Titel: Real love

Teil: 7/7

Autor: Sarista

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Serie: Harry Potter

Rating: PG – 13

Warnung: Das ist eine Slash – Story, also zwei Männer miteinander. Wer so was nicht mag, sollte sie nicht lesen.

Disclaimer: Die Figuren dieser Story gehören J.K. Rowling und ich verdiene hiermit kein Geld.

Pairing: Draco Malfoy / Harry Potter

Anmerkung: Diese Story ist das Sequel zu „You're my angel". Man sollte „You're my angel" gelesen haben um alle Zusammenhänge zu verstehen.

Danksagung: LuckyShadow und HermyBookwurm Danke für eure Reviews #knuddel#


Kapitel 7

Langsam öffnete Draco die Augen. Als er sah, wo er sich befand, musste er unweigerlich erkennen, dass es nur ein Traum gewesen war. Und dabei wünschte er sich doch nichts anderes. Eine glückliche Zeit mit Harry, eine richtige Familie, ein freies Leben. Er fing beinahe an zu weinen, als er daran dachte, was er alles nicht besaß. Harrys Liebe konnte er sich nicht mehr sicher sein und seine Familie war entweder tot oder saß in Askaban fest. An ein freies Leben wagte er noch nicht einmal zu denken. Sobald das Ministerium ihn fand, würde man ihn wieder zurück in die Hölle schicken und daran konnte auch Harry nichts ändern, wenn er es überhaupt versuchen würde. All seine Bemühungen waren zwar wirklich lieb und alles in Draco sehnte sich danach ihm zu glauben, aber warum dann die unpersönlichen Briefe? Warum in den Jahren kein vertrautes Wort, kein Besuch. Er war kein Hochsicherheitsgefangener gewesen, man hätte ihn bestimmt besuchen können. Sicher, die Todesser wurden weit strenger behandelt, als die restlichen Gefangenen, aber so streng nun auch wieder nicht.

Völlig in Gedanken versunken guckte Draco aus dem Fenster. Moment! Aus dem Fenster? In der Heulenden Hütte waren doch alle Fenster vernagelt, oder nicht?

Jetzt wo Draco sich genauer umsah, wirkte auch alles irgendwie sauberer und das Bett schien repariert worden zu sein.

Bevor er sich weiter darüber wundern konnte, kam auch schon Harry mit einem Tablett voller Essen zur Tür rein.

„Ich hoffe, du hast gut geschlafen. Ich wollte dich noch nicht wecken, du sahst so niedlich aus. Hast du Hunger? Laut dem Arzt musst du viel essen und zwar möglichst gesund. Deswegen habe ich dir ein bisschen Obstsalat gemacht. Aber wenn du was anderes willst, kann ich dir auch was anderes-."

„Warum kümmerst du dich so um mich?", unterbrach Draco ihn leise.

„Das fragst du noch?" Harry schien wirklich erschrocken zu sein. Für ihn schien die Antwort eindeutig zu sein. „Na, weil ich dich liebe! Ich habe dich unglaublich vermisst, aber ich konnte ja nichts machen."

Auf Dracos abwertendes Schnauben, fiel es Harry wie Schuppen von den Augen. Deswegen verhielt Draco sich so komisch! Er glaubte, Harry hatte ihn vergessen.

„Draco, ich konnte wirklich nichts machen. Die Briefe wurden alle durchgeguckt und alles persönliche wurde abgelehnt. Die meinten, dass ich dich damit negativ beeinflussen könnte."

„Und warum hast du bei deiner ach so großen Liebe so lange gebraucht, um ein Verfahren zu organisieren? Konntest du keinen Anwalt finden?"

Der Spott in Dracos Stimme tat Harry unglaublich weh. Wenn Draco an seiner Liebe zweifelte, war er bestimmt unglaublich einsam in Askaban gewesen. Kein Wunder, dass er sich nicht über das Wiedersehen gefreut hatte.

„Ich habe es versucht, wirklich. Aber das Ministerium hat jede Klage abgelehnt. Mittlerweile habe ich massenweise Material über deinen Fall und über das Rechtssystem. Ich könnte dir ganze Abschnitte unseres Gesetztes auswendig aufsagen, so viel habe ich darin schon geforscht."

Eigentlich war der ehemalige Slytherin noch nicht wirklich überzeugt, aber ein Teil von ihm, unschwer als das Herz zu erkennen, wollte und musste ihm glauben. Alles in ihm schrie nach Harry, verlangte nach einem Kuss.

„Verdammt!" Damit schaltete Draco jegliche Zweifel aus und lehnte sich einfach vor. Ihre Lippen trafen sich zu einem langersehnten Kuss, dem erstem seit drei langen Jahren.


„Und damit erkläre ich Draco Lucius Malfoy für unschuldig. Er wird für die Zeit in Askaban vom Staat entschädigt und erhält das Recht jederzeit seinen Vater zu besuchen."

Damit war das Urteil gesprochen. Harry hatte gegen den bestochenen Richter ausgesagt, César hatte all seine Kraft aufgebracht und auch Draco hatte die Geschworenen überzeugt.

Es war ein voller Erfolg.

Als Harry und Draco Hand in Hand den Gerichtssaal verließen, standen überall Reporter und von allen Seiten stürmten Fragen auf sie ein, aber all das brachte Harry nicht aus der Ruhe. Er lächelte unglaublich glücklich, drehte sich zu seinem blonden Engel um und versiegelte seine Lippen mit einem langen Kuss. Morgen würde das wohl alle Titelseiten schmücken und Harry würde es sich ausschneiden, einrahmen und über den Schreibtisch hängen, als Erinnerung an den glücklichsten Tag seines Lebens.


Extra: Ein Geschenk der besonderen Art

Leise murmelnd hastete Draco durch die Stadt. Eigentlich würde er viel lieber in einem warmen Bett neben seinem Liebsten liegen, aber das hatte sich wohl erledigt. Harry hatte ihm nämlich heute morgen, am vierundzwanzigsten Dezember (!), erzählt, was für ein tolles und vor allem persönliches Geschenk er doch für Draco hatte. Da kam sich der ehemalige Slytherin mit seinem Buch über Basilisken schon recht lächerlich vor. Dieses Geschenk war natürlich nicht persönlich genug, aber etwas für seinen ehemaligen Gryffindor zu finden war auch wirklich nicht einfach.

Deswegen rannte er schon seit mindestens vier Stunden durch alle Geschäfte der Stadt. Einige hatte er sogar schon doppelt durchsucht und trotzdem nichts gefunden. Auch in der Muggeleinkaufspassage war er schon gewesen. Überall gab es nur absolut kitschige, unpersönliche Massenprodukte, die höchstwahrscheinlich unter jedem zweiten Weihnachtsbaum lagen.

‚Denk nach, Draco! Denk nach! Was könnte ich ihm bloß schenken? Eine romantische Nacht werden wir sowieso haben, das Photo hatte ich schon letztes Jahr und für eine gemeinsame Reise haben wir beide keine Zeit.'

Draco seufzte. Ihm fiel einfach nichts ein und diese Weihnachtsmusik aus allen Läden machte es auch nicht gerade leichter. Durch besagte Musik bekam er nämlich auch noch Kopfschmerzen. In jedem Laden lief ein anderes Lied und jedes Geschäft versuchte mit vielen Lichterketten die Kunden zu locken.

Eigentlich mochte Draco Weihnachten, aber zu viel war einfach zu viel und deswegen setzte er sich in den einzigen Laden, wo keine blöde Weihnachtsmusik dudelte: das Eiscafé!

Hier war nichts weihnachtlich geschmückt, sondern es wurde versucht einen Inseltraum nachzubauen. Auch das war nicht ideal, aber alles war besser als Weihnachtsmusik!

Draco setzte sich an einen Tisch in der Mitte und betrachtete die verschiedenen Eisbecher. Schon beim Lesen der Namen lief ihm das Wasser im Mund zusammen und er wollte gerade den Kellner rufen, als er Gesprächsfetzen von zwei Frauen auffing.

‚Das ist es! Das ist die Idee! Persönlich, erotisch, perfekt!'

Freudig sprang Draco auf und lief los um alles nötige zu besorgen. Das würde eine Überraschung werden!


Harry guckte Draco erstaunt an. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er denken, dass der ehemalige Slytherin auf seinem Stuhl hin und her hüpfte! Aber das konnte natürlich nicht sein! So etwas tat ein Slytherin nicht und erstrecht nicht sein Draco! Oder doch?

„Draco?", fragte Harry vorsichtig, Verrückte sollte man schließlich nicht erschrecken.

„Ja Schatz", war die fröhliche Antwort. Harry wäre fast vom Stuhlgekippt. Kosenamen?

„Ist ... ähm ... alles o.k.?"

„Ja sicher! Heute abend gibt es Geschenke und es ist Weihnachten!" Anm. der Autorin: ich weiß, die Geschenke gibt es in England erst am 25. Aber sonst funktioniert mein Plot nicht

Harry nickte leicht und drehte sich dann weg. Wusste Draco etwa, was er plante? Aber das konnte er gar nicht erfahren haben! Niemand hatte gequatscht, die würden sich schließlich selbst den Spaß verderben, oder?

In diesem Moment bat Draco ihn noch etwas einzukaufen. Er gab ihm gleich eine ganze Liste und die abzuarbeiten würde wahrscheinlich Stunden dauern.

„Sorry Schatz, aber das ist wirklich sehr, sehr wichtig."

Harry starrte die Liste einfach nur an. Draco gab ihm damit die perfekte Möglichkeit alles zu organisieren, aber warum? Ahnte er es wirklich? Wusste er es gar?

In Dracos Lächeln konnte Harry darauf keine Antwort finden und so machte er sich auf den Weg.

‚Hoffentlich weiß Draco noch nichts von der Überraschung.'


Kaum hatte Harry die Tür hinter sich geschlossen, da fing Draco an alles vorzubereiten. Wenn seine Vermutung stimmte, brauchte Harry für den Einkauf mindestens eine und ein halbe Stunde. Das war genügend Zeit.

Zuerst formte Draco kleine Klöße aus dem frischen Gehackten. Dann den Spargel schälen und kochen, den gekauften Eierstich schneiden und das ganze in die bereits fertige Brühe geben. Kurz kochen lassen und fertig war die Vorspeise!

Stolz bewunderte Draco sein Werk. Diese Suppe hatte er in einem alten Kochbuch seiner Tante Andromeda gefunden und sie duftete köstlich.

Aber das war noch nicht alles!

Der ehemalige Slytherin hielt die Vorspeise magisch warm und machte sich dann an das Hauptgericht: Nudelauflauf alla Carbonara!

Er hatte ihn selbst mal bei seiner Mutter gegessen und so schwer war das nicht. Die Nudeln aufkochen, die fertige Soße drüber gießen. Das ganze in eine Auflaufform und in den Ofen.

Draco musste schmunzeln. Er hatte noch nie für Harry gekocht und der Gryffindor glaubte wohl, dass er das gar nicht konnte, aber das stimmte natürlich nicht! Seine Tante Andromeda hatte immer viel mit ihm gekocht und auch gebacken. Er war geradezu ein Meister auf diesem Gebiet.

Sein anderes Spezialgebiet würde er seinem Schatz nach dem Essen näher bringen. Das schmutzige Grinsen auf Dracos Gesicht sprach Bände.

Er wusste auch schon genau, wie er Harry verführen konnte: Nur mit einer roten Schleife bekleidet würde er in der Küche stehen. Das Essen konnte man zur Not nämlich auch viel später wieder aufwärmen, da war er sich sicher.

Einen letzten Blick durch die Küche, jetzt schnell umziehen!


Ungeduldig klingelte Harry an der Tür. Sirius brauchte doch sonst nicht so lange, um eine Tür zu öffnen. Gerade als er mit der Faust gegen schlagen wollte, wurde die Tür geöffnet.

„Entschuldige bitte Harry, ich hatte dich noch nicht erwartet", begrüßte ihn Sirius Black

„Macht nichts. Sind denn schon alle da?"

„Ja sicher, alle in Festtagskleidung und mit guter Laune. Besonders Snape freut sich darauf, Draco mal wieder zu treffen."

Als Harry den Salon betrat, sah er sie alle: Remus, Severus Snape, Blaise Zabini und die Weasleys.

Natürlich wurde der ehemalige Gryffindor gleich freudig begrüßt.

„Und du bist ganz sicher", fragte Remus vorsichtig, „dass wir alle bei euch in der Wohnung feiern können? Wird das Draco nicht zu viel sein?"

„Nein! Er liebt die Familie und er gerade letzte Woche erwähnt, wie sehr er seine Familie vermisst. Und die Weasleys gehören doch schließlich auch dazu."

Zustimmendes Gemurmel erhob sich und alle löcherten Harry sofort mit Fragen nach seinem jetzigen Leben.

Nach einer Stunde stoppte Sirius das jedoch, sie mussten los. Na, das würde eine Überraschung werden!


Draco band sich gerade die Schleife um, als er den Schlüssel im Schloss hörte.

„Wieder da Harry?", rief er in den Flur und musste leise kichern, als er an Harrys sicher überraschtes Gesicht dachte. Die Küchentür hatte er zugemacht, damit sein Schatz nichts sah, wenn er die Wohnung betrat.

Harry schlich sich zusammen mit den anderen zur Küche. Dem Rufen nach zu urteilen, war Draco dort.

Mit Schwung riss er die Tür auf und auch seine Gäste kamen gleich mit in den Raum gestürmt.

„Überraschung!", riefen sie alle zusammen.

„Überraschung!", schallte es ihnen entgegen.

Kurz standen alle wie erstarrt still. Es folgten einige panischen Aufschreie und Draco drehte sich um und flüchtete.


„Draco? Bist du hier?"

Vom Bett hörte Harry ein leises Schluchzen. Da lag er, zitternd und weinend auf dem gemeinsamen Bett.

„Ach, komm mal her Liebling." Vorsichtig zog Harry seinen Draco in eine Umarmung."

„Ich hatte das alles so schön geplant", schluchzte dieser leise.

„Sch – ist ja gut. Ist doch gar nichts Schlimmes passier. – Guck mich nicht so komisch an. Schlimm war das nicht! Wir waren nur so überrascht. Warum hast du denn nichts gesagt?"

„Witzig! Dann wäre es doch keine Überraschung mehr gewesen. Woher soll ich denn auch wissen, dass du die ganze Familie mitbringst?"

Sie guckten sich an und mussten lachen.

„Komm mit runter, Drache. Sie warten alle mit dem Essen auf dich. Die Suppe riecht nämlich ausgesprochen lecker."

Draco nickte leicht und folgte ihm in die Küche. Und zur Überraschung aller machte nicht einmal Ron einen blöden Kommentar dazu und das Weihnachten in der Familie wurde das schönste seit Jahren.

Ende

Anmerkung:

Wow! Ich habe es tatsächlich geschafft und ich bin unglaublich stolz auf mich. Eigentliche begann alles mit einer einteiligen Shortstory. Ja, ganz richtig, „Party" war eigentlich mit dem ersten Kapitel komplett und ich hatte einfach nur das ‚end' darunter vergessen. Erst war ich völlig überfordert mit meiner ersten richtigen Slashstory, aber mittlerweile liebe ich sie. Ich hätte nie gedacht, dass das so viel wird und ich freue mich, dass viele mir treu geblieben sind, obwohl ich eure Treue ganz schön auf die Probe gestellt habe.

Danke! Danke fürs Lesen, danke für alle Reviews und danke für die liebe Unterstützung. Ich möchte mich auch noch mal bei Vanillia bedanken, die Teile von „You're my angel" betagelesen hat. Leider leidet sie sehr unter Zeitmangel, aber sie ist eine fantastische Beta gewesen. Danke!

Ich werde diese Trilogie ganz schön vermissen, aber ich finde bestimmt ein neues Projekt.

Ich habe schon die ersten Kapitel einer Harry/Draco – Story fertig, aber noch immer keinen Titel. Haltet aber bitte die Augen auf, meine nächste Story kommt bestimmt!

#wink# #knuddel# #wein# Es war toll mit euch! Bis hoffentlich bald!

Sarista