Ich habe keine medizinische Ausbildung, oder gutes medizinisches Wissen. Für die Handlung habe ich mich, so weit es m ir möglich war, im Internet belesen. Seht es mir also bitte nach, wenn ein paar medizinische Fakten hier nicht ganz akurat dargestellt sind.
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Hardison löste den Alarm aus und sie hatten freie Fahrt bis zur Vordertür. Parker sprang aus dem Auto und machte sich mit dem gefälschten Gemälde auf den Weg, um die Männer abzulenken. Eliot, Sterling und Nate machten sich auf zur Vordertür. Nate gab Eliot ein Zeichen, dass dieser sich zurück halten sollte. Er machte sich Sorgen um seinen Freund und wollte nicht, dass er unnötig weiter verletzt wurde. Sterling öffnete die Tür und sie betraten den Eingangsbereich. Sie mussten durch die Tür auf der linken Seite, doch diese wurde versperrt durch einen bulligen, in Tarnkleidung gehüllten Mann. Aus dem Raum gegenüber der Eingangstür kamen zwei weitere Männer. Sterling entsicherte seine Waffe, als Eliot sich an ihnen vorbeischob um sich den beiden zu stellen, die gerade zu ihn stießen. Einer der beiden legte sein Gewehr an, das über seiner Schulter gehangen hatte. Doch Eliot schlug den Lauf zur Seite, entwaffnete ihn kurzerhand und schlug ihn mit dem Griff der Waffe zu Boden. Der zweite stellte sich ihm nun. „Du hast mir die Nase gebrochen", fauchte dieser.
Eliot lies seine Knöchel knacken. „Dann breche ich dir jetzt den Kiefer", entgegnete er. Weiter konnte Nate dem Geschehen hinter ihm nicht folgen, da er und Sterling es nun mit dem bulligen Mann zu tun bekamen, der ihnen den Durchgang zu Sophie versperrte. Der Mann trug kein Gewehr, stattdessen zog er ein Messer, mit dem er ausholte und versuchte Sterling zu treffen. Dieser jedoch war rechtzeitig zurückgewichen, sodass nur seine Jacke einen Schnitt abbekam. Nate machte einen Schritt voran, wich dem zweit Messerhieb aus und schlug dem Mann mit der Faust ins Gesicht. Er hatte erwartet, dass sein Gegner dadurch etwas ins schwanken geraten würde, doch wie eine Wand hielt er stand und sah Nate nun zornig an. Dieser konnte dem Griff des Schlägers nicht ausweichen, der ihn nun am Kragen packte und ihn mit einem kräftigen Ruck hinter sich beförderte. Nate verlor das Gleichgewicht und fiel vorn über. Schnell drehte er sich auf dem Boden um und sah noch, wie sein Gegner nun erneut auf Sterling los ging, der wieder zurückwich und einen Schuss auf ihn abgab. Sein Gegenüber schien davon jedoch unbeeindruckt. Sehr wahrscheinlich trug er eine schusssichere Weste. Er packte Sterling, der nun mit dem Rücken zur Wand stand. Nate kam so schnell es ihm möglich war auf die Beine und eilte hinüber. Bevor der bullige Mann mit seinem Messer zustechen konnte, ergriff Nate seine Hand. Mit einem starken Schlag auf den Daumenknochen nahm er ihm die Stichwaffe ab. Sterling nutzte den Moment, in dem sein Gegner abgelenkt war und befreite sich aus dem Griff. Nate versetzte dem Mann einen kräftigen Schubs Richtung Wand. Sterling verstärkte den Schwung jedoch noch einmal, in dem er seinem Kopf einen extra Schlag verpasste und er dadurch mit dem Kopf hart gegen die Wand schlug und bewusstlos zu Boden sank. „Danke", sagte Sterling etwas atemlos.
„Du warst schon mal besser in Form", stichelte Nate. Sterling wollte etwas erwidern, wurde aber von weiteren heranstürmenden Männern unterbrochen. Eliot versetzte seinem Gegner einen letzten Schlag, sodass dieser zu Boden ging. Ohne zu zögern ging Eliot voran und entwaffnete drei der Männer. Die anderen beiden schossen auf Nate und Sterling, die Schutz in dem Raum suchten, der ihnen vorher versperrt wurde. Sterling nutzte den gewonnenen Schutz und erwiderte die Schüsse. „Pass auch, dass du Eliot nicht triffst", ermahnte Nate ihn.
„Ich gebe mir alle Mühe", antwortete dieser. „Hardison, wieso hast du uns nicht gewarnt, dass da noch mehr kommen?", fragte er genervt.

„Tut mir leid Mann, ich versuche gerade den Funkverkehr zu hacken", erklärte er.
Nate sah in einem Moment, wo gerade nicht auf sie geschossen wurde um die Ecke. Die beiden bewaffneten kamen näher. Eliot hatte die Zahl seiner Gegner auf einen reduziert, doch der schien ihm zuzusetzen.
„Sie sind gleich an der Tür", warnte Hardison.
Nate sah sich um, in der Hoffnung etwas zu entdecken, dass ihnen helfen konnte. Nun viel ihm erst der Boden auf. Dieser bestand aus edlem rustikalem Eichenparkett. Jedoch wurde der Übergang von der Eingangshalle in das Zimmer, in das sie geflohen waren, von einem schmalen Teppichläufer geziert. Mit einem sanften Schlag machte Nate seinen ehemaligen Kollegen auf diesen aufmerksam. Als könnte Sterling seine Gedanken lesen, verstand er sofort, was Nate vorhatte. Sie ergriffen beide die Ecke des Läufers und als der erste der beiden auf dem Teppich stand zogen sie gemeinsam. Der bewaffnete Mann verlor das Gleichgewicht und fiel nach Hinten, wobei er seinen Kameraden, der direkt hinter ihm gegangen war mit zu Boden riss. Schnell liefen sie zu den gestürzten Männern und nahmen die Waffen weg. Nate schlug den Mann vor ihm mit dem Griff seiner Waffe bewusstlos. Etwas, dass er sich vorher bei Eliot abgeschaut hatte. Sterling tat es ihm gleich und sie warfen die Schusswaffen aus der Haustür. Eliot wurde von dem Mann, der ihn noch immer beschäftigte nun an die Wand gedrückt. Gerade als Nate seinem Freund zur Hilfe eilen wollte, zuckte Eliots Gegner zusammen und ging zu Boden. Nun sichtbar war Maggie, die einen Elektroschocker in der Hand hielt. „Parker hat recht", meinte sie. „Die Teile sind wirklich nützlich."

Erleichtert atmete Nate auf und ging zu Eliot, um sicher zu gehen, dass es ihm gut ging. „Hardison, kommen jetzt noch mehr Überraschungen?", fragte Sterling.
„Soweit alles frei", antwortete der Hacker. „Aber ich habe keine Kameras im Keller", erklärte er. „Ich weiß nicht, was euch da noch erwartet."
„Wo ist der Sekretär?", fragte Nate nun, der sich wunderte, dass dieser bei dem Krach, den sie verursacht hatten, nicht schon längst bei ihnen war.
„Oh, um den hab ich mich gekümmert", antwortete Maggie und präsentierte Parkers Elektroschocker.
„Dann lasst uns endlich Sophie holen", meinte Eliot und hielt sich seine Seite.
Erst wollte Nate protestieren und ihm befehlen bei Hardison im Van zu warten, doch er wusste, dass Eliot nicht auf ihn hören würde. Zu viert gingen sie nun bis zur Galerie, die in den Keller führte und wieder erinnerte Nate sich an seinen letzten Aufenthalt in dieser Villa, bei dem er mit Sophie zusammen aus dem Keller geflohen war. In der Galerie jedoch erwartete sie ein weiterer Schläger, der aber keine Schusswaffe trug. Er zog ein Messer und kam auf sie zu. Eliot ging voran, wich einem Schlag aus und kassierte dafür einen Schnitt in die Seite. Nate kam ihm zur Hilfe und gemeinsam entwaffneten sie ihn. Schließlich schlug Eliot den Mann zu Boden, sodass dieser das Bewusstsein verlor. Sterling und Maggie waren schon voraus gegangen und die Stufen zum Kellergewölbe hinunter gestiegen. Als Nate und Eliot ihnen folgten und ebenfalls im Gewölbe ankamen, standen sie bereits im hinteren Teil vor einer Tür. Nate horchte genau hin und vernahm Morrads Stimme. Er nickte Sterling zu, der die Tür mit einem lauten Knall aufschlug. Nate erhielt seinen ersten Blick ins Innere des Raumes. Geradezu stand einer von Morrads Handlangern, den Sterling mit seiner Waffe bedrohte, woraufhin dieser sich ergab. Links im Raum kniete Morrad auf dem Boden. Regungslos vor ihm lag Sophie, die Augen geschlossen. Er sah nicht viel von ihr, doch was er von ihrem Gesicht sah, reichte ihm, um unbändige Wut in ihm auszulösen. Mit wenigen Schritten war er bei ihm und riss ihn von seiner Verlobten weg. Ohne nachzudenken war er über ihm und schlug ihn mit seiner Faust. Danach noch einmal und wieder, bis seine Hand plötzlich festgehalten wurde. Nate sah auf und sah Eliot. „Er ist es nicht wert", meinte Eliot und lockerte seinen Griff. „Sophie braucht dich jetzt", setzte Eliot noch nach.
„Sophie", entfuhr es Nate und der regungslose Körper seiner Verlobten kam ihm wieder in den Sinn. Im nächsten Moment war er an Sophies Seite. Maggie hatte sich direkt zu ihrer Freundin begeben, als Nate Morrad weggezogen hatte und drückte auf ihren Bauch. Zwischen Maggies Fingern befand sich das Messer, mit dem Morrad zugestochen hatte. Nate erkannte, dass es die gleiche Stelle wie beim letzten Mal war. Er untersuchte den Rest ihres Körpers. Ihre Kleidung und Haut war bedeckt von Schmutz und getrocknetem Blut. Aus ihrer Platzwunde am Kopf tropfte frisches Blut und ihre linke Wange war rot und schien etwas geschwollen. Leichte Schatten überzogen ihre Haut an dieser Stelle, die sich bis zu ihrem Auge erstreckten. Offensichtlich hatte Morrad sie wieder geschlagen. Die aufgeplatzte Oberlippe unterstützte seine Vermutung. Ihre Arme und Beine waren mit kleinen und größeren, tieferen und flacheren Schnitten übersät. Sophies Unterarme wirkten geschwollen und ihr linker Arm hatte eine leichte Fehlstellung. Als er nach ihrem Arm griff erkannte er, dass Morrad ihr die Arme gebrochen hatte. Nate lies seinen Blick weiter wandern und erkannte, dass auch jeder ihrer Finder geschwollen war und einige Hämatome gebildet hatten. Ihre Handgelenke waren wund und wurden von blutigen, tiefen Striemen umzogen. Er schluckte schwer. Seine Verlobte musste unglaubliche Schmerzen durchlitten haben. Ihre Füße waren ebenfalls blutig und von Schmutz bedeckt. Nate fragte sich, wie sie nach der Rückkehr aus dem Wald noch hatte laufen können.
„Bringt sie hier raus", riss nun Sterlings Stimme ihn aus seinen Gedanken. „Ich kümmere mich um den Rest, aber bringt Sophie in ein Krankenhaus."
Nate nickte und mit Eliots Hilfe brachten sie Sophie ins Erdgeschoss. Sie hörten wie Hardison mit Sterling das weitere Vorgehen besprach. Maggie wollte bleiben und behilflich sein. Als sie auf die Einfahrt traten war Hardison schon mit einem von Morrads Wagen vorgefahren. Nate stieg auf die Rückbank und Eliot und Hardison hoben Sophie so in den Wagen, dass sie halb auf der Rückbank lag. Nate drückte auf die Stichwunde und überprüfte stetig ihren Puls. Eliot setzte sich hinters Steuer und fuhr so schnell er konnte.
Während der Fahrt hörte Nate was auf dem Anwesen geschah. Ihr Hacker hatte wohl schon, als sie das Anwesen betreten hatte die Polizei informiert und diese kam ihnen nun entgegen. Eliot passte seine Geschwindigkeit allerdings nicht an, sondern rauschte an den Polizeiwagen vorbei. Einer der Einsatzwagen wendete nun. Erst dachte Nate, die Polizisten wollten sie anhalten, doch stattdessen beschleunigte der Polizeibeamte und überholte sie, um mit Blaulicht voraus zu fahren. „Danke Hardison", sagte Eliot und beschleunigte soweit, es der Einsatzwagen vor ihnen zuließ.
Nate hatte begonnen beruhigend auf Sophie einzureden. Er wusste nicht, ob sie ihn hören konnte, doch er musste sichergehen, dass sie wusste, dass er da war. Er sprach über alles was ihm in den Sinn kam. Über ihre Anstehende Hochzeit, über ihre Flitterwochen und immer wieder entschuldigte er sich für alles. Der Puls seiner Verlobten wurde jedoch immer schwächer. Schließlich wusste er nicht mehr was er ihr sagen sollte. „Sei stark, Sophie", flüsterte er ihr ins Ohr. „Ich lasse dich nicht gehen. Du bist stark, du schaffst das. Ich liebe dich. Bleib stark und komm zurück zu mir." Tränen bildete sich in seinen Augen, die nun über sein Gesicht liefen, bis sie von seinem Kinn tropften und auf Sophies Wange landeten. Er sah nach der Stichwunde. Seine zukünftige Ehefrau hatte viel Blut verloren. Seine Hände, die er stark auf die Wunde presste waren getränkt in ihrem Blut. Die Fahrt dauerte an und als sie endlich das Krankenhaus erreicht hatten war Sophies Puls nur noch kaum spürbar. Als hätten sie schon auf sie gewartet, stürmten Notärzte und Krankenschwestern zu ihrem Auto und nahmen sich Sophie an. Vermutlich hatte Hardison sie schon angekündigt. Eliot atmete erleichtert ein und aus, als er der Menschenmenge hinterher sah, die Sophie in die Notaufnahme schob. Gemeinsam stiegen sie aus und gingen ebenfalls in das Gebäude. Die Ärzte waren mit Sophie schon in einem der Behandlungszimmer verschwunden, sodass Nate zur Rezeption ging.
„Verwandte der eben Eingelieferten?", fragte die Schwester hinter dem Tresen mitfühlend.
„Ich bin ihr Ehemann", antwortete Nate. Er wusste nicht, ob er als Verlobter volle Auskunft über ihren Zustand erhalten würde. „Nathan Ford", stellte er sich vor. Dann deutete er auf Eliot. „Er muss dringend untersucht werden." Die Schwester nickte eifrig und schrieb seinen Namen auf.
„Setzen sie sich beide", sagte sie schließlich und deutete auf den Wartebereich. „Es kommt gleich jemand für Sie", meinte sie zu Eliot. Dann wandte sie sich noch mal Nate zu: „Sie werden natürlich über die Behandlung ihrer Ehefrau informiert, sobald der Arzt soweit ist."
Nate setzte sich mit Eliot in den Wartebereich. Nervös tippte er mit dem Bein auf dem Boden.
„Sie ist stark, Nate", versuchte Eliot ihn zu beruhigen.
„Du hast recht", nickte Nate und blickte auf.
Einen Moment schwiegen sie, bis ein Arzt seinen Namen aufrief. Sofort sprang Nate auf. „Mr Ford, ich bin Dr. Birkman und kümmere mich heute um Ihre Ehefrau. Wir bereiten sie jetzt für den OP vor. Bitte haben Sie Geduld, wir tun für Ihre Frau was wir können."

Nate nickte nur. Er merkte, wie der Arzt versuchte das Thema von Sophie Zustand zu umgehen. „Wird Sie es schaffen?", fragte er schließlich.
„Mrs Ford hat viel Blut verloren", erklärte er. „Derzeit kann ich keine Aussage treffen, ob sie es schaffen wird. Ich kann Sie nur bitten mich und meine Kollegen unseren Job machen zu lassen."
Wieder nickte Nate nur. Als der Arzt hinter den schweren Türen, die zum OP führten, verschwand, glaubte er kurz das Gleichgewicht zu verlieren. Ihm war schlecht und er war erschöpft. Doch als er fast fiel, war Eliot an seiner Seite und hielt ihn aufrecht.
„Komm, du musst dich waschen", sagte sein Freund und führte ihn in die Herrentoilette.

Nate sah auf seine Hände, die mit Sophies Blut bedeckt waren und wieder überkam ihn eine Welle der Übelkeit. Wie ein Wahnsinniger wusch er sich die Hände und versuchte das Blut abzuwaschen. Nachdem seine Hände sauber waren, wurde ihm bewusst, dass auch auf seinen Sachen das Blut seiner Verlobten verteilt war. Eliot legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter. „Wenn die anderen kommen, bringen sie dir was zum Anziehen mit.", versicherte er und über Funk hörte Nate, wie Maggie zusicherte daran zu denken.
Gemeinsam gingen sie zurück in den Wartebereich, wo sie sich auf ihren vorigen Platz setzten. Nach einer Weile kam eine Schwester zu ihnen und bat Eliot ihr nun zu folgen. Nate sah ihnen nach. Es war gut, dass Eliot jetzt untersucht wurde. Er hätte ihn schon am Tag davor zur Notaufnahme fahren müssen. Wieder sah er an sich hinunter. Der Anblick des vielen Blutes machte ihn wütend und er wünschte sich, er hätte Morrad doch noch ein paar Mal mehr geschlagen. Es verging einige Zeit, bis der Rest des Teams in den Wartebereich kam. Maggie hatte eine Tasche dabei, die sie ihm reichte. Er nahm sie dankend an und zog sich erneut auf die Toilette zurück, um sich umzuziehen. Er wusch sich das Blut von seinen Armen, was vorher von seinem Hemd verdeckt war und schlüpfte in die frische Kleidung, die Maggie aus seiner Tasche mitgebracht hatte. Seine alte Kleidung schmiss er in den Müll. Nun fühlte er sich ein wenig wohler und kehrte zu seinen Freunden zurück. Sie hatten sich auf die Sitze verteilt. Parker saß neben Hardison, der ihr einen Arm um die Schulter gelegt hatte und ihr leise versprach, dass alles gut würde. Maggie saß neben ihnen und ihr gegenüber Sterling. Alle sahen auf, als er zu ihnen trat und er sich neben Maggie auf den Sitz fallen ließ. „Sie ist noch im OP?", fragte Maggie. Nate nickte nur, nicht fähig mit seiner Familie zu sprechen. Seine Exfrau legte ihren Arm um seine Schulter, wie sie es schon im Park getan hatte und drückte ihn etwas an sich.
Die Zeit verging schleppend und Jim holte in der Zwischenzeit Kaffee für alle und kaufte Brötchen die er an jeden verteilte. Nate schüttelte den Kopf, als er auch ihm eines anbot, doch Maggie nahm es für ihn entgegen und legte es auf seinen Schoß. „Du musst etwas Essen", forderte sie in einem Ton, den Nate zu genüge von ihr kannte. Bei diesem Ton wusste er, dass Widerworte zwecklos waren. Nate packte es aus und begann kleine Bisse zu nehmen, als Eliot zu ihnen kam. Er hatte eine Schachtel Schmerzmittel in der Hand, die er sich in die Tasche steckte und erst jetzt fiel Nate ein, dass auch Eliot eine Stichwunde erlitten hatte. In Eliot Shirt war ein Schnitt, durch den ein Verband sichtbar war. „Wie geht es dir, Eliot?", fragte Maggie, als Eliot sich setzte und dabei kurz vor Schmerz das Gesicht verzog.
„Der Arzt sagte ich soll mich schonen, aber es ist nichts bedenkliches", antwortete er. „Etwas neues?", fragte er dann in die Runde.
Alle schüttelten den Kopf und Stille senkte sich über die Gruppe, bis Nate Sterling ansah. „Wurden alle verhaftet?"
Sein Freund nickte. „Alles erledigt. Meine Kollegen kümmern sich darum, dass er in ein Gefängnis mit höherer Sicherheitsstufe verlegt wird."
„Danke noch mal", sagte Nate.
„Es war mir eine Ehre", erklärte Sterling und lächelte ihn an.
Gerade als Nate etwas erwidern wollte, hörte er seinen Namen. Dr. Birkman, der zuvor mit ihm gesprochen hatte, stand an der Tür zum Wartebereich. Nate schluckte und stand auf, doch der Arzt kam schon auf sie zu. „Die ganze Familie?", fragte er.
Sterling schien es gerade abstreiten zu wollen, als Nate antwortete. „Ja, Sie können offen reden." Er würde ihnen eh alles erzählen, was der Arzt sagte und so war er dann sicher, dass dem Team nichts vorenthalten wurde.

Der Arzt nickte und setzte sich. „Mrs Fords Zustand ist stabil. Sie hat Bluttransfusionen bekommen und Antibiotika, da durch ihre zahlreichen Wunden Schmutz in ihren Blutkreislauf geraten war. Die Stichwunde war sehr tief, aber es wurden keine Organe verletzt. An beiden Armen sind Ulna und Radius gebrochen", berichtete er.
„Die Unterarmknochen", erklärte Eliot nun für alle, die nicht wussten, was der Arzt genau meinte.
„Genau", gab er Eliot recht. „Die Knochen haben wir operativ fixiert. Die Finger waren ebenfalls gebrochen. Diese haben wir ohne Operation stabilisieren können."
Nate nickte. „Wie lange...", er brachte die Frage nicht zu Ende. Es fiel ihm unglaublich schwer mit allem in diesem Moment zurecht zu kommen.
„Wie lange wird ihre Heilung dauern?", fragte nun Eliot, der scheinbar wusste, worauf Nate hinaus wollte.
„Es wird ein langer Weg, bis sie ihre Arme und Hände wieder wie früher bewegen kann. Diese Form des Unterarmbruchs setzt eine Ruhezeit von mindestens sechs Wochen voraus. Danach folgt dann die Rehabilitation. Muskeltraining und Bewegungstherapie", erklärte Dr. Birkman. Es traf Nate wie ein Brett, das ihm jemand vor den Kopf schlug. Wie sollte er Sophie das erklären, wenn sie wieder zu sich kam. Wie konnte er ihr sagen, dass sie ihre Arme die nächsten anderthalb Monate nicht benutzen konnte?
„Können wir sie sehen?", hörte er Maggie fragen.
„Sobald sie auf ihrem Zimmer ist wird eine Schwester Sie hinbringen", antwortete der Doktor. „Ich schaue morgen im Laufe des Tages vorbei und hoffe, dass ich dann schon einmal mit meiner Patientin sprechen kann."
„Vielen Dank, Doktor", sagte Eliot. Der Arzt nickte, verabschiedete sich und verschwand. Nate sah vor sich auf den Boden, seine Gedanken rasten. Wie würde Sophie diese Nachrichten aufnehmen, wenn sie zu sich kam? Er konnte nur ahnen, was in den nächsten Wochen auf sie zukam.
„Nate", riss Maggies Stimme ihn aus seinen Gedanken. „Die Schwester ist hier", erklärte sie, als Nate sie fragend ansah. Er nickte und stand auf. Die nächsten Wochen würden eine Herausforderung werden. Doch erst einmal würde er jetzt seine Verlobte sehen.