Bleach und der Halbblutprinz

Von: Eradona

Vorbemerkung der Autorin:
Hier ist es... Das zweite Buch der Bleach-Harry Potter Crossover Trilogie. Es basiert auf dem 6. Buch / Jahr, Harry Potter und der Halbblutprinz. Während es nicht unbedingt notwendig ist, die erste Geschichte, Harry Potter and the Order of the Bleached Phoenix, gelesen zu haben, werde ich mich ab und an auf Ereignisse darin beziehen, wodurch ihr möglicherweise etwas verwirrt werdet. Die Geschichte beginnt im Sommer zwischen dem fünften und sechsten Jahr... Und unnötig zu sagen, dass mir weder Harry Potter noch Bleach gehören; diese gehören den jeweiligen Autoren, ohne deren Genie wir nicht die originellen Geschichten oder Charaktere hätten, die wir alle so lieben.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Hallo und willkommen zurück! Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Ostertage :-)
Bitte denkt daran, dass Eradona mit der Voraussetzung arbeitet, dass Masaki keine Quincy, sondern eine Hexe war. Als die Geschichte zuerst veröffentlicht wurde (2011) lag die Familiengeschichte der Kurosakis noch weitgehend im Dunklen. Auch dass Ichigos Hollow sein eigentlicher Zanpakuto-Geist ist, kam erst später heraus. Diese Geschichte ist damit vollständig AU.
Bitte habt Nachsicht mit mir, wenn die Updates etwas sporadisch kommen. Ich werde die Geschichte auf jeden Fall komplett übersetzen, aber ich bin voll berufstätig und habe daher nicht viel Zeit...
Das Original der Geschichte findet ihr unter "www. fanfiction.(net/) s/ 7673707/1/ Bleach-and-the-Half-Blood-Prince" (ohne Klammern und Leerzeichen)

Jetzt aber genug der Vorrede!


Kapitel 1

Bei Tagesanbruch herrschte im Fuchsbau, dem Haus der Familie Weasley, ein totales Chaos. Gepäck war nach dem Zufallsprinzip neben der Tür aufgestapelt. Menschen rannten umher, stießen gegeneinander als sie sich plötzlich an dieses, jenes oder etwas anderes erinnerten, und versuchten in letzter Minute noch etwas einzupacken. Mit anderen Worten, es war das übliche Chaos der letzten Minute, direkt bevor du in die Ferien fährst.

"Du brauchst dir um Hedwig keine Sorten zu machen, Harry mein Lieber", sagte Mrs. Weasley zu einem der Teenager, der sein bestes tat um fertig zu werden. "Wir werden uns gut um sie kümmern, während du in Japan bist..."

"Vielen Dank", sagte Harry Potter dankbar zu ihr, da er wusste, dass seine geliebte Schneeeule in guten Händen war. Er hatte ein paar Galleonen im Haus versteckt (zwischen Kissen gesteckt), damit die Weasleys denken würden, dass sie aus einer Hosentasche gefallen wären; er wusste, dass sie zu stolz wären, sie ansonsten anzunehmen. Er dachte, dass der älteste Sohn, Bill Weasley, oder Remus Lupin als er zu Besuch war, ihn dabei bemerkt hatten, also hatte er keine Sorge, dass sie nicht gefunden würden. Er würde außerdem seine Sachen für das anstehende Schuljahr in Rons Zimmer lassen, genau wie Hermine ihre in Ginnys Zimmer ließ. Es würde ihnen Zeit und Mühe sparen, wenn sie nach Hogwarts zurückkehrten, und Harry hatte nicht den Wunsch, in den Ligusterweg zurückzugehen, nicht einen Tag länger als er es musste.

"Um wieviel Uhr sollten sie kommen?" fragte Mr. Weasley Fred, als dieser an ihm vorbei rannte.

"Äh..." der Zwilling kam rutschend zum Halten und sah auf die Uhr. "Bald. Es gibt einen Zeitunterschied von elf Stunden, oder sowas in der Art.."

"Acht - es gibt einen Zeitunterschied von acht Stunden", korrigierte ihn Hermine Granger. "Es gibt keinen Zeitunterschied von elf Stunden zu Tokio. Am nächsten kommst du dem in Neufundland und Labrador, in Kanada. Da sind's elfeinhalb..." (1)

"Na gut, Hermine, Fred hat ein paar Stunden daneben gelegen", Ron verdrehte die Augen, als er seine Taschen überprüfte. "Wissen wir, wer uns abholen wird?"

"Keine Ahnung - Tatsuki hat gesagt, dass man eine Menge Energie benötigt - dieses Reiatsu - um das Tor auf der anderen Seite offen zu halten, also glaube ich nicht, dass Ichigo kommen wird", erwiderte Fred, der eine Liste überflog und seine Tasche durchging um sicherzugehen, dass alles darin war.

"Wieso das denn?" fragte Ron verblüfft.

"Nun, es steht zu vermuten, dass er derjenige sein wird, der das Tor auf der anderen Seite offen hält, da er die meiste Energie hat, oder nicht?" Hermine verdrehte die Augen, als sie Ron ansah. Harry schüttelte nur den Kopf und verbarg ein Grinsen. Er war an das Geplänkel zwischen seinen beiden besten Freunden gewöhnt. Tatsächlich erinnerte es ihn ziemlich an Ichigo und Rukia.

"Oh, richtig. Nehme ich an..."

Harry grinste. Neben dem Besuch von Hogwarts und zu lernen wie man ein Zauberer wird, und den dunklen Zauberer Voldemort zu bekämpfen, war die bevorstehende Reise nach Japan das Aufregendste, was ihm je passiert war. Während ihres fünften Jahres in der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei hatten sie das Glück gehabt, dass mehrere Austauschschüler aus Japan zu ihnen gestoßen waren, die ihre Freunde geworden waren - Fred hatte sich sogar sehr mit jemandem angefreundet. Wären sie nicht gewesen, dachte Harry, hätten er und die anderen die katastrophale Begegnung möglicherweise nicht überlebt, die inzwischen allseits als der Kampf um das Ministerium bekannt war. Dieser Kampf hatte das Leben seines Patenonkels, Sirius Black, gekostet, etwas, weswegen er immer noch tiefe Trauer fühlte. Eine Zeit lang hatte er auch gedacht, dass sie auch Ichigo, einen der japanischen Teenager, verloren hätten, als dieser zwischen Harry und Voldemort getreten war. Jedoch war der andere Junge beim Festmahl zum Schuljahresende aufgetaucht und hatte einen depressiven Tag in ein viel fröhlicheres Ereignis verwandelt. Die Japaner kannten Magie, die ihm und seinen Freunden unbekannt war, zusätzlich noch ein paar der Zauber von Ichigos Mutter - nach seinen Briefen an Harry zu urteilen übersetzte er sie immer noch und stellte sie nach - die sich als extrem nützlich erwiesen hatten. Wo gerade die Rede davon war... (2)

"Oh, hey Leute..." Harry wühlte in seiner Tasche und zog eine Handvoll elektronischer Geräte in verschiedenen Formen und Farben hervor, die er auf den Tisch legte.

"Hey! Das sind diese ehm, wasauchimmer die Ichigo hatte..." sagte Neville Longbottom, der die Seite seiner Nase rieb. Er war ebenfalls von den Japanern eingeladen worden und begleitete sie auf der Reise. Es war für ihn sehr aufregend, hierbei einbezogen zu werden. Er hatte es nicht erwartet, obwohl er Harry ins Ministerium begleitet und es geschafft hatte, im Gegensatz zu allen anderen bei Bewusstsein zu bleiben. Eingeladen - einbezogen - zu werden, wenn er immer als eine Art Witzfigur betrachtet worden war - war ein Meilenstein für ihn. Seine Großmutter hatte deswegen geweint, dass er tatsächlich mit Harry Potter befreundet war, und als Ichigo ihr einen langen und sehr höflichen Brief geschrieben hatte (von dem er vermutete, dass Rukia ihn stark bearbeitet hatte), war sie nicht in der Lage gewesen, nein zu sagen.

"Ja - mein Vetter, Dudley, hat sie weggeworfen - er macht sie ziemlich oft kaputt - also habe ich sie mir geschnappt, als sie in den Müll gewandert sind. Reparo funktioniert bei ihnen ziemlich gut, bringt sie sofort wieder in Ordnung. Ich habe auch Ichigos Energiezauber getestet. Alle funktionieren. Ich halte nicht viel von Dudleys Musikgeschmack, aber ich schätze einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul..."

"Wen kümmert's?" Ron schnappte sich sofort einen orangefarbenes Gerät. "Cool! Danke, Harry!"

"Wirklich? Die sind für uns?" fragte Luna Lovegood mit großen Augen, während sie mit einem pinkfarbenen Gerät hantierte, als würde es jeden Moment verschwinden. Sie hatte ursprünglich geplant, mit ihrem Vater auf die Suche nach dem Schrumpfhörnigen Schnachkackler zu gehen. Aber dann hatte sie beschlossen stattdessen mit ihnen nach Japan zu gehen, als das Zeitungsgeschäft ihres Vaters plötzlich boomte und er nicht fahren konnte. Ginny hatte sich bereits einen purpurfarbenen genommen und die Zwillinge zwei identische silberne Einheiten.

"Danke, Harry!" sagte Neville, der mit genauso großen Augen auf sein unerwartetes Geschenk, einen kleinen grünen iPod, schaute. Das war wirklich mehr, als er erwartet hatte.

"Hermine?"

"Nun..." Sie zögerte, als sie auf die iPods hinunter starrte. "Tatsächlich habe ich schon einen... aber..." sie nahm sich einen hübschen blauen Player. "Ich weiß, dass dieses eine Diktierfunktion hat. Sehr nützlich für Notizen..." Alle grinsten sie einfach an.

"Also Fred - vergiss nicht..." sagte George - zum wahrscheinlich hundertsten Mal.

"Ich weiß - ich soll nach Artikeln suchen. Tatsuki und Ichigo haben sich schon ein bisschen für uns umgesehen, und ein paar Orte für mich gefunden, die vielversprechend aussehen." Zu ihrer Überraschung und Freude hatte Ichigo zusätzlich in ihren Scherzartikelladen investiert. Mit dem Vermögen, das ihm zur Verfügung stand und mit einigen der Sprüche und Zaubertränke, die er entdeckt hatte, hatten sie es mit ihm als Investor gut getroffen. Er leitete die Mittel durch Bill über Gringotts. Als Mrs. Weasley ein paar Zweifel wegen seines Engagements geäußert hatte, hatten Ron und Harry ihr gesagt, dass er das wegen Tatsuki machte. Sie war Ichigos älteste Freundin, wie eine Schwester oder eine Kusine - wenn sie und Fred sich also so nahe waren wie alle dachten, standen die Chancen nicht schlecht, dass Ichigo und die Weasleys eines Tages 'verwandt' sein könnten. Und er wollte sicherstellen, dass Fred finanziell für sie sorgen konnte. Nicht, hatte Ron gesagt, dass Ichigo jemals Tatsuki gegenüber andeuten würde, dass sich jemand um sie kümmern müsste - das war ein todsicherer Weg, um sich Knochenbrüche einzuhandeln. Das war jedoch etwas, das Mrs. Weasley verstehen konnte, und ließ sie ein Faible für den Jungen entwickeln, den sie nur einmal am Bahnsteig gesehen hatte - der, der sich auch vor mehrere Todesflüche gestellt hatte, um Harry zu beschützen...

"Die Pflöcke sind platziert", sagte Bill, als er das Haus betrat. Vor ein paar Tagen war ein großer bekannter japanischer Riesenfischuhu mit einem eingewickelten Paket angekommen. Dieses Paket hatte zwei ausgefallene Pfähle samt Bedienungsanleitung enthalten... Sie sollten sie dort, wo sie das Tor öffnen wollten, im Abstand von drei Metern in den Boden treiben. Bill war gerade draußen gewesen und hatte sie platziert. Wegen des Zeitunterschieds von acht Stunden mussten die Teenager früh aufstehen, um gegen Mittag in Japan anzukommen. Bill hatte außerdem am Tag zuvor ihr Taschengeld für sie in Yen getauscht, da die Zaubererbevölkerung in Japan sich nicht von Muggeln, oder Weltlichen, getrennt hielt, sondern sich eher untermischte und sich in aller Öffentlichkeit verbarg. Wie Poes Entwendeter Brief, hatte Hermine gesagt, aber nur Harry hatte verstanden, was sie meinte. Japanische Zauberer benutzten japanische Yen, gingen in weltliche japanische Geschäfte, mischten sich unter normale weltliche Japaner... Sie wohnten neben ihnen, redeten mit ihnen, redeten wie sie, arbeiteten sogar mit ihnen zusammen, ohne dass jemand einen Unterschied bemerkte. Sie waren ziemlich aufgeregt zu sehen, wie man dort drüben lebte. Es war durchaus möglich, dass ein paar dieser Ideen ihren Weg zurück nach England finden konnten. Mr. Weasley, der Begeisterung für alles hegte, was Muggel hieß, war von der Idee besonders fasziniert.

"Seid ihr alle bereit?" lächelte Bill die versammelte Gruppe an. Sie alle nickten mit verschieden starkem Gähnen, Grinsen und Aufregung.

"Habt alle Spaß und genießt den Aufenthalt!" sprudelte es aus Molly Weasley hervor, als sie die versammelte Gruppe Teenager betrachtete. "Aber seid vorsichtig!"

"Und achtet auf euer Geld, gebt es nicht in nur einem Laden aus!" ermahnte sie Arthur Weasley. Da die Geldmittel der Weasleys sehr eng bemessen waren... war diese Ermahnung wohl begründet. Bill und die Zwillinge hatten Ron und Ginny ein bisschen zugesteckt und Charlie, ein weiterer Bruder, hatte ihnen ebenfalls etwas geschickt. Nevilles Großmutter war so glücklich und stolz darüber gewesen, wie er sich während des Kampfes um das Ministerium geschlagen hatte, dass sie den Rest der Familie dazu genötigt hatte, für seine Sache zu spenden. Und da die Umlaufrate des Klitterers seit dem selben Ereignisses durch die Decke gegangen war, hatte sich ihr sehr stolzer Vater bei Lunas Taschengeld als sehr großzügig erwiesen. Ihr Vater, der schon immer Potter und Dumbledore unterstützt hatte, war sehr darüber erfreut, dass seine Luna offenbar Teil von Potters innerem Kreis geworden war.

"Wie lange dauert es noch?" fragte Ron wieder, der langsam ungeduldig wurde, was die Abreise anging.

Wie zur Antwort steckte Remus Lupin seinen Kopf durch die Tür. "Sie sind da!" rief er. Jeder schnappte sich eine Tasche und rannte hinaus, wo sie sahen, wie japanische Shoji-Türen aufglitten und den Blick auf zwei weibliche Gestalten freigab. Die erste athletische Gestalt trug ein leichtes T-Shirt und kurzgeschnittene Cargo-Hosen, und die andere, sehr kurvige, einen blumigen Rock und ein ungewollt enges Oberteil. Die erste trat heraus und kam schnell auf das Haus zu, während die andere knapp im Inneren des Tors stehen blieb.

Fred stürzte vor um das ankommende Mädchen in eine feste Umarmung zu schließen, worauf sie ein "Oompf" und jeder andere ein gut gelauntes Kichern ausstieß. Mrs. Weasley war ebenfalls ihrem Sohn hinterher geeilt, bereit Tatsuki zu umarmen, sobald Fred sie losließ.

"Tatsuki, Liebes, wie geht es dir?"

"Mir geht es gut, Mrs. Weasley. Und Ihnen?" Tatsuki errötete leicht als sie Molly anlächelte und war froh, dass sie sich umdrehen konnte, um vergnügt die anderen Mädchen zu begrüßen, die ebenfalls überglücklich waren, sie zu sehen. Es wurden reichlich Umarmungen und Küsse verteilt, während sich Hermine, Ginny und Luna um sie drängten. Natürlich mussten alle Hallo sagen und Grüße an alle ausrichten, die die Reise nicht unternommen hatten. Vor allem Lupin wollte Grüße an die anderen senden, die er im vorigen Sommer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste unterrichtet hatte, und Bill schickte einen Gruß an Ichigo, den einzigen der Gruppe, den er wirklich kannte. George war zu dem Tor hinüber gewandert und hatte angefangen mit dem dort stehenden Mädchen zu plaudern, das jetzt errötete...

"Sind alle bereit?" fragte Tatsuki. "Das Tor auf dieser Seite offen zu halten, wird für Orihime nicht schwer werden, aber es könnte anfangen, Ichigo auf der anderen Seite zu erschöpfen."

Es erklang ein Chor von begeisterten "Ja"-Rufen, während alle nach draußen zum Tor eilten und den versammelten Erwachsenen eilig Abschiedsgrüße zuriefen.

"Wir müssen echt einen Zahn zulegen. Er hat zwar Hilfe, aber die meiste Arbeit bleibt an ihm hängen", warf Tatsuki über die Schulter zurück, während sie den Weg zurück ins Tor vorging.

Orihime lächelte die immer noch zusehende Gruppe freundlich an. "Bitte entfernen Sie die Pflöcke, wenn sich das Tor vollständig geschlossen hat. Arigato und Sayonara!" sagte sie mit einem fröhlichen Grinsen.

"Machen wir", versicherte ihr George, während sie sich umdrehte und zuließ, dass sich die Türen schlossen. Der zweite Weasley-Zwilling seufzte und drehte sich zu den anderen um, die noch herumlungerten. "Das", sagte er, "ist eine echt süße, sexy Braut!"

"George!" seine Mutter schüttelte nur den Kopf, während sie zurück ins Haus ging, um mit ihrer Hausarbeit zu beginnen.

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"Wie lange dauert die Reise?" fragte Hermine, während sie Tatsuki dicht hinterher eilte.

"Wir brauchen ungefähr fünfzehn Minuten, wenn wir trödeln", lautete die Antwort. "Es funktioniert nicht unmittelbar, wie Apparieren, oder so schnell wie ihr alle sagt, dass Thestrale sind. Aber für uns funktioniert's."

"Aber ihr braucht jemanden an beiden Enden, um es offen zu halten..." sagte Harry verwirrt. Er hatte sich über die Tore gewundert, als er sie das erste Mal gesehen hatte, aber da hatte er andere Sorgen gehabt. Wie den Tod von Sirius und den Gedanken, dass Ichigo ebenfalls tot war... Und er hatte nie Gelegenheit gehabt, danach zu fragen. Natürlich hatte Tatsuki ihm das einzige Mal, bei dem er mit ihr nach der Katastrophe im Ministerium gesprochen hatte, die Nase gebrochen. Er erwartete nicht von ihr, dass sie sich dafür entschuldigte, das wollte er auch nicht. Er hatte es verdient gehabt.

Tatsuki schüttelte den Kopf. "Nur in diesem Fall. Ich kann das Tor nicht selber öffnen oder auch nur offen halten. Orihime kann es offen halten, aber nicht selber öffnen. Tatsächlich war es eher eine Sache der Logistik..." Tatsuki zuckte die Achseln. "Ichigo kann beides, ebenso wie Toshiro, Momo und Rukia." Natürlich erwähnte sie nicht die Tatsache, dass nur die Shinigami beides tun konnten, weil sie noch nicht über Shinigami Bescheid wussten. Sie wollte außerdem nicht, dass sie etwas mit dem unheimlichen wahnsinnigen Clown zu tun bekamen, der die ehemalige Kompanie von Urahara leitete... selbst wenn das Tor in einer Zusammenarbeit der beiden entstanden war.

"Oh."

Weiter hinten stellte sich Orihime Neville und Luna vor... und die drei diskutierten nun über Schlibbrige Summlinger, Schrumpfhörnige Schnarchkackler, Umbumblige Schlitzfatzer, Nargel und Schlickschlupfe. Nur Luna wusste, was sie waren. Soweit Harry wusste, könnten es auch Wesen aus den Tiefen des Weltalls sein. Dem Klang ihrer Unterhaltung nach zu urteilen schien es, als würde das fröhliche Mädchen Luna glauben... und sie schien aus demselben Holz geschnitzt zu sein wie die jüngere Ravenclaw. Harry und Ron brauchten ein paar Minuten um sich daran zu erinnern, dass sie diejenige gewesen war, die gegen Anfang ihres fünften Schuljahres die ziemlich interessanten Brownies gebacken hatte, die Toshiro Professor Snape gegeben hatte, um sie als neue Art von Gift klassifizieren zu lassen... Was Fred anging, war dieser einfach nur glücklich wieder in Tatsukis Nähe zu sein, während sie alle über ihre möglichen Noten diskutierten und wie viele Z.A.G.s sie wohl bekommen hatten. Tatsuki dachte, dass Uryu seine Z.A.G.s alle mit fliegenden Fahnen bestehen würde. Sie war sich ebenfalls ziemlich sicher, dass Ichigo mit mehreren abschließen würde. Sie alle lachten über die Beschreibung ihrer japanischen Prüfung im Juni am Tag nachdem sie nach Hause zurückgekehrt waren...

"Hat Ichigo das wirklich getan?" fragte sie Ron, dessen Augen groß wurden als er zuhörte, wie sie den Test beschrieb.

"Oh ja. Dieser Typ hatte ihn schon den ganzen Tag wegen seiner Haarfarbe nicht in Ruhe gelassen. Als ihm also der Aufsichtsführende sagte, dass er den schwierigsten ihm bekannten Zauber in Verwandlung ausführen sollte, konnte er der Versuchung nicht widerstehen, den Idioten in ein Kaninchen zu verwandeln..." sie machte bei dem Gedanken daran ein finsteres Gesicht. "Dieser Kerl hat es wirklich herausgefordert. Er hat sich über Ichigo und Orihimes Haare lustig gemacht und versucht, sich sowohl an Rukia als auch an Momo ranzumachen. Wenn er nichts dagegen unternommen hätte, hätte ich es getan. Ihr habt alle mitbekommen, wie besitzergreifend Rukia ist. Ihr hattet keine Gelegenheit, Ichigo in Aktion zu erleben, weil er in Hogwarts bereits alle in die Flucht geschlagen hatte, die möglicherweise an ihr interessiert sein könnten." Sie erwähnte nicht, dass Momo inzwischen seine Vizekommandantin und damit seine Untergebene, und Ichigo damit verantwortlich für sie war... das stand noch auf einem ganz anderen Blatt.

"Und er hat deswegen keinen Ärger bekommen?" fragte Hermine erstaunt.

"Nö - tatsächlich schienen die Prüfer ziemlich beeindruckt zu sein. Soweit ich weiß haben er und Uryu die besten Testergebnisse von allen erzielt", sagte Tatsuki mit einem stolzen Lächeln. Rache kann ganz schön weh tun, dachte sie.

"Sogar Zauberkunst?" fragte Harry mit einem Grinsen. Alle lachten. Je einfacher der Zauber, desto mehr Schwierigkeiten hatte Ichigo damit. Allerdings hatte er keinerlei Probleme mit den schwierigeren Sprüchen. Gab man ihm einen Zauber aus dem ersten Jahrgang, würde sich sein Zauberstab stur stellen und einfach nicht mehr sein, als ein verziertes Stück Holz. Wenn man ihm allerdings einen Zauber auf UTZ-Niveau abverlangte... und niemand an der Schule, außer vielleicht Uryu oder Hermine, kam an sein Niveau heran. Tatsächlich... hatte sein Zauberstab manchmal seinen eigenen Kopf und beschloss, Zauber auszuführen, während er sich in seiner Tasche befand, und er mit jemanden nur darüber redete. Er hatte gelernt, sehr vorsichtig damit zu sein, wo er seinen Zauberstab hin steckte... und worauf er zeigte.

"Er war sehr dankbar, als er die Worte 'führen Sie den schwierigsten Zauber aus, den Sie kennen' gehört hat", lachte sie, und die anderen lachten mit ihr. "Tatsächlich weiß ich, dass der Botschafter Kopien unserer Zensuren zugeschickt bekommen wollte... Also würde es mich nicht überraschen, wenn in Zukunft noch mehr japanische Schüler in Hogwarts auftauchen, da wir uns alle so gut geschlagen haben! Soweit ich weiß war er sehr erfreut über die Ergebnisse, und hat sogar einen entsprechenden Brief an Professor Dumbledore geschickt."

Die Aufregung der Gruppe wuchs, als sie Licht sahen. Sie wuchs weiter, als sie zwei Gestalten im offenen Durchgang lehnen sahen. Einer trug eine Brille, der andere hatte helles, stachliges Haar. Ohne es zu bemerken gingen sie schneller.

"Hallo zusammen", Ichigo warf ihnen ein schiefes Grinsen zu. "Zum Ausgang nach Karakura Town, Japan, hier entlang."

"Bitte achtet bei eurem Weg nach draußen darauf, wohin ihr tretet", fügte Uryu mit einem schwachen Lächeln hinzu. Offenbar war er eingesprungen, um Ichigo mit dem Tor zu helfen und ihm etwas von der Anstrengung abzunehmen.

Sie waren die letzten beiden, die aus dem Tor traten und es sich hinter ihnen schließen ließ. Die Gruppe Besucher sah sich um. Sie waren in einem staubigen Hinterhof, vor etwas, das wie ein verlassener Gemischtwarenladen aussah. Eine Plakette schwang sanft im Wind, und sie sahen, dass "Eulenpost - Eingeschränkter Halt" darauf stand. Sie mussten blinzeln, da die Buchstaben andauernd zwischen japanischen Schriftzeichen und Englisch hin und her wechselten... Magie, dachten sie und fragten sich, was ein Muggel (oder Weltlicher, der in Japan bevorzugte Begriff) sehen würde, wenn er es ansah.

"Kommt schon", sagte Ichigo und bedeutete ihnen, ihm zu folgen, während er auf den Eingang des Ladens zuging. Ein Mann, der einen grünen Mantel, hölzerne Sandalen und einen grün-weiß gestreiften Anglerhut trug, trat heraus. Harry erkannte ihn sofort als Urahara. Er hatte den blonden Ladeninhaber getroffen, als dieser mit Ichigos Vater und Großvater sowie dem japanischen Botschafter nach Hogwarts gereist war, um Harry und Ichigo über den Ministeriumsspitzel mit dem schlechten Benehmen, Professor Dumbridge... eh, Umbridge zu befragen. Ichigo war dazu übergegangen, sie Dumbridge zu nennen, und die gesamte Schule - sogar die Professoren - hatten den Namen aufgenommen. Harry war die Kinnlade nach unten geklappt, als Ichigo ihm erzählt hatte, dass Professor McGonagall den Spitznamen benutzte. Natürlich waren ihm auch ein paar passende Namen für Voldemort und den Zaubereiminister eingefallen... Namen, bei denen sogar Harry sich dabei ertappte, dass er sie benutzte. Er fragte sich, was für Namen sich Ichigo im nächsten Jahr einfallen lassen würde.

"Willkommen! Willkommen!" sagte der Mann leutselig. "Bitte, kommt rein!"

"Es ist wirklich zu heiß, um sich draußen aufzuhalten", sagte Uryu. "Vor ein paar Tagen hat eine unerwartete Hitzewelle eingesetzt, die immer noch anhält."

"Danke, ehm..."

"Urahara Kisuke - oder wie ihr Engländer sagen würdet, Kisuke Urahara."

"HERMINE!"

Hermine stieß ein unerwartetes, mädchenhaftes Kreischen aus und schlang ihre Arme um Rukia, wobei ihr Ginny und Luna kurz danach Gesellschaft leisteten. Tatsuki und Orihime lachten über das Wiedersehen, das Tatsuki bereits hatte über sich ergehen lassen.

"Mädchen", murmelte Ron. Ichigo schnaubte.

"Lass sie das ja nicht hören. Nicht, wenn du weiterleben willst."

"Setzt euch, setzt euch!" drängte Urahara, während Eistee serviert wurde. Der Gruppe wurde Chad vorgestellt, ein sehr großer, stiller Teenager, den sie Mitte Mai kurz mit Orihime am Bahnhof Kings Cross gesehen hatten. Ichigos bester Freund, wie Rukia den Mädchen zuflüsterte - und mehrere Minuten lang war der Raum voller Stimmengewirr, während sie sich gegenseitig über das, was sie seit ihrer Trennung unternommen hatten, auf den neuesten Stand brachten.

"Wo sind Momo und Toshiro?" fragte Luna endlich, während sie sich umsah.

"Ah..." Ein paar Blicke wurden gewechselt. "Sie bereiten euer Nachmittagsprogramm vor..."

"Was?" alle lehnten sich eifrig vor um herauszufinden, was sie für den Tag geplant hatten.

"Nun, es ist so heiß..."

"Wir haben uns gedacht, wir kühlen uns ab..."

"Indem wir an den Strand gehen!"

"Normalerweise wäre es wegen der Hitzewelle richtig voll. Aber..."

"Jemand hat genug Geld, um den gesamten Strand für den Tag zu mieten."

Bei diesen Worten drehten sich alle zu Ichigo um, der nur die Augen verdrehte.

"Der Strand..." sagte Luna verträumt. "Ich glaube, ich bin noch nie am Strand gewesen... Ich meine, an einem richtigen Badestrand..."

"Ich weiß, dass ich das noch nie war!" sagte Neville aufgeregt. "Brauchen wir Badeanzüge und all das Zeug?"

"Keine Sorge, das ist alles erledigt. Schließlich ist das ein Geschäft", lächelte Urahara sie alle an.

"Wie kommen wir da hin?"

"Wo..."

"Was..."

"Wie..."

Alle lachten, als ihre Besucher sie mit Fragen bombardierten. Sie hörten schließlich damit auf und lachten ebenfalls.

"Was ist mit unseren Sachen?" fragte Harry mit einem Seitenblick auf den Stapel Taschen, die sie in einer Ecke des Raums hatten fallen lassen.

"Keine Sorge - die sind hier bei Tessai vollkommen sicher", Urahara wedelte mit einer Hand. "Kein Problem."

"Ehm..." Das war Ginny. "Ich weiß, dass Sie gesagt haben, dass Sie alles arrangiert haben, aber wir können nicht alle am selben Ort unterkommen..."

"Oh, haben wir euch das nicht gesagt?" Rukia blinzelte sie an und die Gruppe schüttelten die Köpfe. "Ups, sorry. Schätze, wir waren zu aufgeregt..."

Darauf gab es noch mehr Gelächter. Es war bei der Art wie die Mädchen sich begrüßt hatten, ziemlich offensichtlich gewesen, dass sie extrem begeistert und glücklich gewesen waren, sich zu sehen.

"Nun, Miss Weasley, Sie haben Recht - selbst ich kann nicht alle hier unterbringen - vor allem falls Abarai-kun unerwartet auftaucht, wie ich es von ihm erwarte", Urahara grinste die Gruppe an. Ichigo verdrehte die Augen und warf Harry und Ron einen Seitenblick zu, die beide bei seinem Gesichtsausdruck lachen mussten. Ja, dachten beide; Ichigo erwartete ebenfalls, dass Renji Abarai, der für Rukias Bruder arbeitete, irgendwann mit dem Auftrag von diesem auftauchte, sie im Auge zu behalten. Obwohl Ichigo ihnen nicht sagen konnte, dass Renji eine Beförderung erhalten hatte und nun ein Kommandant genau wie Ichigo war. Sie würden es nicht verstehen, da sie nichts über die Soul Society wussten.

"Also - Sie und Miss Granger werden bei Miss Arisawa bleiben. Miss Lovegood wird bei Miss Inoue untergebracht. Die Herren Weasley werden beide bei Sado-kun unterkommen - tut mir leid, Mr. Weasley, der Vater von Miss Arisawa hat gesagt, dass Sie herausfinden würden, wie gut er in Verwandlung war, wenn Sie bei ihnen bleiben würden (dies verursachte einiges Gekicher). Mr. Longbottom wird bei Ishida-kun untergebracht, und Mr. Potter wird bei Kurosaki und Kuchiki bleiben."

Mehrere Augenpaare richteten sich auf Ichigo und Rukia.

"Ach, kriegt eure Gedanken aus der Gosse", Rukia warf ihnen wütende Blicke zu, sogar während sie errötete. "Ich teile mir ein Zimmer mit seinen Schwestern."

Ehe irgendjemand auf die Idee kommen konnte, die beiden noch weiter aufzuziehen, erschien eine Hauselfe mit den Armen voller knallbunter Stoffstücke. Sie trug einen kleinen blauen Rock, eine weiße Bluse und einen hellblauen Schal, alles sauber und sorgfältig gebügelt. Ihre großen Augen leuchteten und funkelten.

"Ah, danke Winky", sagte Ichigo und lächelte sie an. Die Hauselfe machte einen schnellen Knicks.

"Braucht Meister Ichigo noch etwas?" fragte sie mit schriller Stimme.

"Nein, es ist gut, danke."

"Dann wird Winky zu Miss Yuzu zurückkehren", sagte sie mit einem weiteren Knicks und verschwand.

"Wow", sagte Ron mit großen Augen. "Das war Winky? Sie hat ausgesehen - wow."

Winky war einmal die Hauselfe der Familie Crouch gewesen und hatte den Auftrag erhalten, Hüterin und Wärterin von Barty Crouch Jr. zu sein, nachdem dessen Mutter mit ihm in Askaban die Plätze getauscht hatte. Sie war dort gestorben und Crouch Jr. war von seinem Vater, der berüchtigt dafür gewesen war, Todesser zu einem Aufenthalt in Askaban zu verurteilen, jahrelang im Haus der Familie gehalten worden. Er hatte gegenüber seinem Sohn keine Gnade gezeigt, aber in einem Moment der Schwäche seiner sterbenden Frau nachgegeben. Jr. war schließlich zurück zu Voldemort geflohen, die arme Winky war hinausgeworfen worden, weil sie bei ihrer Aufgabe versagt hatte, und Jr. hatte letztendlich seinen Vater getötet, und Mad Eye Moody - den aktuellen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste - gefangen gesetzt dessen Platz eingenommen. Jr. hatte versucht, Harry von Dumbledore zu isolieren, aber ehe er dazu gezwungen werden konnte, alles zu erzählen, hatte ihn der damalige Minister Fudge den Dementoren übergeben und die Wahrheit war unentdeckt geblieben. Allein und außer sich hatte Winky einen Platz in Hogwarts erhalten, aber die arme Hauselfe war voller Selbsthass und Verzweiflung gewesen, hatte sich mit Butterbier betrunken und hatte trotz der besten Versuche von Dobby dem Elfen keinerlei Fortschritte gemacht.

Bis Yuzu Kurosaki sie gefunden und Anteil an ihrem Missgeschick genommen hatte.

Im Lauf des Jahres hatten Yuzus Sorge und Freundschaft - und Ichigos Dankbarkeit ihr gegenüber, dass sie auf seine kleine Schwester aufgepasst hatte, wenn er es nicht konnte - das geschafft, was all die Sorge von Dobby und Dumbledore nicht geschafft hatte. Winky hatte angefangen, aus ihrer Depression aufzutauchen.

Am Ende des Jahres hatten die drei Kurosakis Professor Dumbledore darauf angesprochen, ob sie Winky mit nach Japan nehmen konnten. Dieser hatte sich mit Botschafter Watanabe in Verbindung gesetzt und sie hatten Winky erklärt, wie Hauselfen sich in Japan verhielten. Weniger als einen Tag nachdem sie nach Hause gekommen waren, hatte Winky sich zu ihnen gesellt - gerade rechtzeitig um Karin und Yuzu vor einem Angriff durch Arrancar zu beschützen.

Kisuke wusste nicht, ob es nur Winkys Ergebenheit Yuzu gegenüber gewesen war, die ihr die Kraft verliehen hatte, oder ob alle Hauselfen die Fähigkeit hatten, einen Espada zu vernichten. Er untersuchte das noch.

"Winky hat sich gut entwickelt, seit sie hier ist", stimmte Tatsuki zu. Ihr Gesichtsausdruck sagte, wie stolz sie auf die Erholung der kleinen Hauselfe war.

"Ab und zu macht sie einen Rückschritt und trinkt ein Butterbier", seufzte Ichigo.

"Aber sie hat mehrere wirklich gute Krankenschwestern", sagte Orihime, das Gesicht volle Mitgefühl. "Sie bringen sie sicher in Kurosaki-kuns Wandschrank unter..."

"Im Wandschrank?!"

"Es ist ein sehr bequemer Wandschrank", schnaubte Rukia entrüstet. Seit Winky ihn mit Beschlag belegt hatte, konnte sie ihn nicht mehr benutzen. "Er hat mich darin vor seiner Familie versteckt, zwei... Monate... lang..." Ihre Wangen wurden flammend rot und ihre Stimme verebbte, als ihr klar wurde, was sie gerade gesagt hatte, und dass alle Augen sich auf sie gerichtet hatten.

"Oh?"

"Wirklich?"

"Wie war das?"

"Ehm, das ist eine lange Geschichte..." sagte sie schwach und sah hilfesuchend zu Ichigo hinüber - aber dieser starrte zur Decke und pfiff leise vor sich hin. Sie war diejenige, die sich die Suppe eingebrockt hatte; sie konnte sie auch selber auslöffeln.

"Eine sehr lange Geschichte", nickte Orihime, die versuchte ihrer Freundin zu helfen, während sie mit dem Spracharmband herumspielte, dass Urahara ihr für den Besuch gegeben hatte.

"Wir haben Zeit!" beharrte Neville, der sich begierig vorbeugte. Er wollte die Geschichte unbedingt hören!

"Eine sehr, sehr lange Geschichte", Uryu schüttelte den Kopf. Chad nickte zustimmend während Urahara hinter seinem Fächer grinste.

"Bitte?" bettelte Ron. Er wollte diese Geschichte auch hören. Ichigo hatte Rukia in seinem Wandschrank versteckt? Vor seiner ganzen Familie? Zwei Monate lang? Wie hatte er das geschafft? Und viel wichtiger - was war in dieser Zeit zwischen den beiden vorgegangen?

"Vielleicht wenn wir alt und grau sind", wich Rukia mit brennenden Wangen aus.

||Oder tot und begraben,|| fügte Ichigo hinzu, was einiges Husten und Grinsen verursachte, das ihre britischen Freunde nicht wirklich verstanden.

"Aber dennoch - ein Wandschrank?" sagte Hermine stirnrunzelnd. Wie konnten sie eine Hauselfe in einen Wandschrank stecken?

"Er steckt voller sehr bequemer Futons, er hat doppelte Breite und wenn er ihn offen lässt, kann er von seinem Schreibtisch und seinem Bett aus hineinsehen, also kann er sie im Auge behalten", argumentierte Rukia. "Eine flauschige Decke und ein paar Kissen und er ist wirklich sehr bequem. Wenn ich da rein passe, kann das auch ein Hauself."

"Tatsächlich habe ich Winky auch darin gefunden, wenn es ihr gut ging", sagte Ichigo mit einem Schulterzucken. "Sie macht dort ein Nickerchen. Es ist jetzt ihr Wandschrank. Alle ihre Sachen sind darin."

"Aber..."

"Hermine - sie mag ihn", warf Uryu ein. "Als sie das erste Mal darin aufgewacht ist, hat sie angefangen zu weinen, dass er für jemanden wie sie viel zu schön wäre. Und Dobby hat sie besucht und ihn gesehen - er war total überwältigt davon, wie gut sie versorgt ist. Und wenn er damit zufrieden war, glaube ich nicht, dass du etwas dagegen haben solltest." Bei dieser Episode war er sogar zugegen gewesen. Ein flennender Hauself hatte eine sehr hohe, durchdringende Stimme, die in den Ohren weh tat...

"Für einen Hauself ist er wie eine kleine Wohnung", fügte Tatsuki hinzu. "Und Ichigo sitzt die ganze Zeit über bei ihr und kümmert sich um sie..." inzwischen leuchtete das Gesicht des Teenagers so rot wie sein Haar normalerweise war. Normalerweise, denn er hatte die Kontrolle über seine Kräfte als Metamorphmagus verloren und sein Haar hatte angefangen, zwischen mehreren verschiedenen Farben zu wechseln. Er wurde - auf eine Art - durch die Ankunft von zwei Frauen gerettet, von denen Harry eine erkannte: Sie hatte mokkafarbene Haut und ihr Haar einen Purpurstich - Yoruichi, die Frau, nach der Ichigos Katze benannt war. Die zweite war jünger, mit einer genauso üppigen Figur und kurz geschnittenen, blonden Haaren. (3)

"Uh oh", neckte Yoruichi, währende sie mit der Hand durch seine blondgesträhnten Haare wuschelte, "hier ist jemand verlegen."

"Halt die Klappe", murmelte Ichigo, der versuchte, seine Haar- und Augenfarbe wieder in den Normalzustand zu versetzen. Alle lachten ihn aus.

"Ihr alle, das hier ist Yoruichi Shihoin", Yoruichi ließ sich neben Kisuke fallen und warf ihm ein anzügliches Grinsen zu. "Und das hier ist Midori-chan", Midori winkte fröhlich und der Rest wurde ihnen vorgestellt.

Da Harry der Einzige war, der Yoruichi schon einmal gesehen hatte, zog sie im Besonderen die Aufmerksamkeit auf sich, da alle wussten, dass Ichigos 'Katze' nach ihr benannt war... ohne zu wissen, dass sie in Wirklichkeit diese Katze war. Sie wussten nicht, dass sie sie in ihrer Katzengestalt nach Hogwarts begleitet hatte, allen nachspioniert und Harry im Auge behalten hatte, wenn sie es nicht konnten. Außerdem hatte ihre spitzbübischen Natur sie dazu gebracht, Mrs. Norris, die Katze des Hausmeisters zu terrorisieren, bis diese einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte.

"Na, wie war die Reise hierher?" fragte sie und grinste sie an.

Alle fingen gleichzeitig an zu antworten, mit Antworten, die den gesamten Bereich zwischen 'cool', 'toll' und 'interessant' abdeckten.

Sie lachte. "Gut. Also, sind alle bereit für den Strand?" sie wurde mit eifrigem Nicken belohnt. "Ichigos Vater ist mit den Zwillingen schon dort, Momo und Toshiro bauen auf..."

"Großartig!"

"Vielleicht - ihr kennt meinen Vater noch nicht wirklich", ächzte Ichigo, der sich bereits die Katastrophe vorstellte, die zwangsläufig durch Isshins Beteiligung bevorstand. Das Einzige worauf er hoffen konnte war, dass Byakuya, Ukitake und Unohana in der Lage sein würden, ihn im Zaum zu halten. Er hatte Yamamoto buchstäblich angebettelt, die anderen drei für einen Tag herüber zu schicken, um die 'Illusion' für ihre Freunde aufrecht zu erhalten... Als er endlich zugegeben hatte, dass er Hilfe dabei brauchte, seinen Vater unter Kontrolle zu halten - hatte Yamamoto sehr schnell zugestimmt. Er hatte versucht, Isshin außen vor zu halten... und war gescheitert. Also war er auf die Knie gesunken und hatte einen ziemlich überraschten Yamamoto um die Hilfe angefleht. Als der alte Mann jedoch gehört hatte, dass Isshin plante, sich einzumischen... hatte er den drei Kommandanten befohlen, hinüber zu gehen, um den Anschein zu wahren - und den Patriarchen der Kurosakis zu beaufsichtigen.

"Orihime-chan, möchtest du, dass ich Lunas Sachen in die Wohnung bringe? Ich bin gerade auf dem Weg dahin", bot Midori an.

"Oh! Würdest du? Das wäre großartig!" schwärmte Orihime. Sie sah zu Luna hinüber. "Midori-chan ist meine Mitbewohnerin. Allerdings ist sie nicht oft da."

"Du kommst nicht mit uns zum Strand?" fragte Luna sie.

Midori schüttelte den Kopf. "Nein. Ich muss arbeiten..." nur die Einwohner von Karakura Town wussten, dass sie die für dieses Gebiet zuständige Shinigami war, und ihre 'Arbeit' darin bestand, die Stadt und ihre Bewohner vor Hollows zu beschützen.

"Oh, hey - Ichigo..." Harry sah ihn an. "Ich schätze nicht, dass deine Mutter auch einen Zauber dafür hatte, die Festplatten von diesen Dingern zu löschen oder Musik zu überspielen, oder?"

"Hmm?" Ichigo hob verwirrt eine Augenbraue, bis sie alle ihre Music Player auf den Tisch legten... und er schief grinste. "Ah... nun... das war ein wenig vor der Zeit der iPods..." er nahm Harrys Gerät hoch um durch den Inhalt zu scrollen und zuckte zusammen. "Lass mich raten - dein Cousin?"

Harry nickte. "Ziemlich schlimm, huh?"

"Nun, ich persönlich würde das meine Katze nicht hören lassen... oder selbst meine Eulen", seufzte er. Er reichte ihn Chad, den ortsansässigen Musikexperten. Der Mangel an Ausdruck auf seinem Gesicht, der nur von einem Grunzen begleitet wurde, sagte Ichigo eine ganze Menge. Dies war Musik, die Chad noch nicht einmal in seine riesige Sammlung lassen würde. "Lass mich eine Minute nachdenken..."

Einen Festspeicher zu löschen wäre dasselbe wie das Löschen einer Erinnerung - und sie hatten bereits Zauber zum Ändern von Erinnerungen. Inhalt hinzuzufügen sollte genauso sein, wie die Erinnerungen von jemandem an ein Ereignis zu verändern - auf dieselbe Art wie Kingsley es im letzten Jahr mit der kleinen petzenden Freundin von Cho Chang in Dumbledores Büro getan hatte... Der einzige Unterschied war, dass er es mit Hardware zu tun hatte, nicht mit einem Gehirn. Er stand auf und machte ein finsteres Gesicht, während er mit dem kleinen Player aus dem Raum ging. Alle starrten ihm nach, als er die Tür leise hinter sich schloss und Rukias Augenbrauen schossen nach oben, als sie sah, dass er sie mit Danku geschützt hatte... (4)

"Was..." sie schoss aus ihrem Stuhl hoch, aber Yoruichi hielt sie am Arm fest.

"Er hatte einen Grund, das zu errichten", sagte sie der kleineren Shinigami. "Er will nicht, dass das was er tut, jemanden hier draußen beeinflusst..."

Nach ein paar angespannten Minuten wurde der Schild gesenkt und Ichigo kam aus dem Zimmer. Augenblicklich sprang Rukia ihn an und fing an ihn zu schlagen. Die anderen brachen in Schweiß aus, als sie zusahen, wie sie ihm eine gnadenlose Tracht Prügel verpasste.

"Mach das nie, nie...!" schrie sie ihn an und landete endlich einen festen Tritt, der ihn rückwärts stolpern ließ.

"Jesses, Winzling! Versuchst du, mich zum Krüppel zu schlagen?" er humpelte zu seinem Stuhl hinüber, ließ sich darauf fallen und massierte sein Schienbein. "Hier", er gab Harry dessen Player zurück. Während Ron ihm über die Schulter schaute, sah Harry hindurch - um festzustellen, dass das Einzige auf dem iPod die ursprüngliche Programmierung war. Dudleys komplette fürchterliche Musik und die Videos waren gelöscht.

"Wie... was hast du gemacht?" fragte er Ichigo erstaunt. Sogar Hermine wirkte verblüfft.

Ichigo zuckte die Achseln als wäre es keine große Sache. "Hab' den Erinnerungszauber verändert..."

Uryu nickte. Er verstand augenblicklich, was er getan hatte, und Hermine stieß einen leisen Ruf aus.

"Natürlich! Die Musikplayer arbeiten mit Erinnerungsspeicher... wie klug! Ich hätte daran denken sollen!"

Tatsuki tätschelte Fred das Knie, als dieser verwirrt drein schaute. "Mach dir deswegen keine Gedanken. Du müsstest die Technik der Weltlichen verstehen, um daraus schlau zu werden..."

"DU IDIOT!" Rukia verpasste Ichigo einen Schlag über den Kopf. "Wenn das schief gelaufen wäre, hättest du deine eigene Erinnerung löschen können!"

Ichigo seufzte, während er sie von sich weg hielt und warf einen bedeutungsvollen Blick zu Orihime hinüber, die leise gehüstelt hatte. Rukia setzte sich eingeschnappt wieder hin.

||Du Esel. Sie wird nicht immer da sein, um dir den Hintern zu retten, weißt du.||

Ihre Besucher konnten nur schwach lächeln. Anscheinend änderten sich einige Dinge nie.


Anmerkungen der Autorin:

(1) Wenn es zum Beispiel in London Sonntag 2:13 morgens ist, ist es in Tokio 10:13 morgens. In Casablanca und Reykjavik wäre es 1:13 morgens; die nächste Zeitzone ist St. Johns, Neufundland und Labrador, Kanada mit 10:43 abends. Mehr Informationen über Daten und Zeiten rund um die Welt: www dot timeanddate dot com/worldclock/custom dot html?sort=2 (englischsprachige Website)

(2) Für die von euch, dies es vergessen haben: Ichigo und seine Schwestern haben ihre Fähigkeiten auf natürlichem Weg erhalten - Masaki war eine Hexe, Vertrauensschülerin für Hufflepuff und Schulsprecherin in Hogwarts. Er übersetzt aktuell ihre Arbeitstagebücher (mit ihrer Unterstützung, da sie in der Soul Society aufgetaucht ist), damit ihre Sprüche und Zaubertränke endlich verwendet werden können. Einer dieser Sprüche war der Energiezauber, der es zulässt, kleine elektronische Geräte wie iPods und andere Musikplayer in der Umgebung von Hogwarts zu betreiben - durch Magie natürlich.

(3) Denkt bitte daran - sie denken, dass Yoruichi die Familienkatze der Kurosakis ist... nicht Yoruichi selbst... (diese würden sie als Animagus bezeichnen). Sie glauben außerdem, dass Unohana und Ukitake wirklich mit Momo und Toshiro verwandt sind.

(4) Bakudo Nummer 81 Danku (Teilende Leere) - Danku schafft eine schützende Energiebarriere in Gestalt einer rechteckigen Wand. Byakuya sagt, dass sie in der Lage ist, Vernichtungszauber bis zur #89 aufzuhalten. Aizen verwendete ihn, um Tessais Hado #88 während des Handlungsbogens "Zurücksetzen des Pendels" zu stoppen. Die Formel ist unbekannt, obwohl Tessai behauptet hat, er gäbe eine. Er wäre wahrscheinlich aber nicht stark genug, um eine von Ichigos Kombinationen aus Zauberstab/Kido-Sprüchen aufzuhalten. Tatsächlich könnte jeder von den Shinigami-Zauberern den Schildzauber durch die Verwendung eines niedrigstufigen Kido überwinden, wenn sie diesen durch ihre Zauberstäbe leiten.