aber Renji, ein Heiler namens Hanataro, noch ein Freund Ganju Shiba, Kenpachi Zarakis Kompanie und Toshiro – sie alle haben auch daran gearbeitet, sie zu retten. Sie sind nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten, auf unterschiedliche Weise und aus unterschiedlichen Gründen dazu gekommen. Aber als die Zeit für die Hinrichtung kam… die Leute, die wirklich für sie da waren, waren Renji, ihr Kommandant Ukitake-san und der Kommandant der Achten Kompanie Kyoraku-san. Und Toshiro wäre beinahe gestorben, als er herausgefunden hat, was vor sich ging."

"Toshiro… wäre beinahe gestorben?" Karin setzte sich langsam. Er nickte.

"Er war zur Zentralkammer der 46 gegangen, die ihre Regierung bilden, um ein letztes Gnadengesuch einzureichen… und sie zur Vernunft zu bringen. Er war wegen einiger Dinge, die passiert waren, misstrauisch geworden. Er und Rangiku-san haben alle tot aufgefunden. Aizen hatte sie alle getötet und zog nun die Fäden und gab in ihrem Namen die Befehle."

"Warum wollte er Rukia-chan tot sehen?"

Ichigo warf Urahara einen schnellen Blick zu, der auf ihn zu warten schien. "Es ist… kompliziert. So kompliziert, dass ich immer noch versuche, alle von Aizens Plänen zu kapieren. Wenn ich es tatsächlich schaffe, lasse ich es euch wissen", sagte er endlich mit einem schwachen Lächeln und entschloss sich, Urahara zu verschonen. Es war nicht weit von der Wahrheit weg. Ichigo versuchte immer noch herauszufinden, wie er in Aizens Pläne passte, das Universum zu beherrschen. Er… und Rukia. Er könnte es tatsächlich wissen, wenn sein Vater Aizen nicht daran gehindert hätte, es ihm zu sagen. Und Urahara gab zu, dass er es nicht wusste. Also waren die einzigen, die es tatsächlich wussten, Aizen und Isshin. Isshin redete nicht und Aizen hatte sich nach Hueco Mundo zurückgezogen.

Als Karin so aussah, als wolle sie protestieren, schlug Urahara ihr leicht mit seinem Fächer auf den Kopf. "Er lügt nicht; Aizens Pläne sind sehr verwickelt und reichen mehr als 100 Jahre zurück. Ich bin mir nicht sicher, dass selbst ich begreife, worauf sich alle beziehen. Teilweise vielleicht; insgesamt – nein."

"Also ist ihr Bruder sauer auf dich, weil du in die Soul Society eingedrungen bist, um seine Schwester zu retten?" Yuzu hatte offenbar vor einiger Zeit den Faden verloren, aber das war in Ordnung. Sie hatte erst seit Kurzem die Fähigkeit, Geister zu sehen, und sie erfuhr gerade erst etwas über die Soul Society. Sie konnte immer noch keine Shinigami sehen, jedenfalls nicht deutlich.

"Nun…" Ichigo wand sich vor Unbehagen, "Irgendwie schon."

"Irgendwie schon?" Yuzu sah ihn aus zusammengezogenen Augen an, "Was meinst du damit?"

"Nun, ich habe ihn irgendwie besiegt… nachdem ich sie gerettet hatte. Er hatte sich so sehr dazu verpflichtet, dem Gesetz zu folgen, dass er seine eigene Schwester hingerichtet hätte."

Die Zwillinge starrten ihn mit offenem Mund an, sie wussten, wie das bei ihrem Bruder angekommen wäre. Ältere Brüder werden zuerst geboren, damit sie ihre jüngeren Geschwister beschützen können; das hatten beide ihn sehr, sehr oft sagen hören. Für Ichigo war das beinahe ein Glaubensbekenntnis.

"Oh", sagte Yuzu endlich, und eine Fülle von Verständnis lag in diesem Wort. Ein Bruder, der versucht, seine eigene Schwester hinzurichten... nein, das hätte bei Ichigo vor Zorn alle Sicherungen durchbrennen lassen. Tatsächlich hätte er wie ein tollwütiger Hund geschäumt. Kein Wunder, dass die beiden Männer sich nicht mochten.

"Dann kommt Bestechung also auch nicht in Frage, huh?" murmelte Karin und stütze missmutig das Kinn auf die Hände.

"Was wenn wir… alle anderen bestechen?" fragte Yuzu gedankenverloren.

"Huh?"

Yuzu lächelte glückselig. "Was ist, wenn wir alle anderen Kommandanten bestechen?"

"Was haben wir, womit wir die anderen Kommandanten bestechen könnten?" fragte Karin sie ohne zu bemerken, dass Urahara und Yoruichi plötzlich grinsten.

"Worüber grinst ihr zwei?" fragte Ichigo mit plötzlichem Misstrauen. Yoruichi hielt eines der leckeren kleinen Törtchen vom Teller in die Höhe.

"Hast du irgendeine Ahnung", schnurrte sie praktisch, "Wie viele Kommandanten – und Vizekommandanten – Naschkatzen sind?" Karin und Jinta kicherten, als sie verstanden.

"Hey, der Schnorrer isst alles – aber ja, je süßer, desto besser…" sagte der Junge nickend. Selbst Ururu und Tessai begannen zu lächeln.

"Wusstet ihr", sagte Urahara, dessen Grinsen breiter wurde, "Dass wir hier eine extrem große Küche haben?"

"Tatsächlich?" horchte Yuzu auf. "Könnte ich…"

"Natürlich. Und ich denke, ich sollte es erwähnen... Kuchiki-san hat bald Geburtstag, nicht wahr Yoruichi?"

Ichigos Kopf wendete sich Yoruichi zu, seine Augen weiteten sich leicht. Er hatte vergeblich versucht, Rukias Geburtstag herauszubekommen, aber er hatte es nicht geschafft, es aus ihr heraus zu bekommen. Wie hatte Urahara…?

"Ich gehe zurück und bestätige es... während Yuzu ihren Angriff plant", nickte Yoruichi.

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Yuzu plante sehr sorgfältig was sie machen wollte. Sie fragte ihren Bruder und Urahara über alle Kommandanten und deren Assistenten aus, um die genaue Personenzahl zu ermitteln. Während sie auf Yoruichis Bestätigung von Rukias Geburtstag warteten, schrubbten Uraharas Angestellte die Küche bis sie blinkte. Yoruichi brauchte nur zwei Tage, um die benötigte Information zu erhalten: als sie zurückkam erzählte sie ihnen, dass Renji mehr als hilfreich gewesen war und sich gerne an der Verschwörung beteiligen wollte. Er hielt die ganze Sache für eine großartige Idee. Genau wie Ukitake, der ihr ebenfalls sehr geholfen hatte, indem er seinen Besprechungsraum für ihre Zwecke bereitgestellt hatte.

"Das hat er?" Ichigo klang etwas zweifelnd, da er immer gedacht hatte, dass sein rothaariger Freund selbst heimlich für Rukia schwärmte. Das Ukitake-san half, überraschte ihn nicht; er vermutete, dass der weißhaarige Kommandant auf seiner Seite stand. Aber Renji?

"Ja. Es ist ihm klar geworden, dass sie nur Freunde sein werden und dass sie an ihn nur wie an einen Bruder denkt... also sieht er sie lieber mit dir als mit irgendeinem anderen." Ichigo war von dieser Offenbarung vollkommen geplättet und stammelte etwas Unzusammenhängendes. "Warum so schockiert? Er weiß, dass du dein Herz nicht leichtfertig vergibst, aber wenn du es tust..." Yoruichi zuckte die Achseln. "Nun, nicht nur die Seireitei für Rukia zu stürmen, sondern auch Hueco Mundo für Orihime, die nur eine Freundin ist?" sie grinste. "Er weiß, dass er sie dir anvertrauen kann."

"Wann ist also ihr Geburtstag?" fragte Yuzu mit leuchtenden Augen, als sie zu ihrem großen Bruder hoch sah.

"Am vierzehnten Januar."

"Dann habe ich weniger als zwei Wochen…" Yuzu legte den Kopf zur Seite. "Also, je eine Schachtel mit verzierten Keksen für die Kommandanten und ich dachte an einen ganz großen verzierten Blechkuchen zu Rukias Geburtstag. Ich kann ihn in Teilen backen und wir können ihn dann später zu einem Ganzen zusammensetzen..." erzählte sie allen, was sie vorhatte.

"Wirst du für alles genug Zeit haben?" fragte Karin ihren Zwilling; besorgt über die Menge an Arbeit, von der sie redete.

"Wenn du und Ichi-nii mir helft, dann ja. Karin kann die Kekse mit Glasur überziehen und Ichi kann sie verzieren. Ich habe eine ganze Schachtel Lebensmittelfarben gefunden, also brauche ich keine zusammenzumischen", erklärte Yuzu mit funkelnden Augen.

Am Ende wurde selbst Shinji als Hilfsbäcker verpflichtet. Es stellte sich heraus, dass der Vizard Eier aufschlagen konnte, ohne dass Schalenstücke in den Teig fielen. Er sagte, das sei eine wichtige Fertigkeit, wenn man drei Dutzend Eier aufschlagen musste und für ein Rezept nur das Eigelb, für ein anderes aber nur das Eiweiß verwenden konnte. Warum sollte man die Hälfte wegschmeißen, wenn man ein Ei für zwei Rezepte verwenden konnte? Er würde außerdem bei der Auslieferung helfen, da der Kuchen aus sechs Teilen bestehen würde, und Renji würde sich herüber schleichen um ihnen mit dem Rest zu helfen, genau wie Nanao.

"Mach dir keine Sorgen, sie ist sehr verschwiegen", hatte er Yoruichi versichert. "Selbst Kommandant Kyoraku wird nichts davon erfahren, bis wir fertig sind." Kommandant Ukitake würde Kiyone und Rukia auf eine Scheinmission schicken und so konnte er mit Kiyones Hilfe ihre Aktivitäten kontrollieren. Dies machte Ichigo etwas nervös, bis Yoruichi ihm versicherte, dass Kiyone ohne Sentarō als Gegenspieler keine Probleme machen würde. Sie hatten vor, den Kuchen im Besprechungsraum der Dreizehnten Kompanie zusammenzusetzen, und sie würden das private Tor der Shihoin in der Seireitei benutzen, also konnten Orihime, Chad und Uryu leider nicht mitkommen. Sie halfen Ichigo allerdings dabei, ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen und es war Orihime, die den Vorschlag gemacht hatte; so verdreht er auch war... sie stimmten alle darin überein, dass es für Rukia perfekt war. Also legten sie alle zusammen und Ichigo bestand darauf, dass alle darauf unterschrieben, da sich alle beteiligt hatten. Isshin hatte dazu gelegt, was ihnen noch fehlte. Karin fand eine perfekte Verpackung. Der Kuchen war Yuzus Geschenk für Rukia.

Und da waren sie also am Morgen des großen Tages, Ichigo malte die Kompanienummern – und wenn Platz war ein Symbol für das Zanpakutō des Kommandanten – auf die ausgehärtete Vanilleglasur. Um die "eins" für Yamamoto malte er Flammen und so weiter… Als Renji und Nanao auftauchten war alles fertig und sie verpackten alles sorgfältig für die Reise in die Soul Society, nachdem sie den beiden einen Blick erlaubt hatten.

"Wow…" Nanaos Augen hatten sich geweitet, als sie die Kekse sah. Yuzu hatte zusätzlich welche für Uraharas Angestellte gemacht, was ihnen erlaubte, eines zu probieren. Ihre Augen wurden hinter ihrer Brille noch größer. "Unglaublich…"

"Ich habe dir gesagt, dass sie eine großartige Köchin ist", stupste Renji sie an. Nanao nickte nur. Da Yuzu Shinigami nicht wirklich vollständig sehen konnte – sie konnte vage feststellen, dass sie da waren, aber sie konnte sie nicht so sehen, wie ihre Schwester es konnte – wandte sich Nanao an Ichigo.

"Bitte sag deiner Schwester, dass dies das absolut Beste ist, was ich je probiert habe…"

Ichigo sah voller Stolz zu seiner kleinen Schwester hinüber. "Karin, würdest du? Da sie mich gerade auch nicht sehen kann?"

"Mache ich, Ichi-nii. Ihr macht euch besser auf, oder ihr kommt zu spät. Und vergesst nicht… "

"Werd' ich nicht, werd' ich nicht! " Karin hatte ihm das Versprechen abgenommen, Toshiro von ihr zu grüßen. Er konnte es tatsächlich nicht erwarten, den kurzen, weißhaarigen Kommandanten ein bisschen zu nerven; er war zu verdammt ernsthaft, was es zu einem Spaß machte, ihn zu necken. Je mehr er darauf bestand, Kommandant Hitsugaya genannt zu werden, desto mehr war Ichigo entschlossen, es nicht zu tun: einfach deshalb, weil es das jugendliche Genie in den Wahnsinn trieb.

Yuzu sah zu den anderen hinüber, nachdem alle gegangen waren. "Ich hoffe, es funktioniert!" sagte sie und kreuzte die Finger.