Sobald sie ihn – und sich – gegen neun endlich aus dem Bett gezwungen hat, ziehen sie sich beide an machen sich fertig um zu seinem Loft zurückzukehren. Es ist Heiligabend und sie will ihn nicht zu lange von seiner Familie fernhalten.

Sie muss gegen Mittag auf Arbeit sein und Castle hat ihr die Nacht zuvor offenbart, dass er und Alexis beschlossen haben, ein besonderes ‚Heiligabendmittag' zu kochen, um zu feiern, damit sie ein bisschen Weihnachten mit ihnen feiern kann. Nur über die Geste nachzudenken, ließ sie eine fünfte Runde einleiten wollen, aber wenn sie zum Mittag da sein wollten, an dem seine Tochter mit Sicherheit schon arbeitete, mussten sie endlich ihr Apartment verlassen.

Castle betritt das Badezimmer, nachdem sie es – mit etwas Schwierigkeiten – geschafft haben, sich anzuziehen und Kate öffnet die Schublade in ihrem Nachttisch, solange sie die Chance hat, findet sein Geschenk sicher darin und steckt es tief in ihre Manteltasche, wo er es nicht erfühlen kann, wenn er gegen sie stößt.

Sie verlassen ihr Apartment Minuten später, verzichten trotz der kalten Wintertemperaturen auf ein Taxi, um durch die Stadt zu laufen, die Spuren der Feiertage bewundernd, die entlang der Straße zu finden sind. Und auch wenn er die verschiedenen Dekorationen nicht sehen kann, oder den Jubel, der von den Kindern ausgeht, die an ihnen vorbei huschen, wie sie es kann, weiß sie, dass er die Weihnachtsmusik hören kann, die Glockenläuter für die Heilsarmee, die an fast jeder Ecke stehen. Sie kann sehen, wie die bloße Atmosphäre sein gesamtes Gesicht erhellt, während sie über die eisigen Fußwege gehen, ein Verhalten für das sie sich nicht schämen kann, während sie sich an seine Seite lehnt, Küsse von seinen Lippen stiehlt, und wie ein Idiot lächelt.

Als sie es nach SoHo geschafft haben, leuchtet er förmlich und es lässt ihr Herz anschwellen, aber ihre Wangen brennen. Denn er lässt es wirklich offensichtlich sein, dass er gerade flachgelegt wurde.

Alexis ist in der Küche, als sie gegen zehn durch die Tür treten, kocht etwas, das lecker duftet, genau wie Kate es sich gedacht hat. Castle nimmt ihren Mantel, hängt ihn neben seinen in den Schrank, und lässt ein merkwürdiges, angenehmes Flattern durch ihren Magen gehen.

„Na schau, wer den Walk of Shame macht," grinst Alexis sobald sie in Sichtweite sind und Kate fühlt, wie ihre Wangen bei dem wissenden Blick in den Augen seiner Tochter wieder erröten, während sie ein Gericht anrichtet, das von Cranberrys und Pekannüssen bedeckt ist.

„Alexis," schnaubt Castle, seine eigene Verlegenheit füllt seine Wangen, und seine Tochter lacht, von Belustigung erhellt, und Kate fühlt wie sich ihre Verlegenheit abbaut.

Wenn Alexis kein Problem damit hat, dass er die Nacht bei ihr verbracht hat, diese Beziehung auf eine Art vertiefend, die sie noch ernster macht, dann kann sie sie aufziehen, so viel sie will.

Wie auch immer," gluckst Kate, verlässt Castles Seite um sich zu Alexis zu gesellen. Benny sitzt bereits an einer Seite des Mädchens, hofft darauf, dass ein Stück Essen runterfällt. „Was machst du?"

„Das ist auf dem Kopf stehendes Apfel französisch Toast mit Cranberrys und Pekannüssen," erklärt Alexis und wow, seine Tochter könnte Koch sein, so wie das aussieht. „Ich dachte mir, wir machen sowas wie Brunch. Es gibt Spinat-Pilze-Käseauflauf auf dem Tisch, den ich letzte Nacht gemacht habe, und die Kekse sollten auch gleich fertig sein."

„Pumpkin, ich habe Mittag gesagt, nicht Festessen," sagt Castle, grinst während Alexis ihre Augen verdreht und ihn mit einem Buttermesser abwinkt.

„Ich wollte es besonders machen, weil Kate nicht zum Abendessen kommen kann, außerdem bin ich an Weihnachten immer in Kochstimmung," seine Tochter zuckt mit den Schultern und lächelt Kate an. „Es gibt auch noch anderes auf dem Tisch, die traditionelleren Gerichte, nur falls du nichts von dem neuen Zeugs magst, das ich gemacht habe, so wie das," murmelt sie und zeigt auf die köstlich aussehende französisch Toast Kombination vor ihr, und Kate schüttelt den Kopf, legt einen lockeren Arm um die Schultern des Mädchens.

„Es ist perfekt. Danke," versichert Kate ihr und Alexis verlässt ihre gekochte Kreation sofort um Becketts Umarmung zu erwidern.

„Nein, dank dir," flüstert seine Tochter, ihr einen wissenden Blick von unter ihren Wimpern zuwerfend, den Kate nicht zweimal sehen muss, um ihn zu verstehend, die Schultern des Mädchens in stiller Antwort drückend.


Brunch mit Castle und seiner Tochter ist genauso gemütlich, wie sie es erwartet hat. Sie füllt ihren Teller mit mindestens einer Portion von jedem Gericht, das Alexis zubereitet hat und Castle tut dasselbe, aber schafft es trotzdem mindestens vier Gabeln von ihrem von Cranberrys bedecktem Toast zu klauen.

„Wo ist Martha?", fragt Kate, Schuldgefühle darüber aufflackernd, dass sie die Abwesenheit der älteren Frau nicht früher bemerkt hat, aber Martha ist fast immer weg, wenn Kate da ist, ihre meiste Zeit ihrer Schauspielschule und dem Life Coaching nebenbei widmend.

„Sie sing Weihnachtslieder mit ihrer Schauspieltruppe," informiert Castle sie. „Es ist ihre wichtigste nichtfamiliäre Tradition."

„Sie wird zu den Geschenken zu Hause sein, Dad," besänftigt Alexis, als sie vom Tisch aufsteht und ihren Teller in den Abwasch stellt.

„Streng mit Traditionen, Castle?" neckt Kate, folgt Alexis' Beispiel und steht mit ihrem Teller auf, nimmt auch Castles auf dem Weg in die Küche.

„Nein, ich mag nur etwas Struktur, das ist alles," grummelt er, aber seine Lippen sind gekrümmt, als er sich vom Esstisch erhebt.

Kates Handy klingelt, als sie ihren Teller schnell unter dem Wasserhahn abspült, und sie zieht ihre Unterlippe zwischen ihre Zähne, hebt ihre Augen, um zu sehen wie Castle näher kommt.

„Zeit zu gehen?" murmelt er, eine Hand auf ihre Hüfte ablegend, während Alexis sie mit einem Zwinkern in Kates Richtung umgeht und zum Wohnzimmer geht, die Fernbedienung aufnehmend und sich auf der Couch niederlässt.

„Noch nicht, das Geräusch war nur eine Erinnerung, die ich gestellt habe, um die Zeit im Auge zu behalten," erklärt sie, sich an seine Seite lehnend. „Aber glaubst du, ich kann euch meine Geschenke schon früher geben?" fragt sie ein bisschen Schüchtern. Sie will sich nicht in irgendwelche seiner Traditionen drängen und Martha ist noch nicht einmal hier, aber das ist das Nächste was sie seit 15 Jahren an Weihnachten hatte, und sie will die mögliche Magie nicht verpassen, wenn Castle sein Geschenk öffnet.

„Natürlich," versichert er ihr schnell. „Treff dich am Baum."

Kate grinst und schlendert zurück zum Jackenschrank, öffnet die Tür, um die ordentlich verpackte Schachtel aus ihrer Tasche zu holen, eine kleine Falte im Schneeflockenbedeckten Papier glättend, und folgt ihm und seiner Tochter, um sich um den Baum zu setzen.

„Welche Geschenke machen wir auf?" fragt Alexis, sich von der Couch bewegend um auf dem Ottomanen zu sitzen, Benny treu an ihrer Seite.

„Nur meine," versichert ihr Kate und sieht wie Alexis' Gesicht sich in Horror verzieht.

„Ich habe gar nichts für dich," flüstert sie, eine Hand an ihrem Mund. „Es tut mir so leid, Kate. Ich dachte nicht-"

Kate bewegt sich um vor dem Mädchen zu stehen und legt zwei Hände auf ihre Schulter. „Ich wollte nichts. Mich in deine Familie willkommen zu heißen war mehr als genug, okay?"

Oh – oh nein, die eisblauen Augen seiner Tochter füllen sich mit Feuchtigkeit und sie hatte nicht vor sie zum Weinen zu bringen. Aber dann sind Alexis' Arme um ihre Taille, sie fest umarmend, was Kate kaum erwidern kann, während Benny gegen ihre Wade stößt.

„Ich habe das Gefühl, ich verpasse hier gerade einen sehr schönen Moment," beschwert sich Castle und beide Frauen lachen, lösen sich voneinander, damit Kate sich zu den Geschenken begeben kann, die dekorativ um den Baum verteilt liegen. Sie zieht das kleinste vom Haufen, und übergibt es Alexis bevor sie sich neben Rick niederlässt, und das Geschenk, was sie für ihn in ihrer Wohnung verwahrt hat, in seine Hand zu legen.

„Ich habe dir gesagt, ich brauche nichts," murmelt er den Tadel und sie lehnt sich an ihn, krümmt ihre Finger über den definierten Muskel seines Bizepses, während sie ihr Lächeln über seine Wange gleiten lässt.

„Zu spät," grinst sie, ein erfreutes Funken in seinen Augen aufkommend, bevor sie sich dem Geschenk in seiner Hand zuwenden.

„Oh wow," ruft Alexis aus, ein paar Schritte entfernt, den schlichten, goldenen Anhänger hochhaltend, ihm erlaubend unter dem Schein des Weihnachtsbaums zu schimmern.

„Es gefällt dir?" versichert sich Kate, Castles Hand in Dankbarkeit mit ihrer bedeckend, als sie sich versichernd um ihr Knie legt. „Ich weiß es ist nicht viel, aber es schien dein Stil zu sein, also-"

„Nein, nein, ich liebe es! Es ist perfekt, danke," strahlt Alexis, die Kette bereits um ihren Hals legend.

„Eins geschafft," neckt Castle und Kate schnipst gegen sein Ohr, beißt in Erwartung auf ihre Lippe, während sie ihn dabei beobachtet, wie er die kleine Schachtel auswickelt, den Deckel mit seinem Daumen nachfahrend, sobald das Weihnachtspapier weg ist.

„Lass mich bloß nichts fallen lassen, oder es verkehrt herum öffnen," warnt er und sie kichert, ein Versprechen murmelnd, als er endlich den Deckel öffnet.

Da ist eine Lage Seidenpapier auf der weichen Polsterung des Bodens, die die Schachtel aufweist, das er problemlos entfernt. Das Kribbeln von Nerven und Aufregung, dreht sich in ihrem Magen, als seine Finger sich um das Armband der Uhr schließen, seine Brauen ziehen sich in Konzentration zusammen, als er sie aus der Verankerung löst und das graue Band studiert, das versilberte Ziffernblatt. Seine Augen weiten sich, als er über den Streifen Braille in der Mitte fährt, die Platten, die als Zahlen dienen, um die Zeit anzuzeigen.

„Whoa, das ist so cool," murmelt Alexis, herumkommend um über Kates Schulter gucken zu können und einen besseren Blick zu haben. „Es sieht so futuristisch aus."

Castle ist noch immer stumm, gefangen in der Untersuchung, aber seine Augen sind in einem Ausdruck von Bewunderung übergegangen, den sie erkennt und sie atmet erleichtert aus.

„Ja, es schien genau das richtige für deinen Dad zu sein," gluckst Kate. „Die kleine Platten rotieren mit der Zeit, also kannst du fühlen wie es sich ändert. Aber wenn du es nicht magst, können wir uns andere Versionen angucken, oder ich kann es einfach zurückgeben und dir was Anderes-"

Er unterbricht sie mit dem süßen Druck seines Mundes, dem starken Druck seiner Arme um ihre Schultern, sie an seine Seite ziehend.

„Ich liebe dich," murmelt er gegen ihre Lippen und ihr Herz steigt mit den Worten. „Ich liebe dich so sehr, Kate."

Sie erwidert seinen Kuss, wissend, dass seine Tochter zuschaut, aber sichergehend, dass er ihre Antwort auf ihren Lippen schmecken kann.

„Liebe dich auch," flüstert sie, lächelnd und mit ihrem Finger seinen Kiefer entlang fahrend, während seine um ihren Nacken gelegt bleiben, über ihre Wirbelsäule fahren.

„Mach sie mir um?"

Kate hilft ihm dabei, die Armbanduhr auf seinem Handgelenk zu befestigen, während er mit den kleinen Knöpfen spielt, die die Platten kontrollieren, die richtige Zeit einstellt, seinen Daumen über die silberne Oberfläche gleiten lassend, um sicherzugehen, dass er es richtig gemacht hat.

„Wie hast du die gefunden?" fragt er sobald er mit seinen Mühen zufrieden ist.

„Viel onlinesuche," gibt sie zu, ihr Kinn auf seiner Schulter ablegend, die Uhr an seinem Handgelenk bewundernd. „Es gibt eine Organisation, die versucht die Auswahl solcher Sachen für Blinde zu verbessern."

„Endlich," murmelt Alexis, und lässt sich auf die Couch fallen, auf den Platz neben ihr klopfend und Benny die Erlaubnis erteilend zu ihr zu kommen. „Ich hab ihm mal eine spezielle Uhr gekauft, er hat sie gehasst."

„Nicht wahr," streitet Castle, einen Finger im Protest hebend. „Ich habe die Geste geschätzt und es war eine schöne Uhr, nehme ich an, aber es hat sich angefühlt, wie eine Uhr, die ich brauche, wenn ich 70 bin."

„Er hat gesagt, ich habe ihm eine Uhr für alte Männer gekauft, und hatte dann eine mini Midlife-Crisis," berichtigt Alexis, über Castles verblüfftes Gesicht grinsend.

„Sie hat gesprochen! Ich will keine Uhr, die mit mir redet!"

„Ich war fünfzehn! Ich habe nur versucht dich glücklich zu machen!"

„Okay ihr zwei, kommt runter," gluckst Kate. „Die sprechende Uhr ist eine Sache der Vergangenheit."

„Aber die Narben, die sie hinterlassen hat, sind noch immer sehr präsent."

Kate muss sich ducken, um dem Kissen, das Alexis nach ihm wirft, auszuweichen.

„Schön auf den Blinden," schnaubt Castle, als das Kissen sein Kinn trifft. „Ich dachte, ich habe dich besser erzogen."

Das Klingeln von Kates Handy unterbricht Alexis' Antwort und sie seufzt, weiß schon, dass es ihre Erinnerung ist, dass sie gehen muss.

„Schwänz," murmelt Castle in ihr Ohr und sie schnaubt ein Lachen, aber schüttelt ihren Kopf.

„Ich wünschte, das könnte ich, aber es gibt kein Platz dafür bei den Weihnachtsschichten," seufzt Kate, ihre Beine unter sich entfaltend, und aufstehend um sich zu strecken.

„Danke nochmal für das Geschenk, Kate," sagt Alexis, während sie von der Couch aufsteht, um sie zum Abschied zu umarmen. „Und dass du mit uns Mittag gegessen hast."

„Es war mir ein Vergnügen," antwortet Beckett, mit einer Hand über Alexis' seidenes rotes Haar fahrend, bevor sie sich zurück zieht

Castle begleitet sie zur Tür, Benny ihnen folgend, und sie lässt sich Zeit damit ihre Arme durch den Mantel zu führen, den er für sie hält, sich hinhaltend. Sie hätte nie gedacht, dass sie Weihnachten wieder genießen kann, nicht nach dem Tod ihrer Mutter und besonders nicht nach dem ihres Vaters, aber zum ersten Mal in zu langer Zeit, wünscht sie, sie hätte sich nicht für die Weihnachtsschicht eingetragen.

„Komm heute Abend wieder, wenn du willst." Seine Hand an ihrem Gesicht ist mittlerweile mehr als bekannt. Die Art wie er leicht ihre Haut entlang fährt, ihre Gesichtszüge, die Suche ihres Ausdruck mit seinen Fingerspitzen überraschend angenehm.

Sie erwartete nicht, dass er einen Schlüssel in ihre Hand legt und ihre Augenbrauen heben sich unter seinem Daumen, bei dem kühlen Messing in ihrer Hand.

„Jetzt musst du nicht klopfen und Benny muss nicht den gesamten Haushalt wecken, um uns von deiner Ankunft zu erzählen," sagt er schulterzuckend, sie ein wenig nervös anlächelnd. Ihr wurde nur von einem anderen Mann ein Schlüssel angeboten und sie erinnert sich noch an die Panik, die sich in ihrer Brust breitgemacht hat, das überwältigende Bedürfnis zu rennen; sie hat den Schlüssel zu Will Sorensons Apartment nicht angenommen.

Aber ihre Finger krümmen sich um Castles.

„Ich schau, was ich tun kann, aber versprich mir nicht auf mich zu warten," mahnt sie ihn leise. „Ich schaffe es am Weihnachtsabend kaum zu einer Anständigen Uhrzeit nach Hause."

Er seufzt. „Versprochen, aber ich lass meine Schlafzimmertür offen, du darfst mich gern mit einem Überraschungsüberfall wecken."

„Igitt, senk deine Stimme, Dad," stöhnt Alexis von der Couch und Kate versteckt ihr Lachen in seiner Wange.

„Nochmal, ich schau was ich tun kann. Jetzt geh dich auf die Couch zu Alexis und Benny setzen, und erfreu dich an der heutigen Sondersendung von Ist das Leben nicht schön."

Sie erdrückt sein Schmollen mit einem Kuss, bevor sie sich entfernt und den Schlüssel sicher in ihrer Manteltasche verstaut.

„Sei vorsichtig," flüstert er und sie dreht ihr Gesicht in seine Handfläche, die noch an ihrer Wange liegt, ihre Lippen auf die weiche Haut drückend.

„Ich geb mein Bestes. Viel Spaß beim Essen mit deiner Familie."

„Ich versuch's," murmelt er in einem übertriebenen Atemzug, die Tür für sie öffnend, und sie ist fast verleitet einen Weg zu finden, zu bleiben, wieder ein Teil einer Familie zu sein.

Sie schmiert ein letztes Lächeln an seine Wange und beeilt sich stattdessen den Flur hinunter, bevor sie zu spät kommt.


Ihre Schicht ist um neun zu ende, aber um zehn ist sie in einer Morduntersuchung vergraben, die weitere drei Stunden dauert. Um Mitternacht, wirkt sie wie der Tod auf Latschen und wird von Montgomery aus dem Revier geordert, der eigentlich nicht mal selbst da sein soll. Zu müde zum Diskutieren, nimmt sie ihre Dinge auf, zieht ihren Mantel an und verlässt das Zwölfte mit einem unbekannten Gefühl von Erleichterung.

Kate hat nicht geplant zum Loft zurück zu kehren, aber fährt auf Autopilot dahin, park ihren Crown Vic in seiner Straße und begrüßt Vincent, den Türsteher mit einem müden Lächeln. Sie steckt den Schlüssel in seine Tür und schlüpft um Ein Uhr morgens geräuschlos in das verdunkelte Loft.

Sie hält sich nicht daran auf ihren Mantel in den Schrank zu hängen, lässt ihn stattdessen auf dem Sessel fallen, während ihre Füße sie durch sein Arbeitszimmer zu der angelehnten Tür seines Schlafzimmers schleifen. Kate fühlt ihr Herz beim Anblick der offenen Tür weicher werden, erinnert sich an seine Worte von vorhin aber hat es nicht wirklich erwartet, dass er es auch tut, und drückt sie auf. Castle schläft, zum Glück, sein Gesicht ins Kissen gedrückt, sein Arm über die leere Seite des Bettes gestreckt, und sie nimmt es als Einladung.

Sie entledigt sich ihrer Arbeitskleidung und wühlt durch seine Kommode nach einem seiner T-Shirts , und dann gleitet sie in sein Bett, schlüpft unter die Decke, und den ausgestreckten Arm, und kuschelt sich an seine warme Seite.

„Kate?" fragt er undeutlich, öffnet seine Augen und blinzelt in die Dunkelheit, und sie summt, streicht eine Hand durch sein Haar.

„Schlaf weiter," flüstert sie und er nickt, nutzt den Arm um sie herum, um sie näher zu sich zu ziehen, während er sich auf seine Seite dreht.

Sie lächelt in seine Brust, während er sich an sie kuschelt und einen Oberschenkel über ihr Bein legt. Wenn sie nicht so erschöpft wäre, würde sie sie umdrehen, und etwas angemessene Zeit in seinem Bett verbringen, aber den Mantel seines Körpers um sich zu haben, die Winterkälte aus ihren Knochen ziehend und sie in das Gefühl von Heimat wickelnd, ist genauso befriedigend.

„Frohe Weihnachten, Kate," murmelt er, zurück in den Schlaf fallend, und sie seufzt, drückt einen Kuss gegen seine Kehle.

„Frohe Weihnachten, Castle."