Habe während des Schreibens (Ha! Genitiv!) auf Dauerschleife „Place je passe" von Mozart Opera Rock angehört. Würde das Lied dazu empfehlen!

Es ist leider ein sehr kurzes Kapitel. Es hat sich bei jedem einzelnen Satz regelrecht gegen mich gewehrt. Ich versuche, so bald wie möglich ein neues hochzuladen.

Ch19:

[Wut steigt in mir auf. Eragon entzündet sein Schwert und richtet es auf ihn. „Wer bist du?" Es klingt mehr wie ein Schrei als eine Frage.

OH, DU DARFST MICH GERNE SCHATTEN NENNEN. IHR SEID ES NICHT WERT, MEINEN NAMEN IN DEN MUND ZU NEHMEN!"]

202020ERAGON202020

Schattens Blick scheint mich zu durchboren.

Ich fühle mich genauso hilflos wie bei meinem Kampf gegen Galbatorix, als wir alle von seiner Magie gefangen waren.

Nein. Das hier ist schlimmer.

Seine Aura der Macht alleine wäre schon schlimm genug gewesen. Aber wenn er unsere Angriffe so leicht abwehren kann, wie sollen wir ihn besiegen? Ich weiß nicht mal, ob Scott noch lebt! Sind wir denn immer noch nicht stark genug?

Schatten hebt die Hand und befiehlt seinen Truppen den Angriff. Mir liegt ein Stein in der Brust. Selbst wenn wir die unglaubliche Horde besiegen können, gegen ihn können wir nicht gewinnen!

Die Orks stoßen grauenhafte Laute aus und stürmen auf uns zu. Ein weiteres Mal versuche ich, meine Magie gegen sie einzusetzen, immer noch erfolglos!

Um mich herum stürzen sich die anderen in den Kampf, mit Ausnahme von Rin. Er kniet neben Scott und untersucht ihn auf irgendwelche Lebenszeichen. Ich kann nur hoffen, dass wir hier alle lebend entkommen…

Ich schlage mich durch die Reihen der Orks. Reflexe übernehmen den Kampf. Irgendwo erstrahlt ein helles Licht, als Legolas sich mit einem der Balryg duelliert. Wann immer Legolas' Dolche auf die Klinge des Balrogs treffen, zuckt ein Lichtblitz über das Schlachtfeld.

Der andere Balrog liefert sich einen heftigen Schlagabtausch mit Percy und Carter. Ihre Gesichter sind so voller Angst. Sie sind noch Kinder!

Der Rest von uns kämpft gegen die Horden unseres Feindes. Es ist kein Ende in Sicht!

Es müssen mindestens zwei Tausend von ihnen sein, wir sind nur zu sechst! Und die Hälfte von uns kämpft an anderen Stellen!

Ein Ork nutzt mein kurzes Zögern und greift mich von hinten an. Ich wirble herum und pariere den Schlag, nur wenige Zentimeter vor meiner Schulter. Sie drängen von allen Seiten auf mich ein, ihre Augen blitzend und mordlüstern. Selbst nach so langer Zeit des Kampfes schreckt mich dieser Blick noch ab. Ein weiteres Schwert zuckt auf meinen Rücken zu, gleichzeitig eines von der Seite. Ich kann nicht beide abwehren!

Ein leuchtender Energiestab zuckt dazwischen und schlägt das hintere Schwert weg. Ohne Zeit zu verlieren blocke ich den rechten Stoß. Chase bewegt sich mit, so dass wir Rücken an Rücken stehen. Eine Armee wäre mir lieber, aber es ist ein Anfang. Ein besonders harter Hieb lässt mich leicht taumeln. Sekunden später trennt uns eine Axt voneinander weg, und die Orks tun alles, um uns getrennt zu halten. Getrennt bedeutet verletzlich.

Ein markerschütternder Schrei hallt über das Schlachtfeld und lässt die Orks für einen Moment erstarren. Unter Legolas' Hand sinkt der Balrog zusammen, sein Feuer erlischt und die Schatten verschwimmen. Die Orks sehen sich verunsichert um, damit hatten sie nicht gerechnet.

Danach schaltet mein Gehirn auf reine Reflexe um. Ich blocke, schlage, weiche aus, wiederholen. Ich weiß nicht, wie lange ich gekämpft habe, als meine Arme langsam müde reiße mich zu dem Geschehen zurück und sehe mich um. Die meisten von uns kämpfen mit letzter Kraft.

Der zweite Balrog ist zwar auch besiegt, aber gefühlte Millionen Orks bringen ihr Werk zu dem angestrebten Ende. Legolas, Carter und Percy sind durch ihre Kämpfe deutlich ausgelaugter als der Rest von uns. Chase wirkt erschöpft, kämpft aber weiter.

Und dann ist da noch Rin. Er beschützt Scott so gut er kann, aber die Orks erkennen ein schwaches Ziel und überrennen ihn beinahe! „Chase!", brülle ich. Sein Kopf fliegt herum, während er sich mit seiner molkularen Kinese die Gegner vom Leib hält. Er folgt meinem Blick, nickt mir zu und sprintet zu ihnen hinüber. Rins Erleichterung ist förmlich zu spüren.

Ein weiterer Ork springt auf mich zu. Ich hebe Brisingr, aber bin zu langsam. Ich kann den Schlag nur ablenken. Eisen beißt in meine Schulter. Ich höre mich selbst entsetzt aufkeuchen und springe zurück. Die anderen Orks kommen mit neuem Elan auf mich zu. Und in diesem Moment wird mir klar, dass wir verloren haben.

Es ist vorbei.