Hallo ih Lieben!

Um es vorweg zu nehmen, diese Story wird lang. Einige Dinge werden geschehen, die uns Edward gerne berichten will. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, seinen Weg zu verfolgen. Und um ihm mitzuteilen, was ihr davon haltet, schickt mir bitte ein Kommentar, indem ihr am Ende dieses Kapitels auf den Button drückt und ein paar Zeilchen schreibt. (Fragen, Anregungen, Wünsche, immer her damit)

Das zweite Kapitel ist schon fertig und wartet nur auf ein Feedback für das erste, um sicher zu gehen, dass es erwünscht ist :)!

Disclaimer: It all belongs to Stephenie Meyer.

So und jetzt viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen 'I want reviews'! :) Danke!


Supergene

Ihre Haare wehten im Wind als sie sich bewegte – sie rannte weg von mir.

Warte doch, lauf nicht weg!" Ich rief ihr hinterher und versuchte mich zugleich hart vom Boden abzudrücken. Doch meine schmächtigen, dünnen Beinchen wollten einfach nicht das tun, was ich von ihnen verlangte. Ich war zu schwach, ich konnte sie nicht einholen.

Auf mein Rufen hin wandte sie sich um und blickte zu mir. Sie nahm ihre Hände hinter den Rücken, legte den Kopf zur Seite und lächelte, wie ein kleiner Engel. Sie tanzte förmlich im Mondlicht. Ja, sie sah aus wie ein Engel. Und ich konnte sie einfach nicht erreichen.

Edward", sagte sie lachend und grinste dabei über beide Ohren, „weißt du, irgendwann, ja, da bin ich mir ganz sicher, irgendwann wirst du ein Mädchen glücklich machen. Und dann, dann wirst auch du unendlich glücklich sein. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen. Ich hab' dich lieb, mein Edward!"

Das waren ihre Worte. Sie drehte sich wieder um und rannte los. Schneller, noch viel schneller als der Wind. Ihre Harre flogen, sie flog. Sie schien so unerreichbar. Warum konnte ich sie nur nicht halten?

Ich musste stärker werden. Ich würde alles tun, um dieses Mädchen zu finden. Scheiß drauf, von wegen irgendein Mädchen irgendwann glücklich machen. Ich wollte diesen Engel, meinen Engel. Doch es schien, als ob unsere Bedürfnisse auseinander gingen.

Gerade als ich dachte, ich hätte sie schon ganz verloren, hörte ich ihre Stimme noch einmal. Leise, verändert…

Edward"

„EDWARD"

„Wa was?"

Ratsch, da waren meine Vorhänge aufgezogen und ich blinzelte einem sonnigen Tag entgegen. Sonnig, hier in Forks? Moment, die im Wetterbericht hatten da aber etwas ganz anderes erzählt.

„Komm schon, steh auf Edward. Lass uns nicht gleich am ersten Tag zu spät kommen." Das war die Stimme, naja, die andere. Das war Alice, meine Zwillingsschwester.

„Arg, Zwerg, verschwinde! Es ist viel zu früh, komm später wieder."

„Nein Bruderherz, es ist nicht zu früh. Es ist zu spät. Steh auf! Frühstück ist fertig, deine Sachen hab' ich dir schon zurechtgelegt und deine Tasche hab' ich auch schon runter geschleppt. Siehst du, alles, was der feine Herr noch tun muss, ist sich waschen und dann zu frühstücken. Komm schon, das kann ich dir nicht auch noch abnehmen."

Mein Kopf. Ich schwöre, das hat sie alles in nur fünf Sekunden gesagt.

„Danke Alice ‚gähn', ich mach mich fertig."

Damit schien sie zufrieden zu sein. Sie gab mir noch einen Kuss auf die Wange und hüpfte, ja hüpfte aus meinem Zimmer. Verdammt, gute Laune am frühen Morgen, ich war so ein Morgenmuffel, ich konnte so etwas nicht ertragen. So sehr ich meine Schwester auch liebte, ihre hyperaktive Art würde mich eines Tages noch ins Grab bringen.

Nun gut, aufgestanden, frisch gemacht!

Es war noch alles etwas ungewohnt – mein Zimmer, der Flur, das gesamte Haus.

Wir waren erst vor ein paar Tagen hergezogen. Alaska nannte ich vorher ca. ein halbes Jahr mein Zuhause. Obwohl, mit Zuhause verband ich etwas anderes. Das war der Ort, an dem ich mich wohlfühlte, da waren meine Freunde, da war mein Herz. Das letzte vor allem war nicht in Alaska, auch die Freunde, zumindest die wahren Freunde, waren nicht bis Alaska mit mir gekommen. Sie sind in Phoenix geblieben. Dort war ‚home sweet home'. Genau, war.

Jetzt war es Forks.

Mein Dad war ein klasse Arzt, ein Grund, warum wir umziehen mussten. In Alaska wurde ihm die Leitung einer Abteilung übertragen und durch seine Reputation nun auch dieser Posten, Chef des Forks' General.

Bei dem Job allein blieb es aber nicht. Dazu kamen unmenschliche Arbeitszeiten und jede Menge Geld. Dieses Geld hatte er verdient, redlich, er arbeitete hart. Doch wo es für den einen Wohlstand hervorrief, war es für den anderen ein Fluch.

Für mich war es ein Fluch. Ja, zugegeben, es war nett sich alles leisten zu können. Doch was ich wollte, waren Freunde, war Liebe und diese Dinge lassen sich nun einfach nicht erkaufen. Natürlich wäre selbst das möglich gewesen. Glaub mir, es gab so einige Leute, die in Alaska meine oder auch Alice' Freunde sein wollten. Aber so waren wir nicht. So wurden wir nicht erzogen und darauf war ich verdammt stolz.

Als ich fertig mit Duschen war, warf ich mich schnell in das von Alice vorbereitete Outfit. Ja, sie hatte einen guten Geschmack, nie zu viel aber definitiv nie zu wenig. Alice war eben Alice.

„Hey, was riecht hier so? Muffins?" Hm, ich liebte diese Dinger einfach. Ich konnte nie genug davon bekommen.

„Ja, Mum hat sie gebacken. Wärst du eher aufgestanden, hättest du ihr wenigstens noch auf Wiedersehen sagen können." Alice' Ton war ernst. Ich gab ihr meinen besten Hundeblick. Sie presste ihre Lippen so stark zusammen, dass sie schon ganz weiß waren. Ich sah sie an und musste lachen. Sie stimmte mit Gekicher ein.

„Mann, da will man einmal böse mit dir sein und du versaust es wieder. Mein Gott, Edward, wie machst du das nur?"

„Tja Schwesterchen, ich bin halt ein Herzensbrecher." Wir amüsierten uns noch eine ganze Weile. Albern, nicht? Aber das Leben ist schon viel zu ernst, um sich nicht an kleinen Dingen hochzuziehen und Alice war immer für einen Spaß zu haben.

„Ok ok, ich glaub es dir. Apropos Herzensbrecher…" Nicht schon wieder. Immer dieselbe Leier, abrupt sank meine Stimmung gen Null.

„Verdreh nicht die Augen, Edward Cullen, das bringt dir gar nichts! Sieh mich an und tu wenigstens so, als würdest du mir zuhören." Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Kleine Hexe, kannte mich viel zu gut.

„Edward, neue Stadt, neue Leute. Das heißt, keiner kennt uns. Die sehen alle nur, was sie sehen wollen und genau da kommst du ins Spiel. Ich sehe verdammt gut aus und da du nun mal mein Bruder bist, hast auch du ein paar von den Supergenen abbekommen. Also, halt dich zurück."

An dieser Stelle hatte sie mich verloren. Ich fiel vom Hocker, wörtlich, und rollte auf dem Boden hin und her.

„Alice, echt jetzt, Supergene? Wow, also wenn ich das nächste mal Stress habe, sage ich einfach ‚Das ist nicht meine Schuld Sir, das sind meine Supergene…', als ob mir das jemand abnimmt."

KLATSCH

Und da war auch schon ihre kleine Hand auf meinem Hinterkopf gelandet. Das war Emmetts Schuld, er hätte sie nicht so oft mit uns spielen lassen dürfen. Schöner großer Bruder, der der eigenen Schwester zeigt, wie sie dem anderen Bruder eins auswischen kann.

„Und für was war das jetzt?"

„Für deine Dummheit. Edward, lass es einfach ruhig angehen."

„Es ist nicht so, dass ich das will Alice. Was kann ich denn dafür, dass mir immer irgendwer am Hintern hängt? Ich mache nichts, ich flirte so gut wie nie. Du hast doch selbst gesagt, es liegt an meinem Äußeren. Na soll ich `ne Maske aufsetzen?"

„Nein, sollst du nicht. Ich hab's kapiert. Los, schnapp deine ‚Supergene' und dann lass uns zur Schule fahren." Sie ging an mir vorbei und hatte immer noch ein Grinsen im Gesicht, aber mir einen Vortrag halten wollen. Nein Alice, nicht mit mir. Das mit den Genen sollte wohl unser kleiner Scherz werden. Das musste ich Emmett erzählen, der würde ausflippen.

„Ach Edward, dein oder mein Wagen?"

„Lieber meinen, oder soll dein Porsche unsere Gene vorweg nehmen?"

Sie schlug mich spielerhaft auf den Arm, nahm den Haustürschlüssel und lief zu meinem Volvo.

Da stand ich nun. Schwer einatmend nahm ich meine Wagenschlüssel vom Schlüsselbrett und blickte noch einmal zurück in das riesige Haus.

Es war ja nur ein Schultag, dachte ich mir. Was sollte da schon alles passieren? Naja, zumindest startete der Tag recht angenehm, denn die Nacht endete mit einem Traum von meinem Engel.


Ich hoffe, dass es euch Spaß bereitet hat.

Ihr würdet mir mit einer kleinen Mitteilung eine riesen Freude machen. :)