Vorbemerkung der Übersetzerin:
Willkommen zum 2. Kapitel! Ich hoffe, ihr habt alle Himmelfahrt gut überstanden :-)
Lieben Gruß an FeyiAngel, Halariel und LukeElda, die so nett waren, diese Story zu ihren Favoriten zu nehmen - Danke dafür!

Ihr werdet vielleicht bemerken, dass bei den Anmerkungen von Eradona ein paar Mal drei Punkte [...] in der Übersetzung auftauchen. In diesem Fall habe ich Anmerkungen zu Veröffentlichungsterminen oder zu Reviews des Originals, die jetzt keinen Sinn mehr ergeben, weggelassen.

Vorbemerkung der Autorin:
[...] Hier ist das nächste Kapitel, und es ist länger als gewöhnlich - beinahe 17 gedruckte Seiten in MS Word, rund 7 Seiten mehr, als ich üblicherweise schreibe! Und natürlich - ist dies Bleach at the Beach (Sorry, dieses Mal gibt's keine riesenhaften Wassermelonen - aber ihr könnt euch auf ein paar peinliche Mätzchen von Isshin freuen)! Und vielleicht - zusätzlich auch ein kleines bisschen GrimmxNel!

Wie immer gehören mir weder Bleach noch Harry Potter. Es sei denn, ihr zählt die Bücher, Filme und das Zeug, dass ich zum Saubermachen benutze, wenn ich daran denke... schwer zu erledigen, wenn einem immer der Rücken weh tut.

Anmerkungen zum Textformat:
||Die Charaktere sprechen Japanisch||
:Der Zanpakuto-Geist spricht:
:Der innere Hollow spricht:


Kapitel 2

Sobald Rukia es endlich geschafft hatte sich zu beruhigen, aufhörte, ihren Freund zu verprügeln und ihm gestattete, zurück zu seinem Sitz zu humpeln, reichte Urahara Ichigo ein Tagebuch - mit dem Rat, dass er am besten das tun sollte, was seine Mutter gemacht hatte, wenn er damit anfangen wollte, seine eigenen Zauber zu entwerfen. Er seufzte und tat genau das, während die anderen sich für den Strand fertig machten - Hermine nur zögernd, da sie viel lieber mit Ichigo und Uryu besprochen hätte, was er getan hatte. Er versprach, ihr später eine Kopie (auf Englisch) von dem zu geben, was er geschrieben hatte und später mit ihr darüber zu sprechen, was sie ein wenig besänftigte. Sie fand immer noch, dass das, was er tat, faszinierender war und wollte den Gedankengang wissen, dem er gefolgt war, um auf die Lösung zu kommen und darauf, was zu tun war...

"Sie wird darauf herum hacken, bis du wahnsinnig wirst", warnte ihn Uryu leise, was ihm eine Grimasse als Antwort einbrachte.

Sie verbrachten die nächsten zwanzig Minuten damit, Badeanzüge auszusuchen, Gerätschaften zu verstauen und dann fingen die, die apparieren konnten damit an, jene die es nicht konnten, zum Strand zu bringen. Sie nahmen Fred als ersten mit, damit er sie beim Transport der anderen unterstützen konnte. Als Winky sah, dass es Zeit war mit der Party zu beginnen, holte sie alle ab, die im Shoten geblieben waren. Und natürlich musste Momo dieselbe Begrüßung über sich ergehen lassen, die auch die anderen Mädchen beim Wiedersehen erfahren hatten.

"Wow", sagte Neville, während er mit tellergroßen Augen über den Ozean blickte, dessen Wellen ans Ufer rollten. Luna hatte sich auf die Knie fallen lassen und fuhr mit den Händen durch den Sand, nahm eine Handvoll auf und ließ ihn wieder hinunter rieseln, während sie dem Rinnsal fasziniert zusah.

"Schön", sagte sie mit einem dünnen Lächeln.

"Das ist großartig!" rief Ron. Die anderen lachten über seine Ausgelassenheit.

Ichigo beobachtete sie alle und hoffte heimlich, dass dieser Ausflug zum Strand besser ausgehen würde als der letzte, auf dem er mit Shinigami gewesen war. Es waren die meisten derselben Leute dabei. Nur ein paar Mitglieder der SWA fehlten, aber sie hatten stattdessen seinen Vater und Urahara dabei. Er war sich nicht sicher, welche Auswirkungen dieser Tausch haben würde. Wenigstens konnte sich Toshiro dieses Mal nicht in der Strandhütte verstecken - sie würden ihn nicht lassen.

"Willkommen! Willkommen!" Isshin hüpfte auf und ab, bis ihm Karin in den Hintern trat, was ihn der Länge nach hinfallen ließ. Winky, die eine mit Fläschchen vollgestopfte Kiste in den Armen hielt, trottete direkt über ihn hinweg, als sie auf Ichigo zuging, um ihm die Kiste zu überreichen. Einer ihrer Füße landete direkt auf seinem Hinterkopf und drückte ihn tiefer in den Sand. Isshin richtete sich auf und spuckte den halben Strand aus. Winkys Aktion überraschte sie. Dies war definitiv nicht die Winky, an die sie sich erinnerten. Ihre Zuneigung besonders Yuzu und Ichigo gegenüber... überraschte Harry, obwohl er Anfänge davon in Hogwarts hatte aufflimmern sehen. Was war mit ihr passiert? Er beschloss, Ichigo später danach zu fragen. Sie hatten vor Kurzem ein bisschen über Winky gesprochen, aber... dies war etwas anderes als das, was er nach dem Gespräch erwartet hatte.

"Danke Winky", grinste Ichigo zu ihr hinunter. Sie knickste und eilte fort um Yuzu zu helfen.

"Okay", sagte Ichigo, indem er eins der Fläschchen hervor zog, die zu drei Vierteln mit einer Flüssigkeit gefüllt waren, die nach Schlamm aussah. "Das Wichtigste zuerst. Ihr alle müsst eine von denen hier austrinken."

"Was ist das?" Ron beäugte die schlammig-braune Flüssigkeit zweifelnd, selbst als sowohl Luna als auch Neville nach einem Fläschchen griffen. Offenbar vertrauten beide Ichigo ohne Fragen zu stellen.

"Sonnenschutz - damit ihr nicht verbrennt", erklärte er und verbarg ein Lächeln, als Ginny schnell nach einer griff.

"Warum müssen wir das trinken?" Das war nicht wie die Sonnenschutzlotion, die Harry und Hermine kannten.

"Weiß nicht. Wir müssten meine Mutter fragen, es ist ihr Zaubertrank", er zuckte die Achseln, während er den Rest verteilte. Sobald sie hörten, dass Masaki ihn entwickelt hatte, waren die anderen mehr als bereit, ihn zu benutzen. "Als ich ihn in einem ihrer Tagebücher gefunden habe, habe ich mich daran erinnert, dass sie ihn mir in den Hals gegossen hat, als ich klein war... jedes Mal wenn wir vor die Tür gegangen sind."

"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Ichi-nii jemals einen Sonnenbrand gehabt hätte..." nickte Karin und bestätigte, was er sagte. "Aber er hatte immer eine schöne Sonnenbräune. Wir haben uns gedacht, dass das wahrscheinlich der Grund war."

"Das kann ich bestätigen", sagte eine heitere Stimme hinter ihnen, und als sich alle umdrehten, sahen sie Momos Tante Retsu Unohana dort stehen. Neben ihr standen Toshiros Onkel Jushiro Ukitake und Rukias Bruder Byakuya. "Ich habe ihn untersucht - der Zaubertrank ist bei ihm immer noch sehr aktiv. Ob es nun daran liegt, dass seine Mutter ihm soviel davon gegeben hat - oder weil er so wirksam ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen." (1)

"Werden wir braun werden?" fragte Ginny mit einem hoffnungsvollen Gesichtsausdruck. Sie hätte nichts dagegen, dass ihre Haut einen schönen goldenen Schimmer bekam... Vielleicht würde sie dann nicht jedes Mal Sommersprossen bekommen, wenn sie ihre Nase aus der Haustür steckte. Vielleicht könnte ihr Ichigo den Zaubertrank geben, und wenn es nicht zu schwierig war, könnten ihre Eltern ihn herstellen - oder sie selber. Oder vielleicht könnte Ichigo es für sie tun... Verdammt, vielleicht könnte Ichigo sich etwas einfallen lassen, um die Sommersprossen loszuwerden, die sie schon hatte!

"Nun, ich denke ihr werdet nicht so braun werden wie Ichigo-kun, oder sogar Sado-kun, aber vielleicht ein wenig", lächelte Unohana sie sanft an. Sie hatte eine Kopie von jedem der Zaubertränke seiner Mutter... mit dem zusätzlichen Vorteil, dass sie direkten Zugang zu Masaki hatte. Und offenbar hatte diese begonnen, wieder zu forschen, etwas, das Unohana sehr nützlich fand, da Masakis Zaubertränke oft Heiltränke waren.

Ichigo bemerkte, dass sowohl Harry als auch Neville es tunlichst vermieden, sowohl Kommandantin Unohana als auch Yoruichi anzusehen. Er wollte sie auslachen, tat es aber nicht. Er hatte bemerkt, dass beide dieselben ziemlich freizügigen Badeanzüge trugen, die sie auch bei der letzten Strandparty angehabt hatten... Obwohl Rukia einen neuen trug, der ihn ständig in ihre Richtung blicken ließ, einen schönen, purpurfarbenen Zweiteiler, der zu ihren Augen passte und obwohl er nicht zu freizügig war, durchaus erkennen ließ, dass sie nicht den Körper eines Jungen hatte. Tatsächlich würde er sogar darauf wetten, dass sie seit dem letzten Mal, als er sie im Badeanzug gesehen hatte, etwas mehr Figur bekommen hatte... Aber da Byakuya sie mit Argusaugen beobachtete, musste er beim Anlinsen diskret sein. Sehr diskret.

Nachdem sie ein wenig im knie- bis hüfthohen Wasser herumgeplanscht hatten, kam es bei der Gruppe zu dem, was Orihime 'Paarkämpfe' nannte. Selbst Tatsuki sah deswegen verblüfft aus, und sie kannte Orihime besser als jeder andere.

"Paarkämpfe?" Luna zog die Nase kraus. "Was ist das?"

"Das Mädchen muss bei dem Jungen auf die Schultern klettern und wir versuchen uns gegenseitig hinunterzustoßen!" sagte Orihime fröhlich. "Ich wähle Sado-kun!" Einige stöhnten auf, da sich niemand vorstellen konnte, dass irgendwer sie von seinen Schultern stoßen könnte.

"Komm schon, wir schaffen das!" Tatsuki griff Freds Hand, gerade als Rukia beinahe Ichigos Arm ausrenkte, als sie ihn heftig ins Wasser zog, damit er trotz seiner heftigen Proteste mitmachte.

"Vergiss es!" hörten sie Toshiro rufen, aber er wurde trotzdem von Karin nach draußen gezerrt. "KARIN!"

"Nun, ich muss meine Brille abnehmen, damit bin ich blind wie ein Maulwurf, aber ich mache mit", sagte Uryu, der sich mit einem ernsten Gesichtsausdruck Luna zuwandte.

Luna blickte mit einem vagen Lächeln zurück. "Ich dirigiere dich", sagte sie endlich.

"Geht mir genauso", nickte Harry, fühlte aber ein seltsames enttäuschtes Ziehen im Magen, als sich Ginny mit Ron zusammentat. Er sah fragend zu Hermine herüber, die mit den Schultern zuckte und ihm dann zunickte.

"Wir können genauso gut mitmachen; alle anderen machen mit. Es sieht komisch aus, wenn wir wegbleiben."

Neville drehte sich zu Mizuiro um, der ihn im Gegenzug ansah... und die beiden sahen dann zu Momo und Yuzu hinüber, die sie beide anlächelten.

"Ach, kommt schon!" lachte Yuzu und ergriff Nevilles Arm. "Das wird dir Spaß machen!"

"Ich schätze, dann bleiben wir über", sagte Mizuiro mit einem entschuldigenden Schulterzucken.

"Schon okay", sagte Momo mit einem Lächeln. Sie war sich sicher, dass ihr Kira dieses eine Mal vergeben würde.

"BILDER! ICH BRAUCHE BILDER!" rief Isshin aus, während er in Kreisen herum rannte und nach einer Kamera suchte, während ihn die ganze Zeit die drei anderen Kommandanten, Yoruichi und Urahara amüsiert beobachteten. Endlich streckte Yoruichi einen Fuß aus und stellte ihm ein Bein, was ihn mit dem Gesicht nach vorn über den Sand rutschen ließ, wo er vor Unohana zum Halten kam, während seine Shorts ein paar Meter hinter ihm liegen blieben.

"Sie haben etwas verloren, Kurosaki-san", sagte sie mild, während ihr Blick zu seinem nackten Hintern glitt.

"ACK!" Seine Hände flogen auf seine Rückseite, der Byakuya den Rücken zugedreht hatte, damit er sie nicht sehen musste. Es war Ukitake, der ihm endlich ein Handtuch zuwarf - ob nun aus Freundlichkeit oder damit er Isshins Nacktheit nicht ansehen musste, blieb unbekannt. Isshin sprang auf, das Handtuch um sich geschlungen, schnappte sich seine Shorts und verschwand. Diese Szene entging den Leuten im Wasser nicht - die Mädchen hatten sich alle entweder weggedreht oder die Augen bedeckt, wodurch nur noch Isshins Sohn und der Kommandant der Zehnten Kompanie diesen wütend anstarrten.

"Wer hat den eingeladen?" Toshiro richtete dieses Starren endlich auf Ichigo, der bei diesem Gesichtsausdruck eine Grimasse zog.

"Er hat sich selber eingeladen", Ichigo blickte finster in Richtung seines Vaters und dessen wahnsinnigen Aktionen. "Ich habe versucht, ihn mit einem Bindezauber gefesselt zu Hause zu lassen, aber er hat sich heraus gewunden."

"Das habe ich auch versucht", gab Rukia von ihrer Position auf seinen Schultern zu, als sie endlich einen Blick riskierte um festzustellen, ob sie die Hände von den Augen nehmen konnte. "Und ich glaube, ich habe gesehen, wie Yoruichi dasselbe getan hat..."

"Der Mann ist Houdini - das ist die einzige Erklärung", grummelte Karin. Sie wäre auch glücklicher gewesen, wenn ihr Vater zu Hause geblieben wäre.

"Wie stark ist dein Vater eigentlich?" fragte ihn Toshiro kopfschüttelnd, während er endlich dem Strand den Rücken zukehrte. Sollten sich die anderen Kommandanten um ihn kümmern. Wenn Unohana ihn nicht im Zaum halten konnte, war niemand dazu in der Lage. Außerdem war das der Grund, warum sie hier waren. Er war dabei gewesen, als Ichigo auf die Knie gesunken war und Yamamoto um Hilfe angefleht hatte. Hätte er nicht vor dem Generalkommandanten gestanden, hätte er sich wegen der Szene vor Lachen auf dem Boden gewälzt.

"Keine Ahnung", gab Ichigo mit einem leichten Schulterzucken zu, tat es ihm gleich und wünschte sich, er könnte sich von seinem Vater lossagen. ||Ich weiß immer noch nicht, in welcher Kompanie er war. Keiner will's mir sagen.|| (2)

||Ich scheine auch nichts herausfinden zu können,|| murmelte Toshiro leise, aber er hielt inne, als Neville ausrutschte während er sich Uryu entgegen stellte und er und Yuzu in das kleinere Paar stolperten... und alle vier untertauchten.

"Ja!" Luna riss die Arme hoch - vielleicht ein wenig verfrüht - da sowohl Momo als auch Hermine sich gegen sie zusammenschlossen und sie von Uryus Schultern schubsten. Momo folgte bald, ein Opfer von Ginny, und Harry wurden die Füße unter dem Körper weggefegt, was sowohl ihn als auch Hermine kopfüber ins Wasser fallen ließ.

"Sorry", sagte Ichigo ohne Bedauern, als das andere Paar hustend nach oben kam.

Bald waren nur noch drei Paar übrig. Tatsuki und Fred, Ichigo und Rukia sowie Orihime und Chad.

"Nun, das sollte interessant werden", sagte Yoruichi mit einem Grinsen, während sie Handtücher und Brillen verteilte.

"In der Tat", stimmte Byakuya zu.

"Tatsuki ist zäh und sie hat Orihime unterrichtet..." warf Uryu ein, während er seine Brille wieder aufsetzte.

"Die drei sollten eigentlich ungefähr gleich stark sein. Orihime hat den Höhenvorteil; Rukia ist die mit dem größten Geschick. Wenn Ichigo Chad umwerfen will, kann er das möglicherweise, obwohl das nicht einfach wird..." gab Urahara seine Meinung kund, da er die Fähigkeiten der jungen Leute am besten kannte, mit der möglichen Ausnahme von Yoruichi.

"Ich würde sagen, dass es ihnen auch klar geworden ist", kommentierte Toshiro trocken, als sich die beiden anderen Teams gegen das Paar Shinigami zusammen taten. Sie hielten ein paar Minuten lang stand, wobei Ichigo es schaffte auf den Beinen zu bleiben, indem er auswich und Rukia Schläge von sowohl Tatsuki als auch Orihime abwehrte. Endlich aber, gerade als Ichigo beschloss die Dinge auszugleichen und ein Bein um Freds Bein hakte, bekam Tatsuki ihres unter Rukias Bein und kippte sie von Ichigos Schultern. Alle drei - Fred, Tatsuki und Rukia - tauchten unter, aber nur Fred und Tatsuki kamen spuckend und hustend wieder nach oben.

"Wo ist Rukia?" fragte Ginny alarmiert, während Byakuya losrannte als er sah, dass seine Schwester nicht an die Oberfläche kam.

Ichigo sah sich panisch um, versuchte, genau wie die anderen, ihren spirituellen Druck zu finden. Tatsuki war wieder auf Freds Schultern um einen besseren Überblick zu bekommen, während Orihime, mit dem besten Platz im Haus, diejenige war, die sie entdeckte. "Da!" zeigte sie.

Ichigo tauchte augenblicklich in Richtung des angezeigten Ortes, während Tatsuki auf Freds Schultern auf die Füße sprang und ihn als Sprungbrett benutzte, während Chad in die Richtung watete, in die Orihime immer noch deutete. Nach einer gefühlten Ewigkeit durchbrachen drei Köpfe die Wasseroberfläche und Chad streckte den Arm aus um dabei zu helfen alle auf die Füße zu ziehen.

"Bist du in Ordnung?" fragte Orihime besorgt, während sie zusah, wie Tatsuki und Ichigo Rukia ans Ufer halfen.

Rukia hustete und nickte, während sie sich an den anderen beiden festhielt.

"Da war eine Unterströmung. Sie war nicht stark, aber sie war ungleichmäßig, darum ist sie darin gefangen worden", erklärte Tatsuki, als sie den Strand erreicht hatten.

"Das war Furcht einflößend", sagte Neville mit schreckgeweiteten Augen.

"So lange man vorsichtig ist, geht alles in Ordnung", sagte Uryu zu ihnen. "Man muss sich nur über Unterströmungen und Haie Gedanken machen..."

"Quallen. Ich mag keine Quallen..." sagte Momo, während sie Rukia ein Handtuch reichte, als sie den Platz erreichten, wo all ihr Zeug lag. Unohana untersuchte Rukia kurz - hauptsächlich weil Ichigo und Byakuya ihr voller Sorge nicht von der Seite wichen, verkündete dann aber, dass es ihr gut ging.

"Stachelrochen..." Mizuiro zitterte. "Keigo wurde mal von einem gestochen..."

"Er hat wahrscheinlich überreagiert", seufzte Ichigo und verdrehte die Augen. "Ist mir auch passiert - es war nicht so schlimm, wie es sich wahrscheinlich bei ihm angehört hat."

"Genug! Es ist Zeit zum Essen!" Isshin war zurück und warf sich dramatisch in Positur, während er in Kochmütze und Schürze gekleidet war.

"Du kochst nicht!" protestierte Yuzu, die zu ihm hinüber stapfte und wütend zu ihm hoch sah.

"Aber..."

"ICHIGO!" Sie drehte sich stinkwütend zu ihrem Bruder um, damit er ihr half.

"Ich bin dran, Yuzu", grinste ihr Bruder, hocherfreut darüber, dass seine Schwester endlich ein Rückgrat entwickelte, das mit ihrer erblühenden Figur Schritt hielt. Er war mehr als dazu bereit, sie zu unterstützen, wenn sie sich endlich Isshin entgegenstellte, statt bei seinen kindischen Aktionen mitzumachen. "Bakudo 63: Sajo Sabaku..."(3) Er sah zu der Hauselfe hinüber, während Isshin klagte, dass seine Kinder ihn nicht mehr lieben würden. "Winky, würdest du bitte?"

"Ja, Master Ichigo!" Isshin wurde augenblicklich auf den Kopf gestellt und in die Luft gehoben. Mit dem Ergebnis zufrieden machten sich Yuzu und Winky daran, die Vorbereitungen für das Abendessen zu beenden. Dass er Kido benutzt hatte, war mit einigem Interesse beobachtet worden, und er sah nicht, wie Yoruichi und Unohana, die beide Expertinnen waren, darüber lächelten, wie leicht es ihm gefallen war; Rukias Freude darüber, dass er endlich geschickt darin wurde; Kisukes Grinsen, wie einfach er es gegen seinen Vater angewendet hatte; oder die aufmerksame Art, wie Ukitake und Byakuya ihn beobachteten - damit sie später Yamamoto über seine Fortschritte berichten konnten, da der Generalkommandant sehr interessiert daran war, was für Fortschritte ihr jüngster Kommandant machte. Obwohl Toshiro jünger aussah, war er älter an Jahren. Das brachte sogar die beiden durcheinander als sie sich zusammensetzten, um daraus schlau zu werden.

"Kisuke!" jammerte Isshin, während er fest mit Kido gefesselt kopfüber hing.

"Schau mich nicht so Hilfe suchend an", sagte sein Freund, schüttelte den Kopf und verbarg ein Grinsen hinter seinem Fächer. "Diese kleine Elfe hört nur auf deine Kinder. Und auf dieser Liste stehe ich nun wirklich nicht, also bin ich nicht dumm genug, gegen sie anzugehen..."

Das stimmte - obwohl sie ab und zu auf Isshin hörte, betrachtete Winky die Kinder der Familie Kurosaki als ihre 'Besitzer', nicht deren Vater. Sie gehorchte ihm nur, wenn die anderen drei nicht da waren - und sie nicht glaubte, dass es etwas widersprach, dass sie selber von ihr verlangt hätten. Ichigo und Karin fanden das sehr amüsant, während Yuzu nicht wirklich darüber nachdachte.

Yoruichi kicherte, während sie zum strampelnden Familienoberhaupt der Kurosakis hoch sah. "Verdammt, bringt das Erinnerungen zurück", sie sah zu der glotzenden Gruppe britischer Zauberer hinüber. "Masaki hat das dauernd mit ihm gemacht, wenn er anfing zu nerven. Yuzu mag aussehen wie sie, aber Karin hat ihr Temperament."

"Ich... habe das schon mal gesehen..." murmelte Harry bei sich und zermartete sich das Hirn wo. Dann erinnerte er sich - sein Vater und Sirius hatten etwas ähnliches mit Snape angestellt und er hatte es gesehen, als er mit dem Professor im Denkarium gefangen gewesen war.

"Allerdings ist es Elfenmagie, und die unterscheidet sich von Zauberermagie", sagte Hermine stirnrunzelnd. Sie hatte ebenfalls das Gefühl, das schon einmal gesehen zu haben. (4)

"Aber wir haben einen ähnlichen Zauberspruch", widersprach ihr Ichigo. "Ich habe ihn in einem der Tagebücher meiner Mutter gefunden. Sie hat ihn nicht erfunden und sie hat nicht genau gesagt, wo er hergekommen ist, aber es gibt ihn, seit sie in der Schule war. Ich hatte den Eindruck, dass ihn sich einer ihrer Klassenkameraden ausgedacht hat." Das stimmte nur teilweise. Seine Mutter hatte diesen Zauber in ihren Tagebüchern erwähnt. Sie selbst hatte ihn Ichigo beigebracht. Allerdings hatte ihnen der ursprüngliche Entwickler des Zaubers noch ein paar andere beigebracht... die in einem eher kleinen Kampf sehr nützlich gewesen waren, den sie mit den 'neuen' Espada ausgefochten hatten. Dank einiger dieser Zauber hatten sie die Arrancar komplett vernichtet, die von Aizen nach Karakura geschickt worden waren - und Ichigo war es gelungen, den verräterischen Kommandanten mit etwas Hilfe von Grimmjow stepptanzend nach Hueco Mundo zurück zu schicken. Ichigo beabsichtigte durchaus, wieder mit ihm zu reden um zu sehen, ob es noch weitere Zauber gab, die gegen die Espada verwendet werden konnten - wenn Aizen wieder dazu kam, welche zu erschaffen. Wenn man in Betracht zog, dass beide Gruppen von Hollows durch Shinigami ohne viel Federlesens vernichtet worden waren, könnte es sein, dass er Schwierigkeiten haben könnte, potenzielle Kandidaten zu finden... Nach dem was Grimmjow ihnen erzählt hatte, hatten es die mächtigeren Vasto Lorde, mit Ausnahme von Barragan und Starrk vermieden, sich Aizen anzuschließen, und selbst Barragan hatte es nur mit derselben Absicht wie Gin getan - Aizen in den Rücken zu fallen.

"Du hast mehr Zauber gefunden?" fragte Hermine eifrig, was alle lachen ließ. Ginny und Rukia zerrten das plappernde Mädchen zum aufgestellten Picknick-Tisch hinüber und drückten sie in einen Stuhl, während sie einen Teller vor sie stellten. In diesem Moment stellten alle fest wie hungrig sie waren und fingen an zuzuschlagen, vor allem da Yuzus Gerichte so lecker waren. Selbst Ron nahm sich nicht die Zeit beim Essen zu reden, etwas, das seine Freunde und Familie mit einigem Humor bemerkten, da er dazu neigte, mit vollem Mund zu sprechen.

"Ist es gut, deinen Vater so kopfüber hängen zu lassen?" fragte Luna endlich, während sie erstaunt zu Isshin hoch sah. "Wird ihn nicht jemand sehen?"

"Darum haben wir den gesamten Strand gemietet", sagte Uryu mit einem leichten Grinsen. "Damit wir ohne Probleme Magie anwenden können."

"Ihr dürft das auch, wisst ihr", sagte ihnen Momo mit einem Lächeln. Alle sahen sie mit großen Augen an. "Ja. Sobald ihr Japan betreten habt, hat der Aufspürzauber eures Ministeriums aufgehört zu wirken. Sie können euch nicht sehen. Das japanische Ministerium hat nach dem Vorfall in eurem Ministerium die Grenzen geschlossen - erinnert ihr euch? Ihr konntet nur deswegen einreisen, weil der Botschafter persönlich eure Visa unterschrieben hat. Tatsächlich ist er im Moment der einzige Repräsentant Japans in Großbritannien." Außerdem stand er unter schwer bewaffneter Bewachung - nicht nur durch japanische Zauberer, auch die mobile Geheimtruppe wachte über ihn.

"Unser Ministerium kann euch wegen eurer Visas sehen, aber solange ihr in der Gegenwart einer Hexe oder eines Zauberers seid, der volljährig ist - was hier mit sechzehn der Fall ist..." setzte Toshiro die Erklärung mit einem schwachen Lächeln fort.

"Es ist alles cool. Sogar meine Schwestern und (hust, hust) Toshiro dürfen Magie anwenden", Ichigo versteckte ein Lachen unter dem Husten. Toshiro, der offiziell nur ein "Zweitklässler" war, war älter als alle anwesenden Teenager mit Ausnahme von Momo und Rukia. Der Kommandant der Zehnten Kompanie starrte Ichigo wütend an. "Also, solange ihr mit Rukia, Fred, Mizuiro, Momo, mir, Tatsuki, Orihime, Hermine oder Uryu zusammen seid... könnt ihr alle Magie anwenden."

Harry, Ron, Neville, Ginny und Luna - die erst noch sechzehn werden mussten - sahen einander an und grinsten. Sie fingen an, Japan zu mögen... Sie durften Magie anwenden - und sich nicht um den Aufspürzauber zu sorgen... Sie mussten sich selbst davon abhalten, zu ihren Zauberstäben zu rennen und den ersten Zauber auszuüben, der ihnen einfiel.

"Es gibt noch etwas, das ihr wissen solltet..." das war Yoruichi, die neben Urahara saß und den knappsten orange gemusterten Bikini trug... Neville wurde jedes Mal rot, wenn er in ihre Richtung schaute und hatte das Gefühl, dass er gleich Nasenbluten bekommen würde. Unohanas Badeanzug verursachte den Jungen auch einiges Unbehagen, etwas, das beide Frauen aus unterschiedlichen Gründen amüsant fanden. "Es gibt zwei Kulturen von Magie-Anwendern in Japan - Die, die Zauberstäbe benutzen, und die, die Kido verwenden. Kido-Anwender wissen über die erste Gruppe Bescheid, und einige sind sehr wohl in der Lage, Zauberstab-Magie zu verwenden", sie wedelte in Richtung Momo, Rukia, Ichigo und Toshiro mit der Hand. "Aber nur sehr wenige der Zauberstab-Nutzer wissen über die Kido-Anwender Bescheid. Masaki war eine - und Dumbledore ist ein weiterer. Dann sind da die Arisawas, Uryus inzwischen verstorbene Großmutter und jetzt euer Orden des Phönix..."

"Ich glaube ich verstehe", nickte Ginny. "Ihr habt euch verborgen gehalten, selbst vor ihnen."

"Warum?" fragte Fred neugierig. "Warum die Geheimniskrämerei? Ich kann verstehen, dass ihr euch vor der normalen Bevölkerung verbergt. Aber vor einer anderen magischen Gemeinschaft?"

Es herrschte Stille als niemand antwortete, und alle wandten sich der neben ihnen sitzenden Gruppe Erwachsener zu. Isshin war endlich heruntergelassen worden, damit er essen konnte - mit der Drohung, dass er wieder hochgezaubert würde, wenn er sich nicht benahm - und er war es, der antwortete.

"Missverständnisse", sagte er mit einem seltenen ernsten Gesichtsausdruck. "Es - ist sehr, sehr lange her. So lange, dass Kido-Anwender zu einer Art schwarzen Mann geworden sind, einem 'Monster unter dem Bett'. Die Zauber wurden zu verschiedenen Arten mystischer Wesen. Wir haben beschlossen es so zu lassen und einen regelrechten Krieg zu vermeiden."

"Aber Sie haben eine Zauberstab-Nutzerin geheiratet..." Luna legte den Kopf schräg, was ihr das Aussehen eines neugierigen Welpen verlieh. "Gab das keine Schwierigkeiten mit Ihrer Familie?"

"Das könnte man so sagen. Ich habe meinen Großvater für mehr als zwanzig Jahre weder gesehen noch gesprochen. Ich dachte, er wäre sauer - und Masaki dachte auch, dass wir uns verstecken sollten - also habe ich erst sehr viel später herausgefunden, dass er und Professor Dumbledore alte Freunde waren und dass Dumbledore über uns Bescheid wusste. Also war unsere ganze Paranoia umsonst." Ein trauriger Ausdruck huschte über sein Gesicht. "Ich habe meinen Kindern die Freude verweigert, ihren Urgroßvater kennenzulernen, als sie aufwuchsen. Ichigo lernt ihn endlich kennen, aber Yuzu und Karin haben ihn noch nicht getroffen..."

"Komm schon Harry, ich habe es dir damals in Dumbledores Büro praktisch gesagt, nachdem Dumbridge uns nach dem DA-Treffen erwischt hat", grinste Ichigo ihn an, während er seine Reaktion darauf abschätzte, wie gut er ihm diese Geschichte abnahm. Sie hatten lange genug daran gesessen, sich eine glaubhafte Version auszudenken - tatsächlich waren es Tage gewesen, in denen sie nicht nur mit Yamamoto sondern auch mit Dumbledore zusammengesessen hatten. "Erinnerst du dich? Ich habe dem Professor gesagt, dass er Opa grüßen soll..."

"Ich hab' mich schon gewundert..." gab Harry zu, als er sich daran erinnerte, dass er damals dasselbe gedacht hatte, und dass er den Eindruck gewonnen hatte, dass Yamamoto und Dumbledore alte Freunde waren. Offenbar war seine Vermutung richtig gewesen. Er versuchte, sich an den Eindruck von Ichigos Großvater zu erinnern und schauderte... Der alte Mann hatte bei ihm eine Gänsehaut hervorgerufen, auf eine entschieden andere Art als Voldemort. Dieser alte Mann war sehr, sehr mächtig... streng... unnachgiebig. Er hatte an dem Tag, als Harry ihn gesehen hatte, sehr wenig gesagt, aber er hatte Ichigo sehr scharf beobachtet, wie ein Falke eine Feldmaus. Kein Wunder, dass sein Freund beinahe bei dem Gedanken durchgedreht war, dass Yamamoto in Hogwarts war. Und es überraschte ihn nicht, dass Isshin beschlossen hatte, seine Beziehung mit einer Zauberstab-Nutzerin geheim zu halten, wenn er dachte, dass der alte Mann dagegen sein würde.

"Also - was sonst machen wir noch, während wir hier sind? Ich will alles sehen!" sprudelte es aus Ginny heraus, was die Spannung auflöste.

"Ah - nun, Tatsuki und ich müssen Fred auf eine Einkaufstour mitnehmen. Und dann haben wir überlegt, dass wir versuchen, euch etwas Kido beizubringen..." lächelte Ichigo sie an. Yamamoto hatte dem zugestimmt, nachdem er gehört hatte, wie erfolgreich Kido gegen Voldemort gewesen war. Wenn Harry und die anderen Kido kannten... dann hätte Harry möglicherweise eine bessere Chance zu überleben. Und ihr Teil des Handels mit Dumbledore war es, Harry zu beschützen.

Das weckte bei allen Aufmerksamkeit.

"Nun, wir haben uns im Ministerium ziemlich gut geschlagen - tatsächlich denke ich, dass es daran lag, dass wir den Alten Moldy aufhalten konnten, bis Professor Dumbledore angekommen ist", war Toshiros Theorie. "Er wusste nicht, was zur Hölle wir da taten und es hat ihn verwirrt. Er konnte den Todesfluch nicht verwenden, weil Kurosaki ihn auf ihn zurückgeschleudert hat -"

"Yeah, er hat ein paar seiner eigenen Leute getötet, ehe er damit aufgehört hat", feixte Ichigo. "Er hat ihn nicht wieder verwendet, bis er gegen Professor Dumbledore selber gekämpft hat." Er war sich ziemlich sicher, dass Moldy die Leute, die er getötet hatte, ziemlich egal waren. Aber wenn man eine Armee anwirbt, war es kein gutes Zeichen, Mitglieder zu töten, ehe sie beigetreten sind, oder?

"Wirklich? Denkt ihr, dass wir die Fähigkeit haben, das zu lernen?" sagte Hermine aufgeregt. Ihre japanischen Freunde hatten während des Schuljahres einiges mit Kido angestellt, was sie dazu brachte, es lernen zu wollen. Magie ohne Zauberstab...

"Ihr habt genug Reiatsu", Ukitake lächelte sie an. "Und Yamamoto hat seine Zustimmung erteilt, euch zu unterrichten."

"Wir haben außerdem eine Liste von anderen Dingen erstellt, die ihr euch vielleicht ansehen möchtet..." fügte Orihime hinzu.

"Machst du Witze? Kido zu lernen wäre mehr als genug!" protestierte Hermine, was alle lachen ließ, obwohl Harry völlig ihrer Meinung war. Alles, das ihm Voldemort gegenüber einen Vorteil verschaffte - oder Alter Moldy, wie Ichigo ihn nannte - war ihm recht.

Nachdem sie damit fertig waren, sich mit Yuzus ausgezeichneter Küche vollzustopfen, entschlossen sich die Mädchen - einschließlich Yoruichi und Unohana - dazu, einen Strandspaziergang zu machen um Muscheln zu suchen.

"Es ist wirklich schön hier", sagte Luna, als sie anhielt um ein paar Muschelschalen aufzuheben und in einen Eimer zu legen, den die Zwillinge ihr gegeben hatten. Orihime konnte ihr bei vielen sagen, wie sie hießen.

"Ich mag es", stimmte Rukia zu, die abwesend eine Muschel in der Hand jonglierte. "Ich betrachte immer das hier als mein Zuhause, statt dem Ort, an dem ich tatsächlich lebe..." Obwohl, jetzt wo Ichigo ein vollwertiger Kommandant war... erkannte sie, dass ihr Herz immer dort war, wo er war.

"Oh - du wohnst nicht auch hier?" fragte Ginny, die sich ihr überrascht zuwandte.

Rukia schüttelte traurig den Kopf. "Nein. Tatsächlich wohnen Momo, Toshiro und ich ziemlich weit weg."

"Wir verbringen so viel Zeit zusammen wie wir können", nickte Orihime. "Aber es ist nicht so viel wie wir es gern hätten..."

"Tatsächlich müssen Shiro-chan und ich morgen weg", sagte Momo traurig. "Jetzt ist die einzige Zeit, die wir mit euch verbringen können, ehe die Schule wieder anfängt." Hermine, Luna und Ginny sahen enttäuscht aus, aber die anderen Mädchen konnten ihnen nicht sagen, dass der Grund war, dass sie zurückkehren mussten, um ihre Kompanien zu leiten. Tatsächlich hatte Ichigo selbst die meiste Zeit, seit er aus der Schule zurückgekommen war, drüben bei der Fünften verbracht... und er würde in regelmäßigen Abständen zurück gehen, nachdem die Briten gegangen waren. Momo würde einen Stapel unterschriebener Schriftstücke zur Abgabe beim Generalkommandanten mit zurück nehmen. Er hatte schließlich sein Bankai entfesseln müssen, um alles durchzugehen... anscheinend hatte es in der Fünften einen Rückstau an Büroarbeit gegeben, weil sie so lange keinen Kommandanten gehabt hatte. Selbst mit einem Gummistempel für die Unterschrift als Geschenk von Urahara hatte er schwer unter Druck gestanden, alles durchzuarbeiten. Die Kompanie hatte ihm voller Ehrfurcht zugeschaut, während er sich im Null Komma Nichts durch den Schreibkram gelesen hatte.

"Ich denke, dass sie mich dieses Jahr auch mitkommen lassen", sagte Orihime. "Ich fühle mich schlecht dabei, Sado-kun zurückzulassen, und ich weiß, dass Kurosaki-kun sich fürchterlich fühlen wird, dass er als einziger nicht mitkommt, vor allem da sie seit Jahren beste Freunde sind..." Sie hatte zuerst gedacht, dass sie keinerlei Gabe hätte, wie Chad und Chizuru. Allerdings hatte sich herausgestellt, dass sie eher wie Keigo war, mit einem bisschen Talent. Allerdings musste es ausgebildet werden, aber Urahara und Yamamoto ließen sie nur zögernd Karakura verlassen, wo Urahara und die Seireitei sie im Auge behalten konnten, also hatte Mrs. Arisawa das Jahr damit verbracht ihr beizubringen, was sie wissen musste. Sie würde nie so stark wie die anderen werden, aber ihre Gabe war offenbar ihr grüner Daumen und damit war sie glücklich. Sie wollte gehen, und sei es nur, um bei Professor Sprout zu lernen.

"Das muss echt hart sein", sagte Ginny kopfschüttelnd. "Ich erinnere mich, wie deprimiert Lee Jordan war, als Fred und George die Schule abgebrochen haben..."

Tatsuki nickte. "Ist das Gleiche in grün. Wenigstens hat Chad seine Musik, mit der er sich ablenken kann. Und er hat außerdem Urahara in letzter Zeit ziemlich viel im Laden ausgeholfen. Aber ich weiß, dass sie einander vermissen. Er hat Ichigo immer den Rücken freigehalten... also ist es echt seltsam, Ichigo ohne Chad zu sehen."

"Und es gibt keine Möglichkeit?" fragte Hermine.

Alle sahen ziemlich mitgenommen aus. "Nein, Professor Dumbledore war sehr gründlich", seufzte Rukia. "Aber Chad hat seine eigenen Gaben, und an denen arbeitet er. Wenn es also zu einem echten Kampf mit Moldy und seinen Todessern kommt, wird er da sein. Und er wird das Seinige beitragen."

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Die Jungen waren zurückgeblieben und lagen auf den Strandtüchern herum, während die Mädchen Muschelschalen suchten.

"Also", fragte Uryu sie endlich. "Hat irgendwer von euch etwas darüber gehört, was Dumbridge so unternommen hat, seit sie von der Schule geflohen ist?" Professor Umbridge, ihre vormalige, Pepto-Bismol-Pink gekleidete Kröte von einer Professorin für Verteidigung gegen die Dunklen Künste mit Nazi-Tendenzen, war zuletzt gesehen worden, wie sie vom ortsansässigen Poltergeist verfolgt aus der Schule geflohen war.

Ron gniggerte vor Vergnügen, dass er ihnen die neuesten Gerüchte erzählen konnte. "Yeah - mein Dad hat gesagt, dass sie zur Beobachtung in St. Mungos ist!"

"Beobachtung? Warum? Weswegen?" fragte Toshiro und zog eine Augenbraue hoch. Er hatte sich ein schattiges Plätzchen unter dem Sonnenschirm bei Ukitake gesichert, obwohl er sich nach dem kühleren Schatten des Strandhauses sehnte. Da er ein eisbasiertes Zanpakuto hatte, war er nicht für die Hitze geschaffen.

"Ich weiß es nicht wirklich. Es hat nur eine Menge Gerüchte gegeben..." sagte Fred, als Ichigo anfing leise boshaft zu lachen, was alle dazu brachte, sich umzudrehen und ihn mit einigem Argwohn anzusehen.

"Ichigo?" fragte Harry mit großen Augen, als er die Reaktion bemerkte.

"Kurosaki?" Toshiro sah ihn genau an, während der Teenager mit den ingwerfarbenen Haaren sich abmühte, die Fassung zu bewahren. Allerdings gelang es ihm nicht.

"Ichigo-kun, was hast du angestellt?" fragte Ukitake mit einem leicht besorgten Stirnrunzeln.

"Ehm, naja..." Ichigos Schultern zuckten als er leise lachte, während alle anderen ihn ziemlich konsterniert anstarrten.

"Kurosaki!"

"Ichigo!"

"Nun, ich habe ein wenig mit Opa geplaudert und er und Professor Dumbledore waren sich einig, dass sie einen... Weckruf brauchen könnte."

"Yama-jii hat - was zugestimmt?" drängte Ukitake mit großen Augen. Oh, Götter - was hatte Ichigo getan?

"Ah, schaut, ich habe sie besucht, mit... ausgewählter Begleitung. Die die beiden handverlesen haben..."

"Wer?" fragte Byakuya mit einem Ausdruck des Schreckens auf dem Gesicht, während er auf die Antwort wartete.

"Oh, nur Kenpachi, Ikkaku, Yumichika und... Grimmjow." Ichigos Gesicht war rot von dem Versuch, nicht laut loszulachen, aber er verlor den Kampf langsam, als er sich an den Besuch erinnerte.

Kinnladen klappten herunter. Harry und die anderen kannten keinen der Leute, die Ichigo gerade genannt hatte, aber den verschiedenen Reaktionen nach zu urteilen... hätte Ichigos Wahl von Begleitern sie in Sorge versetzen sollen.

"Yamamoto hat dem zugestimmt?" staunte Toshiro. Ichigo nickte, ein selbstgefälliges Grinsen auf dem Gesicht. "Er hat Grimmjow zugestimmt?"

"Tatsächlich hat er ihn vorgeschlagen", erwiderte Ichigo - den anderen fiel nichts mehr dazu ein. Niederträchtig, war das, was dem wahrscheinlich am nächsten kam. Selbstgefällig wäre eine zweite Vermutung.

"Was?" ertönte es gleichzeitig von drei Kommandanten, die darüber erstaunt waren, dass der Generalkommandant den blutrünstigen ehemaligen Espada vorgeschlagen hatte.

"Warte, Ichigo..." Harry ergriff Ichigos Arm. Er fragte sich, wie er damit durchgekommen war. "Sie kennt dich! "Wie...?"

Ichigo schüttelte den Kopf. Grinsend ließ er seine Haare bleichen, bis sie weiß waren. "Sie hat mich nicht erkannt - kein bisschen. Ich habe ein Anleihe bei den Todessern gemacht und eine Maske getragen", erklärte er, während er seine Hand vorm Gesicht herunter zog und seine Vizard-Maske aufsetzte, die seine Stimme und Augen veränderte und sie unkenntlich machte. Natürlich waren sie durch die Wand ihres Schlafzimmers gekommen, wo sie gesessen und gelesen hatte (sie hatten beschlossen, nicht höflich zu sein und die Tür zu benutzen). Während Kenpachi und Ikkaku alles in Sichtweite zerschlugen, Grimmjow in seiner Resurrección wie eine Dämonenkatze aus der Hölle über ihr kauerte und ihr gesagt hatte, dass sie der schlimmste Alptraum jeder Katze sei, hatte Yumichika ihr Vorträge darüber gehalten, wie un-schön ihre Dekorationen wären und ihr Ratschläge erteilt, wie sie ihr Zuhause umdekorieren sollte... Bis Hichigo an der Reihe gewesen war ein wenig mit ihr zu plaudern, war sie mehr als bereit für einen Aufenthalt in St. Mungos gewesen. Sie hätte Ichigo auch dann nicht bemerkt, wenn er zu ihr gegangen wäre, die Hand ausgestreckt und gefragt hätte, wie es ihr ging. Nicht, dass sie irgendetwas gegen sie hätte unternehmen können, selbst wenn sie das gewollt hätte. Als sie sie in ihrem Schlafzimmer bemerkt hatte, hatte sie nach ihrem Zauberstab gegriffen. Aber Ichigo hatte ihn sich per Shunpo vom Nachttisch geschnappt und das gedrungene kleine Ding entzwei gebrochen.

Ihr Schlafzimmer war - genau wie der Rest der Einrichtung - so wie erwartet gewesen: voller Rüschen, pink und mit Katzenmotiven. Grimmjow hatte nur einen Blick darauf geworfen und "Was zur Hölle?" gerufen, während Ikkaku und Kenpachi sich umgesehen hatten und Ikkaku gesagt hatte, dass es noch rosafarbener war als Yachirus Haare. Yumis Gesicht hatte einen ziemlich scheußlichen Grünton angenommen als er den Ort gesehen hatte. "Ist das ihr Ernst?" hatte er Ichigo gefragt, der nur genickt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten Kenpachi und Ikkaku beschlossen - umzudekorieren, währen Yumi ihr ziemlich gründlich gesagt hatte, was sie falsch machte und dabei sogar soweit gegangen war sich neben sie aufs Bett zu setzen und für sie auf einem Notizblock alle seine Ideen für verbessernde Heimwerkerarbeiten aufzuschreiben. Sobald Ikkaku und Kenpachi fertig waren, würde sie sich sowieso neu einrichten müssen.

Harrys Augen weiteten sich während ihn ein Zittern primitiver Angst durchschoss, als er den verwandelten Ichigo anstarrte. Ron und dessen Bruder starrten ihn beide mit offenem Mund an und Neville hatte die Knie an die Brust gezogen und umklammerte sie fest.

"Was hat sie gemacht?" schaffte er endlich mit zitternder Stimme zu fragen.

Ichigo räusperte sich, löste seine Maske auf, was alles wieder normal werden lies, und grinste sie an. "Sie ist aus dem Fenster gesprungen und schreiend die Straße hinunter gerannt, dass das Ende der Welt gekommen wäre und die Tore der Hölle sich geöffnet hätten." Als ob sie etwas über die Hölle wüsste... oder ihre Tore. Sie würde dort keine Sekunde überstehen.

"Das hat sie nicht..."

"Direkt an Opa und Professor Dumbledore vorbei. Hat noch nicht mal bemerkt, dass sie dort standen. Grimmjow hat so sehr gelacht, dass Kenpachi ihn nach Hause tragen musste. Sie hat dermaßen zusammenhanglos vor sich hin geplappert, dass selbst die Ministeriumsangestellten, die sie abholen sollten, nicht feststellen konnten, was sie gesagt hat - und keiner von denen hat bemerkt, dass wir sie beobachtet haben." Inzwischen lachte auch Ichigo über die Erinnerung - und Tränen liefen ihm über das Gesicht. Natürlich war der Einzige, den sie sehen können würden, Professor Dumbledore gewesen. Der Großteil der Ministeriumsangestellten stand nicht besonders hoch auf der Reiatsu-Skala und konnte daher weder Shinigami noch Hollows sehen. Mit Ausnahme einer Handvoll Mitglieder des Zaubergamots, ein paar Auroren und ein paar anderen (dem Orden des Phönix und viele Todesser)... ging das Ministerium blind für ihre Existenz durchs Leben. Tatsächlich war eine Erfindung von Urahara der einzige Grund, dass Umbridge sie überhaupt sehen konnte, da sie nicht annähernd genug Reiatsu hatte, um sie in die Kategorie derer bringen zu können, die sie sehen konnten.

Zusätzlich hatte Grimmjow Gefallen an einem der Kätzchen gefunden, die ihre ehemalige Leitkröte in ihrer Wohnung gehalten hatte, und hatte es gestohlen. Die Tatsache, dass es keine Angst vor ihm gehabt hatte, war ein Bonus gewesen... Tatsächlich hatte es sein Bein angesprungen und sich mit aller Beharrlichkeit festgekrallt, die ein drei Monate altes Kätzchen aufbringen konnte... Dass es weißes Fell und blaue Augen hatte, hatte auch nicht geschadet. Außerdem hatte er gedacht, dass Nell es mögen könnte, da sie kleine pelzige Dinge sehr gern hatte. Und das hatte sie - als er ihr das Kätzchen geschenkt hatte, hatte sie es mit großen Augen angestarrt und dann beide beinahe mit einer Umarmung erdrückt.

"Grimm!" hatte sie mit einer Stimme gequietscht, die einem die Trommelfelle platzen lassen könnte, ehe sie ihn in ihrem Ausschnitt erstickte (was Grimmjow überhaupt nichts ausmachte). "Du hast ein Kind für uns gefunden! Und er sieht genauso aus wie du!" In diesem Moment verlor Ichigo den Kampf gegen einen Kicheranfall, den er geführt hatte, seit sie Dumbridges Wohnung verlassen hatten. Und er war nicht der einzige; Ikkaku, Yumichika und die Vizards liefen ebenfalls Lachtränen über das Gesicht. Nach dem was Shinji ihnen erzählt hatte, wohnte das Kätzchen - das nun den schändlichen Namen Grimm Jr. trug - dauerhaft in Nells Ausschnitt... oder dem Loch in ihrer Maske, was auch immer gerade besser passte. Er erzählte ihnen allerdings nichts von dem Kätzchen. Das war zu viel.

"Ich... kann's nicht glauben... der Weltuntergang..." heulte Ron. "Ich wünschte, ich hätte das gesehen!"

Harry lachte ebenfalls - und er musste seine Brille abnehmen, weil die Gläser beschlugen. Er dachte, dass er im Augenblick wirklich nicht die geringsten Probleme haben würde, einen Patronus hervorzubringen...

"Warte - warte..." Toshiro hielt seinen Kopf in den Händen und schüttelte ihn. "Willst du damit sagen... Yamamoto hat euch begleitet? Er ist tatsächlich mit euch nach England gegangen, um an dieser... dieser... Farce teilzunehmen?"

"Nun, ja - um sicherzugehen, dass keiner aus der Reihe tanzt", nickte Ichigo und zuckte dann mit den Schultern, als wäre das keine große Sache. Tatsächlich war er genauso verwundert über die Teilnahme des Generalkommandanten.

"Es klingt nicht so, als währt ihr - nicht aus der Reihe getanzt", sagte Byakuya steif. Er würde wegen dieses Vorfalls eine - schriftliche - Unmutsbekundung beim Generalkommandanten einreichen.

"Hey, es hätte schlimmer sein können - wir hätten Yachiru mitnehmen können."

Toshiro schlug bei diesem Vorschlag die Hand vors Gesicht. "Oh, gute Götter, nein."

"Da bliebe nichts von London übrig", Byakuya schüttelte den Kopf, während er sich die sich anbahnende Katastrophe vorstellte.

"Sie ist eine Naturkatastrophe - vor allem, wenn sie einen Zuckerrausch hat", sagte Ukitake mit Grausen. Er konnte sich ebenfalls vorstellten was hätte passieren können, wenn sie die Vizekommandantin der Elften Kompanie mitgenommen hätten.

"Hn", Chads Schultern bebten und er wechselte einen amüsierten Blick mit Ichigo. Uryus Kopf wirbelte herum, damit er ihren großen, schweigsamen Freund ansehen konnte.

"Warte eine Sekunde - du wusstest davon?"

Chad nickte.

"Tatsache ist, ..." sagte Urahara und grinste hinter seinem Fächer, "dass Sado-kun mit uns zusammen auf Ichigos Rückkehr gewartet hat."

"Chad!" Uryu starrte ihn beleidigt an. Er war nicht in dieses katastrophale Abenteuer einbezogen worden.

"Was?" der viel größere Teenager lächelte sie ganz leise an, während er die Reaktionen genoss. Er war stinkwütend gewesen, als er Ichigos Hand gesehen hatte, auch wenn er es nicht gezeigt hatte. Er hätte sich nur gewünscht, dass er mit ihm hätte kommen können. Er hatte das Gefühl, dass er seinen besten Freund irgendwie im Stich gelassen hatte.

"Kurosaki..." sagten Byakuya und Toshiro gleichzeitig. Harry und Ron sahen einander grinsend an. Ichigo hatte Chad in der Vergangenheit während des Schuljahrs mehrfach erwähnt, und sie hatten den Eindruck, dass Chad das Einzige gewesen war, das Ichigo an Japan wirklich vermisst hatte.

"Ich kann nicht glauben, dass Yamamoto dazu eingewilligt hat..." Toshiro schüttelte immer noch den Kopf, als wäre sein Vertrauen in das Universum erschüttert worden.

"Nun", sagte Isshin mit einem schwachen Lächeln. "Euch ist nicht klar, wie verärgert er über die Hand meines Sohnes war. Verletzungen während eines Kampfes sind eine Sache und sollten mit Stolz ertragen werden. Aber dies war eine absichtliche Verstümmlung, die aus Rachsucht beigebracht wurde. Das war etwas ganz anderes und verdiente eine passende Strafe."

Harry nickte und blickte auf seine eigene Hand hinunter, auf der immer noch die Narben seines eigenen Nachsitzens bei Dumbridge, wie sie im allgemeinen genannt worden war, trug. Dann sah er Ichigos an, die während ihres ersten Nachsitzens schlimm verstümmelt worden war - und ihm klappte die Kinnlade herunter.

"Deine Hand!" schrie er schockiert auf, als er sie sah.

"Was ist damit?" fragte Ichigo, der seine rechte Hand hochhielt - die nicht länger verstümmelt war. Der verfluchte Federkiel von Dumbridge hatte sie ganz schön zugerichtet, was Blut daraus geradezu hervorsprudeln ließ und seine Fähigkeiten als Metamorphmagus ausgelöst hatte - was ihn außerdem eine Übernachtung im Krankenflügel eingebracht hatte. Während er keine Einschränkungen im Gebrauch der Gliedmaße davongetragen hatte, war sie nicht besonders schön anzusehen gewesen - wenigstens bis er nach Hause gekommen war und Orihime sich ans Werk gemacht hatte.

"Aber sie war - und jetzt ist sie..." Harry wusste, dass er plapperte, aber er konnte es nicht ändern.

"Hey - sie ist vollständig geheilt!" rief Ron aus, was dazu führte, dass alle vier Zauberer sie gründlich untersuchten. Dann bemerkte Ron noch etwas anderes und stupste Ichigo an die Brust, weil er das Hemd, das er trug, und schon den ganzen Tag getragen hatte, zur Seite schieben musste. "Deine anderen Narben sind auch weg!" Das verursachte eine weitere Aufruhr, da es vorher keiner von ihnen bemerkt hatte, da Ichigo selten ohne Hemd herum lief, selbst beim Schwimmen. Orihime hatte auch an diesen Narben gearbeitet, da sie sich schlecht fühlte, weil sie nicht früher daran gedacht hatte. Also hatte sie sich um sie gekümmert, als sie in der Soul Society Gelegenheit dazu bekam.

"Was geht hier vor?" Die Mädchen kamen in diesem Moment vom Muschelsammeln zurück.

"Ichigos Narben sind weg!"

"Was?" Hermine blinzelte schockiert und eilte herüber, um es sich anzusehen, wodurch er eine weitere Inspektion über sich ergehen lassen musste. "Aber - das ist..."

"Das ist was, Hermine?" fragte Orihime unschuldig, verblüfft über ihren völlig entgeisterten Gesichtsausdruck. Unohana und Yoruichi standen hinter allen und lächelten leise.

"Man kann Fluchnarben nicht entfernen!" erklärte Hermine kopfschüttelnd. "Das hat bisher niemand geschafft... erst recht nicht bei so alten Narben!"

"Kann man nicht?" fragte Orihime, die von dieser Aussage verblüfft war. "Na so was, dabei war es gar nicht so schwierig..."

"Du hast das gemacht?" die Besucher staunten mit offenen Mündern während sie nickte und sie freundlich anlächelte.

"Ich kann es euch zeigen, wenn ihr das möchtet..."

"Ja bitte!" sagte Ron, der Harrys verletzte Hand ergriff und vorstreckte, trotz Harrys Protestruf. Orihime kniete sich hin und sah sie sich mit einem traurigen Gesichtsausdruck an. Sie gab ein missbilligendes Geräusch von sich, als sie es sah.

"Sie haben mir davon erzählt..." sagte sie kopfschüttelnd. ||Soten Kisshun, ich negiere!||

Harrys Hand war augenblicklich von einem warmen, goldenen Leuchten umgeben. Seine Augen wurden groß als er sah, wie die Worte, die in sein Fleisch eingegraben worden waren, blasser wurden, und dann vollständig verschwanden. Die Gruppe junger Zauberer sahen sich alle seinen Hand an, die vollkommen von den Worten befreit war, die seit Anfang ihres fünften Schuljahres dort hineingeschnitten gewesen waren.

"Wie... hast du das gemacht?" Ron glotzte die Hand an. Orihime lächelte ihn nur flüchtig an und antwortete nicht.

"Wow", sagte Neville, während Tatsuki eine Hand ausstreckte und ihrer Freundin den Kopf tätschelte.

"Worüber habt ihr alle gelacht?" fragte Rukia, während sie sich neben Ichigo setzte.

"Oh, meinen kleinen Besuch bei Dumbridge im letzten Monat..."

Rukia schnaubte. "Oh, das."

"Du wusstest es?" Byakuya sah sie missbilligend von der Seite an. Sie wirkte wegen dieser Episode ziemlich gleichgültig. Er war außerdem nicht sehr glücklich darüber, wie dicht sie neben Ichigo saß, obwohl er vor allen Anwesenden kein großes Aufhebens deswegen machen konnte. Er wusste, dass sowohl Ukitake als auch Unohana das Paar unterstützten, genau wie Urahara und Yoruichi. Was Isshin anging... er war sich immer noch nicht im Klaren darüber, wie stark dieser Mann war. Er wusste, dass die anderen vier stärker waren als er selbst... genau wie Kurosaki. Falls Byakuya allzu viel Theater machte...

Könnte es sein, dass er auf einmal Appetit auf Karotten entwickelte.

"Natürlich. Genau wie Renji. Er wollte wirklich mitgehen, aber Yamamoto dachte, dass Kenpachi und Grimmjow mehr als genug waren..." sie verstummte, als sie seinen missbilligenden Gesichtsausdruck bemerkte.

"Oh?" sagte Byakuya extrem gedehnt, und mit diesem Wort drückte er gleich mehrere Bedeutungen aus.

"Ah..." Rukia warf ihrem Bruder einen Blick zu und lächelte schwach. "Damals hat uns Yamamoto befohlen, nichts darüber zu erzählen..." Sie konnte weder ihrem Bruder noch ihrem Kommandanten etwas sagen, wenn sie ihre Befehle hatte... richtig?

"Ich... verstehe."


Anmerkungen der Autorin:

(1) Die 'Besucher', wie ich die Potter-Gang im Ganzen nenne, denken dass Unohana und Ukitake Momos Tante und Toshiros Onkel sind... Sie sind mitgekommen, um die Scharade aufrecht zu erhalten.

(2) zusätzliche Anmerkung der Übersetzerin: Das Original wurde zwischen dem 26.12.2011 und dem 14.05.2013 veröffentlicht. Inzwischen wissen wir, dass Isshin der Kommandant der Zehnten Kompanie war - also hätte Toshiro ihn erkennen müssen, da er eine Zeit lang unter Isshin dritter Rangoffizier war. Vielleicht hat aber auch Yamamoto Stillschweigen befohlen ;-)

(3) Bakudo 63 Sajo Sabaku (Kettenähnliche Wüste) - dieser Kido-Spruch bindet die Arme eines Ziels. Hachigen Ushoda hat gesagt, dass körperliche Stärke allein nicht ausreichen sollte, um aus einem 60er Bakudo auszubrechen. Allerdings war Kensei Muguruma in seiner Hollow-Gestalt in der Lage, sich während des Handlungsbogens "Zurücksetzen des Pendels" aus diesem Kido zu befreien. Wenn es eine Beschwörungsformel gibt, ist sie im Moment unbekannt.

(4) Harry hat es nicht nur im Denkarium gesehen, sondern er, Ron und Hermine haben auch gesehen, wie die Todesser zu Beginn des Feuerkelchs den gleichen Zauber gegen eine Muggelfamilie einsetzten, als sie die Quidditch Weltmeisterschaft gestört haben.