Disclaimer: Alle Personen und Orte im Potterverse , sowie Auszüge aus den Originaltexten sind Eigentum von J. K. Rowling.
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Mantrath verdient hiermit kein Geld und schreibt nur aus Spaß an der Freud´.
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Schön, dass du mich gefunden hast.
Diese Story ist meine erste und zunächst möchte ich erwähnen, dass die saloppe Redensart Absicht ist. Außerdem bewahrheitet sich das M- Rating erst später.
Ich habe die Schreiberei lange vernachlässigt.
Seit März 2019 ersetze ich hier alles nach und nach durch verbesserte, schönheitskorrigierte Kapitel. Inhaltlich ändert sich nur wenig.

Vorwort

Jungaurorin Nymphadora Tonks wird von ihrem Chef Kingsley für den OotP rekrutiert.
Dort trifft sie zum ersten Mal seit ihrer Schulzeit wieder auf Severus Snape.
Kann ein Einblick hinter die Kulissen des Ordens oder Snapes Taten -deren Motivation alle hinterfragen-
Tonks Abneigung gegen den Tränkemeister des Dunklen Lords ändern?
Oder sind doch die zarten Bande, die sie zu einem Werwolf knüpft, stärker?

SSNTSSNTSSNTSS

"Nymphadora? Nymphadora! Ich würde Sie gerne kurz wegen Ihres Antrags sprechen!", ruft mein Chef Kingsley - irgendwie übertrieben laut- quer durch den Ministeriumsgarten.
Die wenigen Mitarbeiter, die noch hier herumlaufen, beachten ihn kaum. Schließlich ist es kurz vor Feierabend und niemand hat Lust, sich über Ministeriumsangelegenheiten zu unterhalten. Erst recht nicht heutzutage…
Nicht, dass ICH Lust dazu hätte…
Endlich bei mir angekommen, nimmt mein Chef mich wie ein kleines Kind an der Hand und zieht mich nach erneutem gründlichem Umsehen hinter ein dichtes Gebüsch.
Moment...was wird das denn?
"Vertrauen Sie mir?", fragt er, mich eindringlich ansehend.
Ich nicke mechanisch und hoffe, dass der zweifelnde Blick in meinen Augen mich nicht Lügen straft. Langsam kommt mir das irgendwie komisch vor, ist er doch normalerweise äußerst seriös und so ein Verhalten passt irgendwie gar nicht zu ihm. Auch sein freudiges Grinsen, welches eine Reihe perfekter, blendend weißer Zähne entblößt, sieht in Kombination mit dem starken Griff, mit dem er meine Hand festhält, fast schon beängstigend aus.
Sein Griff verstärkt sich noch etwas mehr und ehe ich richtig kapiere, was geschieht, disappariert er mit mir.
Merlin, wie ich das hasse, kann er mir nicht einfach sagen, was das soll?!
Kaum am Ziel angekommen, zaubert er mir eine Augenbinde auf und acciot meinen Zauberstab zu sich.
Super, Tonks, lässt dich entwaffnen wie `ne Anfängerin, Moody wäre echt stolz!
"Vertrauen Sie mir!", sagt er erneut und ich höre wie sich eine Tür öffnet.
Er schiebt mich fast schon grob vorwärts und drückt mich nach einem schier endlosen Gang auf einen knarzenden Stuhl. Ich atme prüfend die Luft ein.
Riecht ziemlich muffig hier drin.
Leise murmelnde Worte dringen an mein Ohr. Ich erkenne einige Schutzzauber, außerdem brummt ein Hauself genervt vor sich hin. Ich bin wohl in einem reichen Haushalt zu Gast.
Gast...Geisel trifft es wohl eher...
"Entschuldigen Sie, die Maskerade muss leider sein. Sie müssen zunächst einen kleinen Test bestehen", höre ich Kingsley hinter mir und dann entfernt er sich ein paar Schritte. Irgendetwas sagt mir, dass das alles hier nichts mit meinem Antrag auf Dienst an der Front zu tun hat…Dieser Schreibtischjob macht mich wahnsinnig…
"Entspannen Sie sich", flüstert plötzlich jemand direkt vor mir und ich glaube, diese Stimme zu kennen.
Irgendwo in meiner Vergangenheit habe ich sie schon einmal gehört.
Das Aufrichten meiner feinen Körperhärchen verrät mir, dass es sich nicht unbedingt um gute Erinnerungen handelt.
Woher kenne ich diese Stimme bloß?
Meinem Instinkt folgend, Kingsley zu vertrauen, versuche ich mich zu entspannen...Und bekomme plötzlich rasende Kopfschmerzen!
Jemand dringt mit schier unendlicher Kraft in meinen Geist ein.
Ohne Augenkontakt wohlgemerkt!
Ich halte mit allem, was ich an Okklumentik aufbieten kann, dagegen.
Was natürlich aufgrund dieses mächtigen Legilimentors ziemlich zwecklos ist.
Erde an Tonks, Du bist ...was noch gleich?
Ich verwickle meine Erinnerungen schnell in kleine Gedankenknäuel, die ich auf verschiedene Gestalten - im Geist angenommen - verteile, was diese Wahnsinnsmacht, die gerade versucht, mein Hirn zu übernehmen, ein wenig abschwächt.
Nach gefühlter Ewigkeit zieht er sich zurück und ich muss mich etwas um Fassung bemühen.
Ich warte noch ein wenig ab, bis mir schließlich die Geduld abhandenkommt. Wütend springe ich auf, rufe mir meinen Zauberstab zurück und löse die magische Augenbinde. Verdammt, nicht ganz das, was ich erwartet hatte...
Was habe ich eigentlich erwartet?
Okay, ich bin knapp über zwanzig und im Moment prädestiniert dazu, einmal an einem Herzinfarkt zu sterben.
Vor mir steht ein Mann, den ich gehofft hatte, nie wieder sehen zu müssen, und neben ihm ein gesuchter Massenmörder.
Ich spüre eine Bewegung hinter mir.
Kingsley stellt sich links neben mich und im rechten Augenwinkel erkenne ich die unverwechselbaren, knallbunten Roben meines ehemaligen Schulleiters.
Er lächelt mich gutmütig an und sieht zu `DEM Legillimentor`.
Dieser nickt Dumbledore bestätigend zu. Dann bleibt sein Blick wieder etwas angewidert an mir heften.
"Diese Farben haben Sie nicht verdient!"
Wie habe ich nur diese Stimme nicht sofort zuordnen können?
Gut, jetzt, da er laut und natürlich verärgert spricht, erkenne ich die tiefe, sonore Stimme meines einstigen Zaubertrankprofessors nur allzu leicht.
Allein die Tatsache, mich grundlos zu verspotten, identifiziert ihn eindeutig.
Apropos, was meinte er?
"Slytherin in und auf dem Kopf", kichert Dumbledore und nimmt sich eine Strähne meines Haares, das, wie ich verwundert feststelle, grün- silbern gestreift geworden ist. Ich lasse es schnell wieder pink werden und sehe abwechselnd zu Kingsley, der noch meinen Zauberstab hat und...Sirius Black.
„Was genau ist hier los?" , frage ich zornig.
Ich weiß nur zu gut, wie lächerlich diese Frage klingt.
Aber ich muss irgendwie ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Sirius reicht mir ein Glas Feuerwhiskey und lächelt mich herzerwärmend an.
"Hier, das wirst du brauchen." Ich nehme das Glas an, trinke aber nichts.
Jaha, Alastor, ein wenig habe ich schon von Dir gelernt!
"Willkommen im Orden des Phönix!", sagt Dumbledore und klatscht begeistert in seine Hände.
Bitte was?!
Snape nickt ihm erneut zu und disappariert einfach. Ich würde auch gerne verschwinden…
Dieses seltsame Haus ist irgendwie...dunkel...sehr dunkel...mächtig dunkel.
"Trinken Sie ruhig. Sirius hat noch genug davon", lächelt Dumbledore mir zu und ich trinke doch endlich einen Schluck. Und dann noch einen.
Während ich langsam mein Glas leere, erfahre ich alles über Sirius, Harrys Entkommen aus den Fängen Voldemorts während des Turniers und die Tätigkeiten des Ordens.