Disclaimer:
Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage mit im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist lediglich eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction . net s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Leer- und Anführungszeichen).

Weder Eradona noch ich verdienen Geld mit dieser Geschichte, sie dient allein der Unterhaltung...

Vielen Dank an meine Schwester, ohne die diese Übersetzung viel, viel holpriger wäre!


Kapitel 2

Yuzu sah zu den anderen hinüber, nachdem alle gegangen waren. "Ich hoffe, es funktioniert!" sagte sie und kreuzte die Finger.

Jetzt wird irgendjemand stolpern und hinfallen, dachte Ichigo paranoid, als sie vorsichtig durch das Tor schritten. Bei dieser kleinen Spritztour durch das Dangai waren sie nicht gerannt. Und als Renjis Zeh an einem hochstehenden Stein in der Pflasterung hängen blieb, als sie das Gelände der Dreizehnten Kompanie betraten, weiteten sich aller Augen und sie hielten die Luft an, bis er sich wieder gefangen und aufgerichtet hatte. Er hatte es geschafft, seine wertvolle Fracht die ganze Zeit über gleichmäßig ruhig zu halten. Kommandant Ukitake hatte nach ihnen Ausschau gehalten und auch er hatte kurz die Luft angehalten, als er das Beinahe-Missgeschick sah. Er atmete erleichtert auf, als nichts passierte.

"Schnell, hier herein!" Er winkte sie in seinen Besprechungsraum und schloss die Tür hinter ihnen. "Das war knapp."

"Ihr habt leicht reden", murmelte Renji, dem wegen des Beinahe-Fehltritts Schweiß auf der Stirn stand. "Ihr habt den Kuchen ja nicht getragen."

"Oh, sehr schön", sagte Ukitake, als die sechs Teile zusammengesetzt und Glasur darüber gestrichen war, um die Nahtstellen zu verdecken. Dann setzte Ichigo zum Abschluss eine große Verzierung aus Zucker darauf, die eine perfekte Abbildung von Rukias Zanpakuto war. "Ich habe Höllenfalter ausgeschickt und alle zur Party eingeladen. Der Generalkommandant musste ablehnen, aber er hat einen Falter an alle geschickt und ihnen nachdrücklich empfohlen zu gehen… in anderen Worten, er hat es befohlen", Ukitake grinste. "Ich glaube er denkt, dass eine kleine Party wie diese Wunder tun wird, um die Leute aufzuheitern. Entweder das, oder er ist ein heimlicher IchiRuki-Fan."

"Was für ein Fan?" blinzelte Ichigo mit ziemlicher Verblüffung, da er den Begriff noch nie gehört hatte. Renji kicherte über die Verwunderung seines Freundes.

"Das ist ein Begriff, den einige von uns verwenden… es ist eine Kombination aus euren abgekürzten Vornamen. Rangiku hat ihn geprägt. Ihr habt eure Unterstützer, weißt du."

Ichigo starrte ihn mit offenem Mund an, während Ukitake und Nanao nickten.

"Oh, es gibt auch IchiHime-Fans, genau wie IshiHime…"

"Bitte nicht noch mehr", Ichigo schüttelte den Kopf und wedelte hektisch mit den Händen um Renji zum Aufhören zu bewegen. "Ich denke, ich will es lieber gar nicht wissen."

Sie lachten ihn alle aus, vor allem wegen der leicht grünlichen Farbe, die sein Gesicht kurz angenommen hatte, als er von der anderen Paarung gehört hatte. Ukitake lächelte ihn an, bevor er sich zu Shinji umdrehte. "Kommandantin Unohana hat Hiyori-chan die Erlaubnis gegeben teilzunehmen. Wenn du möchtest, kannst du sie holen Shinji."

Shinji grinste und nickte. "Ich denke das werde ich, danke." Er ging schnell um sie abzuholen. Ichigo unterließ es, selbst zu grinsen. Wenn Hiyori herausfand, dass sie da gewesen waren und sie nicht geholt hatten, würden sie einige Beulen mehr haben, sobald sie wieder in der Lage war, sie herum zu schubsen.

"Was ist mit Rukia?" fragte Ichigo. "Wo ist sie?"

"Kiyone wird sie noch eine weitere halbe Stunde beschäftigen. Das sollte allen genug Zeit geben anzukommen." Ukitake warf Ichigo einen langen, abschätzenden Blick zu, speziell seinem Zanpakuto, das an seiner Hüfte und nicht wie sonst über seinen Rücken hing, ehe er leise lächelte und Yoruichi einen Blick zuwarf, die seine unausgesprochene Frage mit einem kurzen Nicken beantwortete. Ichigo fühlte, wie sein Gesicht leicht warm wurde.

Natürlich waren die ersten Ankömmlinge die kampflustigen Mitglieder der Elften Kompanie, da ihr Gelände mit am nächsten lag.

"Hallo, Ichigo", grinste Kenpachi ihn an. "Na, kämpfen wir heute?"

"Erk", schluckte Ichigo.

"Kenpachi", sagte Ukitake streng zu seinem Mitkommandanten, "Du wirst nichts innerhalb meiner Kompanie anfangen. Ist das klar?"

Alle drehten sich überrascht zum Kommandanten der Dreizehnten Kompanie um. Dies war eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen er tatsächlich streng mit einem anderen Kommandanten gesprochen hatte. Es überraschte Kenpachi dermaßen, dass er einen Augenblick lang einfach nur da stand und blinzelte. Yachiru kicherte bei seiner Reaktion; er hatte irgendwie nach einer einäugigen Eule ausgesehen. "Hey, Ichi – Das ist ein hübscher Kuchen. Wer hat den gemacht?" fragte sie und beäugte ihn hungrig und mit großen Augen.

"Meine Schwester Yuzu hat ihn gebacken."

"Ich dachte, deine Schwester heißt Karin", bemerkte Toshiro, als er mit Matsumoto zur Tür herein kam.

"Tut sie auch. Yuzu ist ihr Zwilling", Ichigo grinste den kleineren Kommandanten an, der rot wurde, als seine Vizekommandantin sich mit einem wissenden Funkeln in den Augen zu ihm hinunter beugte.

"Du meinst, es gibt noch eine?" fragte Matsumoto mit großen Augen, vollständige Unschuld heuchelnd. Sie wusste bereits alles über Yuzu, da sie Renji gründlich über Karin ausgefragt und ihren Kommandanten schon seit einiger Zeit bearbeitet hatte. Sie sah zu Renji und Ichigo hinüber und zwinkerte ihnen zu. Renji hatte ihr bereits anvertraut, dass Ichigo nicht verärgert war – Karin konnte mehr als gut auf sich selber aufpassen, sondern dass er sich wirklich, wirklich darauf freute, Toshiro wegen ihr aufzuziehen… und man konnte den Kommandanten der Zehnten Kompanie so leicht aufziehen… Matsumoto hatte ungeduldig darauf gewartet, dass Ichigo endlich in die Soul Society zurück kam und sie ihm helfen konnte…

"Ja, sie sind zwar Zwillinge, sind sich aber überhaupt nicht ähnlich", Renji kapierte, was vorging. "Yuzu ist ein kleiner Engel im Vergleich zu ihrem Bruder und ihrer Schwester."

Ichigo hüstelte, er genoss Toshiros Unbehagen. Das wird ein Spaß. "Oh übrigens lässt Karin dich grüßen." Inzwischen war Toshiros Gesicht so rot wie Renjis Haar und alle grinsten hinter vorgehaltener Hand über den klein gewachsenen Kommandanten. "Und was höre ich da von einem Fußballspiel… weil sie wissen will wann du zurückkommst und noch ein Spiel mit ihnen spielst", er schaute Toshiro aus Spaß mit finsterem Gesicht an, verschränkte die Arme vor der Brust und tippte in vorgespielter Erregung mit dem Fuß auf, während dem jungen Kommandanten vor Überraschung leicht der Mund offen stehen blieb und er blinzeln musste. "Was hast du hinter meinem Rücken mit meiner kleinen Schwester angestellt? Bist du nicht ein bisschen zu alt für sie?"

"Uh…" Die Vorstellung von Ichigo in seiner beinahe unbesiegbaren Bankai-Form durch die Seireitei gejagt zu werden, spielte sich im Kopf des jungen Kommandanten ab.

Ichigo musste sich umdrehen, sonst würde er vor Lachen zusammenbrechen, genau wie es Matsumoto und Ukitake gerade passiert war. "Wir besprechen das später, Toshiro. Sehr gründlich." Dieses eine Mal schoss Toshiro nicht zurück, dass er 'Kommandant Hitsugaya' genannt werden wollte, da er sich jetzt erhebliche Sorgen machte, dass seine Vorstellung sich tatsächlich bewahrheiten würde.

"Was ist so lustig?" Hisagi und Kira kamen gemeinsam mit Momo an, kurz vor Kyoraku.

"Ich befürchte wir machen uns einen Spaß auf Kommandant Hitsugayas Kosten", Ukitake lächelte die Neuankömmlinge an. Natürlich mussten auch sie ihren Kommentar zu dem Kuchen abgeben, genau wie alle anderen die ankamen. Die einzigen, die nicht kamen, waren Kurotsuchi (der Kommandant; seine Tochter schlich sich unbemerkt hinein und hielt sich still im Hintergrund) und die Erste Kompanie. Byakuya sah als er ankam zuerst den Kuchen und dann Ichigo schweigend an, sagte aber nichts. Sein Gesichtsausdruck besagte deutlich, dass er sich nicht im Geringsten von der Überraschungsparty täuschen ließ. Ichigo warf Yoruichi einen nervösen Blick zu, die wiederum Byakuya verschmitzt anschaute – und ihm dann die Zunge herausstreckte. Der Edelmann senkte nur leicht seine Augenlider, so dass sein Gesichtsausdruck teilweise verschleiert wurde, schüttelte einmal den Kopf und drehte ihr dann den Rücken zu.

"Du hast eine sehr begabte Schwester, Kurosaki", bemerkte Soifon und bewunderte den Kuchen als sie herüber kam, um Yoruichi zu begrüßen.

"Danke, das denke ich auch", sagte er stolz, glücklich darüber, dass die Arbeit seiner Schwester so viel Lob erhielt. Yuzu hatte sich mit diesem Kuchen extrem viel Mühe gegeben, und er wollte, dass alle genau wussten, wer ihn hergestellt hatte.

Sentaro benutzte diesen Augenblick, um in den Raum zu schlüpfen. "Kiyone und Rukia sind auf dem Rückweg", warnte er alle.

Kiyone sollte Rukia direkt zum Büro bringen. Und da Ichigo jetzt seinen spirituellen Druck kontrollieren konnte, würde er sich durch ihn auch nicht verraten, weil er überall zu spüren war… Er bemerkte, dass ihm mehrere Kommandanten verwirrte Blicke zuwarfen, als ob irgendetwas nicht mit ihm stimmte, sie aber nicht genau herausfinden konnten, was es war… Yoruichi kicherte über ihre Minen, während Renji, der über das Geheimnis Bescheid wusste, mit einem amüsierten Grinsen zusah. Und da Hiyori auch nichts darüber erzählt worden war, starrte sie Ichigo an, als ob er etwas falsch gemacht hätte – doch war es ihr nicht ganz gelungen, ihn bei seinem Fehler zu erwischen, so dass sie ihm keine dafür runterhauen konnte. Shinji musste wegen ihres Gesichtsausdrucks ein Lachen unterdrücken.

Ich wette, sie haben noch nicht bemerkt, dass Zangetsu versiegelt und nicht auf meinem Rücken ist… dachte Ichigo. Seine Lippen zuckten bei dem verdutzten Blick, den Byakuya ihm zuwarf, und er hörte Renjis amüsiert kichern. Yachiru bemerkte es zuerst und gerade als sie den Mund öffnete um etwas zu sagen, legte Ichigo einen Finger an den Mund, schüttelte den Kopf und zwinkerte ihr zu. Die kleine Dämonin mit dem rosafarbenen Haar kicherte darüber, dass sie ein Geheimnis hatte. Er begegnete Renjis Blick und sein Freund rollte die Augen darüber, wie begriffsstutzig alle waren. Ichigo konnte sehen welcher Gedanke seinem Freund durch den Kopf ging – Und sie sollen Kommandanten sein! Um fair zu sein, Renji hatte es von dem Augenblick an gewusst, als er am Ort des Kampfes zwischen Ichigo und Aizen angekommen war und dann die ganze Geschichte erfahren hatte.

Die zweite Person die es bemerkte, war Toshiro – er wirbelte mit sich weitenden Augen herum. Sein Blick wanderte von Ichigos Hüfte zu seinem Rücken, wo er Zangetsu normalerweise getragen hatte. Yachiru kicherte wieder.

"Warum bist du so aufgeregt?" fragte Kenpachi sie und warf einen Blick nach hinten.

"Ichi und ich haben ein Geheimnis und Whitey-chan hat's gerade rausgefunden", sagte sie munter. Dann hatte niemand Zeit noch etwas zu sagen, denn in diesem Moment öffnete Kiyone die Tür und schob Rukia vor sich hinein. Da Kommandanten nun einmal so sind wie sie sind, rief nur eine Handvoll Leute "Überraschung!" und Yachiru sprang das Geburtstagskind an und umarmte sie fest. Sobald Zaraki sie von dem kleinen Schrecken befreit hatte, führte Ukitake sie zu dem Tisch mit dem Kuchen während sie alle mit großen vor Schock geweiteten Augen ansah.

"Ichigo!" keuchte sie als sie bemerkte, dass er neben Renji und Yoruichi stand. "Was… wie…"

Ichigo lächelte auf sie herunter. "Überraschung, Dreikäsehoch – alles Gute zum Geburtstag."

"Etwas ist anders", sie sah ihn aus verengten Augen an, was Renji, Yoruichi und Shinji zum Lachen brachte.

"Das denken alle hier, aber die einzigen, die bis jetzt herausgefunden haben was es ist, sind Yachiru und Kommandant Hitsugaya", grinste Renji.

"Tatsächlich habe ich es auch bemerkt, aber ich wollte einfach höflich sein." Ukitake lächelte ihnen zu. "Sehr gut gemacht, Ichigo-kun. Du hast es geschafft, alle hier zu verblüffen." Ichigo lachte über den Kommentar.

"Sie sollten Uryu hören, wenn ich mich an ihn anschleiche", sagte er zu dem gutmütigen weißhaarigen Kommandanten. "Er schreit genau wie ein kleines Mädchen. Und dann schmollt er den Rest des Tages über."

"Warum habe ich dich nicht gespürt? Dieser Raum ist nicht abgeschirmt", sie starrte ihn an und stach mit einem Finger an seine Brust. "Was hat Urahara wieder angestellt?" Bei dieser Feststellung bekam Yoruichi einen Lachkrampf und musste von Soifon aufrecht gehalten werden.

"Oh, um…" Renji rollte wieder mit den Augen. "Ehrlich! Er hat endlich gelernt, seinen spirituellen Druck zu kontrollieren! Ist das so eine große Sache?"

"Das ist es also…" Ikkaku kratzte sich am Kopf. "Ich dachte schon, dass du anders aussiehst…"

"Ja, sobald ich in der Lage war, das zu tun", Ichigo ließ eine Hand an seine Hüfte fallen, "war es ein Kinderspiel, Zangetsu zu versiegeln. Wo wir gerade von Kindern sprechen. Yuzu hat eine Menge Arbeit in den Kuchen hier gesteckt, also solltest du ihn besser anschneiden", sagte er zu Rukia und reichte ihr das Kuchenmesser.

"Yuzu hat das hier gebacken?" Rukia bewunderte die Größe des Kuchens. "Wow… Wie habt ihr den hierher bekommen?" Nanao reichte ihr die Teller, so dass sie damit anfangen konnte, Stücke zu verteilen.

"In Teilen. Wir haben sie zusammengesetzt, sobald wir hier waren", sagte ihr Shinji.

Sobald alle ihr Stück Kuchen hatten – der natürlich weiß war – gab Ichigo Rukia ihr Geschenk. "Das ist von allen", sagte er, als sie vorsichtig das Tuch aufknotete, das um das Geschenk gewickelt war, nachdem sie die Karte gelesen hatte – natürlich eine Chappy-Karte. Japaner verwenden kein Papier um Geschenke einzuwickeln; viele verwenden Tücher, die Furoshiki genannt werden und wiederverwendet werden können, wenn man sie sorgfältig behandelt. Rukia entknotete ihres mit genau diesem Gedanken im Hinterkopf. Außerdem mochte sie das Muster, das aus Schneeflocken und Chappy bestand. Karin hatte es ausgesucht und Orihime hatte sich als sehr begabt herausgestellt, als es um das Verpacken mit dem Furoshiki-Tuch ging. (1)

"Ooh!" rief sie glücklich, als sie es sah. Filzstifte – in jeder Farbe des Regenbogens! Der Satz musste über hundert verschiedenfarbige Stifte mit zwei Spitzen enthalten, eine dicke und eine dünne Seite! Und – ein neues Skizzenbuch mit festem Einband – eines von den guten, teuren Büchern. Und dann… ganz unten lag ein Buch, bei dessen Anblick sie beinahe anfing zu weinen. Wie zeichne ich Chappy das Kaninchen wie ein Profi.

"Ichigo…" schniefte sie und sah zu ihm auf. Er hasste ihre Zeichnungen, machte sich die ganze Zeit über sie lustig, aber er hatte dennoch all das für sie besorgt? Er wurde roter als Renjis Haar.

"Na ja, es war Orihimes Idee. Chad, Uryu, Karin und ich haben nur darauf aufgebaut und Tatsuki hat die Karte gefunden, als sie Lebensmittel eingekauft hat…" er zuckte mit den Schultern, immer noch rot im Gesicht. "Irgendwo da drin sollte auch eine Schachtel mit Zeichenbleistiften sein…" Sie quietschte vor Begeisterung, als sie die Dose mit teuren Künstlerbleistiften fand und drückte das gesamte Päckchen ganz fest an sich, was einigen der Zuschauer ein Kichern entlockte. Nur gut, dass Byakuya hinter ihr stand und den bewundernden Blick, den Rukia ihm zuwarf gerade nicht sehen konnte… oder er hätte Ichigo mit Hilfe von Senbonzakura zurück nach Karakura geprügelt – nachdem er ihn auf Unohanas Intensivstation in der Vierten Kompanie geschickt hatte.

Der Kuchen war ein Erfolg, und er bekam die Möglichkeit Yuzus andere kleine Geschenke zu verteilen, als Nemu auf ihn zu kam und leise fragte, ob sie bitte ein Stück für Mayuri-sama bekommen könnte… Ichigo wechselte mit Yoruichi einen triumphierenden Blick, die tief in den Beutel mit den Keksdosen griff um Mayuris Geschenk herauszuholen, während Rukia ein Stück Kuchen für Nemus Vater abschnitt.

"Und bitte gib ihm auch das hier", sagte die Prinzessin des Hauses Shihoin, als sie ihr die Dose gab.

"Was ist das?" Nemu starrte die Dose verwirrt an.

"Nur ein kleines Geschenk von der Familie Kurosaki", lächelte Yoruichi sie an. Shinji und Renji nahmen das als Stichwort, die Dosen herumzureichen – und da Kommandanten nun einmal neugierige Wesen sind, konnten sie nicht anders als einen Blick hinein zu werfen, sobald sie eine bekamen.

"Die sind ja so toll verziert!" rief Matsumoto aus, als sie bei einem Blick über die Schulter ihres Kommandanten die kunstvoll gestalteten Eisdrachen sah, die auf seine Kekse gemalt waren. Soifon starrte ein wenig verwirrt auf ihre Kekse… sie sah dort das Symbol ihres Zanpakutos… aber da schienen auch einige kleine schwarze Flecken zu sein. Sie sah noch einmal zu Ichigo, sah den Blick, den er ihr zuwarf, und entschied sich, die Kekse näher zu betrachten. Hmmm… Oh! Sie kicherte als sie bemerkte, dass auf jedem Keks die schwarzen "Flecke" tatsächlich eine Schwanzspitze, eine Nase, ein Ohr oder eine Pfote waren… und auf einem Keks schaute ein goldenes Auge hinter ihrem Symbol hervor. Es war eine schwarze Katze, die mit ihr Verstecken spielte. Er hatte tatsächlich Yoruichi-sama auf ihre Kekse gemalt.

"Sehr schlau, Kurosaki", sagte sie mit einem schwachen Lächeln zu ihm, als sie an ihm vorbei ging. "Sehr schlau." Er kicherte; er war froh darüber dass sie bemerkt hatte, was er mit ihren Keksen angestellt hatte. Urahara hatte gesagt, dass er vielleicht etwas zu schlau hatte sein wollen. Er sah zu Byakuya hinüber, der auf seine Kekse starrte. Rukia spähte über den Arm ihres Bruders.

"Oh!" rief sie aus, "All diese Sakura-Blütenblätter…" sie sah zu Ichigo hinüber. "Wer hat die alle gemalt?"

"Yuzu hat gebacken, Karin mit Glasur überzogen und ich habe dekoriert", gab Ichigo zu. Er hatte angefangen, Sakura-Blütenblätter noch mehr als sonst zu hassen, als er endlich mit diesen Keksen fertig war…

Byakuya seufzte. Er erkannte wiederwillig die in die Nahrungsmittel investierte Arbeit an – und wenn die Kekse auch nur halb so gut waren wie es der Kuchen gewesen war, wären sie ausgezeichnet – und ging. Sobald er weg war, eilte Rukia zu Ichigo hinüber und warf die Arme um ihn. "Du bist so hinterhältig", lachte sie. "Wessen Idee war das alles?"

"Nun, es war eine Art Gruppenanstrengung", gab er zu und erwiderte die Umarmung. "Komm, wir müssen Opa noch seine Kekse bringen, und auch etwas von dem Kuchen."

Rukia nickte und schnitt eine großzügige Portion für den Generalkommandanten und seinen Leutnant ab. "Renji, möchtest du Anstandswauwau spielen?"

"Hm?" Renji schaute das Paar mit einiger Überraschung an. "Oh, klar, warum nicht. Auf diese Weise wird der Kommandant keinen Grund haben, mit seinem Bankai hinter dir her zu jagen, und du verbringst nicht den Rest von Rukias Geburtstag als Patient bei der Vierten Kompanie."

Die drei spazierten zu den Gebäuden der Ersten Kompanie hinunter, genossen die gegenseitige Gesellschaft und scherzten und lachten miteinander. Ichigo hatte das vermisst, dachte er bei sich, als sie die Erste Kompanie erreichten. Selbst wenn seine Nase und seine Schienbeine manchmal unter der Gegenwart der zierlichen Shinigami litten, hatte er ihre und Renjis Kameradschaft vermisst. Yamamotos Vizekommandant ließ sie hinein und seine Augen leuchteten beim Anblick der großzügigen Kuchenportion die sie mitgebracht hatten auf, während der alte Mann eher von den Keksen angetan zu sein schien. Sie ließen die beiden bei Tee und Gebäck zurück.

"Also wie lange bleibst du?" fragte Rukia Ichigo, während sie in einem gemächlicherem Tempo zurück gingen.

"Oh, ich weiß nicht", Ichigo zuckte die Achseln, "ich hab's nicht eilig…"

Renji lachte ihn an. "Du bist jemand, der in Sachen Geschwindigkeit mit dem Kommandanten und Yoruichi mithalten kann. Es klingt das etwas seltsam, wenn du das sagst."

Ichigo stieß seinen Ellbogen in die Seite seines Freundes, was diesen Grunzen ließ. Rukia kicherte.

"Ihr zwei…" sie schüttelte lächelnd über ihre Mätzchen den Kopf. "Kein Wunder, dass Mizuiro und Ochi-sensei dachten ihr wäret verwandt."

"Verwandt?"

"Mit ihm?"

"Ichigo!" brüllte eine Stimme ihn an.

Ichigos Augen weiteten sich; er fluchte leise und warf einen Blick über seine Schulter zurück.

"Du bist nicht mehr auf dem Gelände der Dreizehnten Kompanie, Ichigo", stellte Kenpachi fest, der sich bedrohlich über den dreien auftürmte.

"Warum willst du unbedingt gegen mich kämpfen?" söhnte Ichigo, als er seinen Peiniger sah. "Warum kannst du mich nicht einfach hier in Frieden einen Besuch machen lassen?"

Eine von Kenpachis Händen fiel auf Ichigos Kopf hinab und er beugte sich vor, um ihn anzüglich anzugrinsen. Sowohl Rukia als auch Renji schluckten; wenn Kenpachi sie so behandelt hätte, hätten sie auch Reißaus genommen. Renji vielleicht noch eher, da er einmal in Zarakis Kompanie Dienst getan hatte. "Weil ich wissen will, wie gut du geworden bist, seit wir das letzte Mal gekämpft haben! Und Frieden – Frieden ist was für Weicheier! Also lass uns kämpfen!"

Ichigo schlug verärgert Kenpachis Hand von seinem Kopf. Es war Rukias Geburtstag; er war ihretwegen hier, nicht wegen so was! "Oh, bei… warum kühlst du dich nicht einfach im Koi-Teich ab und lässt mich in Ruhe?" Er drehte sich um und machte mit der rechten Hand eine wegwerfende Bewegung, also sah er nicht, was die anderen sahen – oder was Ukitake, Byakuya, Yoruichi und Kyoraku ebenfalls gesehen hatten, die alle in der Nähe standen. Er drehte sich wieder um als er ein seltsames Geräusch hörte um festzustellen, dass Kenpachi – fort war.

"Uh…" Rukia starrte ihn mit leicht offen stehendem Mund an, während Renji sich am Kopf kratzte und sich fragte, was Yuzu wohl in den Kuchen getan hatte, dass er jetzt halluzinierte… und dann stand plötzlich Yachiru wieder vor den dreien, tropfnass und glücklich grinsend.

"Mach das nochmal, Ichi! Das hat Spaß gemacht!"

"Mach… was?" Ichigo starrte verwirrt auf den nun triefnassen Schrecken mit rosa Haaren hinab. Renji deutete stumm auf den Koi-Teich… aus dem Kenpachi vergeblich hinaus zu klettern versuchte, dann machte er eine aufsteigende Bewegung mit seiner Hand. Ichigo drehte sich Bestätigung heischend zu Rukia um und diese nickte, langsam, mit aufgerissenen Augen und immer noch offen stehendem Mund. Und hinter ihr starrten die anderen vier ebenfalls mit aufgerissenen Mündern – selbst Byakuya. Ichigo sah von Kenpachi zu Yachiru, zurück zu seiner eigenen rechten Hand, vollständig und komplett verblüfft. Hatte er tatsächlich…

Er zuckte zusammen und schrie überrascht auf, als sein Handgelenk von jemandem ergriffen wurde und er einen Satz vorwärts machte, als dieser Jemand an ihm zerrte.

"Hmm, kein Anzeichen von irgend einem Gerät…" Kurotsuchi tippte mit seinem überlangen Fingernagel auf Ichigos Handfläche. "Dies bedarf ausführlicher Tests…" Der wahnsinnige Wissenschaftler fing an, Ichigo hinter sich her zu ziehen, etwas, das alle Zuschauer in Alarmbereitschaft versetzte, nicht zuletzt den Ersatzshinigami. Er stemmte die Fersen in den Boden und riss beinahe die Pflasterung auf, als Kurotsuchi weiter an ihm zog. Ichigo zog ernsthaft in Betracht, sein Zanpakuto zu ziehen und den Arm des Kommandanten abzuschneiden… zur Hölle, er würde wahrscheinlich nur wieder dieses Zeug in der Spritze dazu verwenden, ihn wieder wachsen zu lassen. Ukitake und Kyoraku hatten bereits mit der Absicht einzugreifen, einen Schritt vorwärts getan. Selbst Byakuya bewegte sich; niemand verdiente es, von Kurotsuchi in die Mangel genommen zu werden.

"Auf gar keinen Fall!" Ichigo riss seine Hand zurück. "Niemand führt an mir Tests durch!"

"Ich könnte einfach nur die Hand mitnehmen…"

"Nur über meine Leiche!"

"Kommandant Kurotsuchi!" die Stimme, die ihre kleine Diskussion unterbrach, duldete keinen Ungehorsam. Niemand widersprach dem Generalkommandanten, wenn er in diesem Tonfall sprach – noch nicht einmal Ichigo. "Würdet Ihr den Ersatzmann wohl in Frieden lassen. Kurosaki, komm mit mir." Nachdem er Renji und Rukia einen unglücklichen Blick zugeworfen hatte, folgte Ichigo Yamamoto zurück in dessen Büro und bemerkte verspätet, dass Yoruichi verschwunden war.

"Ich…" Wie zur Hölle soll ich das erklären? fragte sich Ichigo, Ich weiß nicht einmal, was zum Teufel ich da angestellt habe, also kann ich es nicht… vielleicht lässt er mich stattdessen zu Kisuke gehen… der wird mich wenigstens nicht in Einzelteile zerlegen…

"Erklärungen können warten, bis Yoruichi zurückkehrt", unterbrach Yamamoto seinen Erklärungsversuch. "Setz dich einstweilen und trink eine Tasse Tee." Der Generalkommandant bedachte Ichigo mit etwas, das ein beruhigendes Lächeln sein sollte; aber ein Lächeln war auf dem Gesicht dieses alten Mannes auf unheimliche Weise fehl am Platze und stattdessen ließ es den Teenager gruseln. "Du steckst nicht in Schwierigkeiten. Ich habe gesehen was passiert ist und ich weiß, was es war."

Nun, das war eine Erleichterung. Er war allerdings daran gewöhnt, in Schwierigkeiten zu geraten, also war es eine Überraschung, dass Yamamoto dies zu ihm sagte. Das, plus die Tatsache, dass der Generalkommandant offenbar genau wusste, was passiert war. Nun, ich bin froh dass es wenigstens einer weiß, dachte Ichigo und nippte an dem Tee, den Sasakibe ihm reichte. Wenigstens muss ich so nicht allzu viele Vermutungen anstellen. Offenbar plant er dieses Mal mir zu erzählen, was vor sich geht, statt mich alleine im Dunkeln herumtappen zu lassen, wie er es sonst tut.

Yoruichi brauchte etwa eine Stunde um den Botengang zu erledigen, mit dem Yamamoto sie beauftragt hatte; als sie zurück kam, brachte sie zwei weitere Personen mit – und diese beiden Personen machten Ichigo sprachlos.

"Dad? Kisuke?"


Anmerkungen:

(1) Auf furoshiki . com (kein www) gibt es ein bisschen mehr Informationen über diese Kunst. Eine weitere Seite ist: de. Wikipedia wiki/ Furoshiki (alles ohne Leerzeichen)
Ansonsten findet man auch auf YouTube und bei Google schöne, leicht verständliche Anleitungen, wenn man das Stichwort eingibt.