So geil wie immer alle Mitleid mit dem *Bösen* haben, wenn der Gute ihn in die Finger bekommt lol-istina

„Zieh Dich aus."

Ja, ich freue mich auch, Dich nach so langer Zeit wieder zu sehen...

„Ähm, also eigentlich ist mir ja nicht nach ... hey!"

Mit einem Wink ist meine gesamte Kleidung verschwunden und ich kann mich nicht mehr bewegen. Unterhalb des Kopfes.

„Was soll das? Du weißt genau, wie ich es hasse, wenn Du an mir herum zauberst, was machst Du da?!"

Stehe nackt und gelähmt in Sevs Labor und beobachte ihn dabei, wie er aus einem verborgenen Schränkchen allerlei Utensilien herausholt.

Gruselige Utensilien... Ist das eine Sonde?

„Severus..." Wieso macht mein Gatte mir mehr Angst, als monatelange Gefangenschaft bei Malfoy...

Sein Blick ist völlig emotionslos, er schiebt mir tatsächlich ein Muggelendoskop in den Unterleib...

„Das ist kalt..."

Er dreht und schiebt das dünne, biegsame Instrument und beobachtet währenddessen genau den Monitor am anderen Ende.

„Ich dachte, elektrische Dinge funktionieren hier im Schloss nicht."

Er antwortet nicht, zieht das Ding aus mir raus und geht hinter mich.

„Okay STOPP! Was soll das? Ich wurde bereits untersucht... auch ... dort..."

Er lässt sich nicht aufhalten und nimmt meinem nicht vorhandenen Muggelhausarzt die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung ab.

„Du tust mir weh."

Langsam steigen Tränen in meine Augen, was ist nur los mit ihm?

Als er das letzte Mal so weit weg schien mit seinen Gefühlen, Gedanken, hatte er wenige Stunden zuvor Dumbledore erlöst.

Endlich löst er die Sonde und den Lähmfluch und ich flüchte ins Schlafzimmer, neue Kleider suchen. Die anderen sind weg, verschwunden.

Er sieht eh nicht aus, als wäre ihm nach ner gemütlichen Unterhaltung zumute.

„Oh, Misses...oh oh Dobby entschuldigt sich...oh Misses Misses..."

Der errötende Hauself versucht seine riesigen Augen mit seinen Ohren zu bedecken und dreht sich weg von mir.

„Schon gut Dobby, die halbe Welt kennt meinen Körper, einer mehr macht den Bock auch nicht fetter..."

„Bock? Misses?"

Er sieht sich tatsächlich suchend nach einem Ziegenbock um.

„Das ist ein Sprichwort, Dobby."

Sieht nicht aus, als hätte er es verstanden...

„Was machst Du eigentlich hier?", frage ich ihn, in eine weite beige Cargohose und schwarzes T-Shirt schlüpfend...

„Dobby hat strikte Anweisung von Professor Dumbledore, Professor McGonagall, Madame Pomfrey, Miss Hermine Granger, Harry Potters bester Freundin und Mister Mister Weasley immer hier auf den dunklen Direktor zu warten und dafür zu sorgen, dass er etwas isst und schläft. Dobby nimmt seinen Auftrag sehr sehr ernst, trotz der großen Gefahr, in der Dobby schwebt!" Er nickt seine Aussage bekräftigend mit dem Kopf und strahlt mich stolz an.

„Welche große Gefahr?"

Seine Ohren fallen auf seine Schultern und er wird plötzlich sehr traurig.

„Misses, Dobby weiß, dass Misses Direktor sehr gern hat, aber... der Direktor... er tut manchmal Dinge, die Dobby ängstigen... und er droht...Dobby zu zermalmen, wenn er nicht weggeht..."

Jetzt bricht er in Tränen aus und versucht gleichzeitig, seinen Kopf gegen den Kleiderschrank zu schlagen.

Hab einige Mühe, ihn festzuhalten.

„Dobby schon gut, hör auf, ich befehle Dir, mich zu umarmen und sonst nichts!"

Er zittert kurz und legt aber dann seine dünnen Ärmchen um mich herum.

Der plötzliche Körperkontakt erinnert mich daran, wie einsam ich die letzten Monate gewesen bin.

„Schon gut, Kleiner Kerl. Du hast das gut gemacht, was hältst Du davon, wenn ab sofort ich das alles übernehme und mich um den Direktor kümmere?"

„Hat Dobby etwas falsch gemacht?"

„Nein, aber weißt Du, ich muss eine Aufgabe haben, sonst denke ich zu viel, also könntest Du mir zu Liebe auf Deinen Auftrag verzichten?"

Er nickt und wischt sich die Nase mit dem Ärmel ab.

„Gut. Ich muss kurz hoch in den Krankenflügel, begleitest Du mich?"

Er nickt wieder.

„Tonks? Bist Du das?! Oh Merlin sei Dank!"

Die dürre Gestalt Minerva McGonagalls wirft mich fast um, so stürmisch umarmt sie mich.

„Ja, ich bin´s."

Versuche zu lächeln, wirkt bestimmt gekünstelt.

„Wie geht es Dir, ich meine, bist Du verletzt?"

„Nein, Freddie hat mich zusammengeflickt, es geht mir ganz gut, ich wollte gerade zu Poppy, scheint als bräuchte ich was gegen den Milcheinschuss..."

Seit paar Stunden spannen meine Brüste schmerzhaft.

„Hat Severus Dir nichts gegeben?"

„Ähm...er weiß es nicht...wir...also irgendwie..." Fange plötzlich an zu weinen.

„Ich weiß nicht, was mit ihm ist, er ist so kalt... ich komme mir die ganze Zeit schon so vor, als wäre das alles meine Schuld..." Minerva lässt mich an ihrer Schulter weinen und dirigiert mich langsam hoch zu Poppy.

Die Medihexe nimmt mich mütterlich lächelnd aus Minervas Armen und reicht mir einen rosa Trank.

„Mach Dir nichts draus, das sind die Hormone..."

Heule auf wie ein Schlosshund, während sie mein pralles Dekolletee abtastet.

„Du solltest diesen Stillnichttrank einnehmen. Das hilft schnell. Auch gut für die Stimmung."

„Wo steht der Eimer, brauche mehr davon." Kippe hastig den gesamten Inhalt der Flasche runter.

Atme tief durch. Der Trank wirkt schon, die Spannung wird erträglicher.

Links neben mir raschelt es, klingt wie Flügelrascheln. Nein, ledriger.

„Ich muss dafür sorgen, dass sie am Leben bleibt", erklärt Poppy, nicht wirklich hilfreich.

„Wer?"

Sie steht auf, schiebt einen Vorhang der mein und das nächste Krankenbett voneinander trennt zur Seite und hebt ein dickes schwarzes Tuch von einem in der Luft schwebendem Käfig.

Mein Blut gefriert in meinen Adern, dieses Kreischen, so schrill, so unerträglich laut, hochtönig, schmerzhaft, voller Qual.

Als Poppy das Tuch wieder absenkt verstummt es und alle atmen erleichtert auf.

„Das ist wegen dem Sonnenlicht." Sie deutet aus dem Fenster.

Meine Augen weiten sich.

„Du willst mir aber nicht sagen, dass das da ein Vampir ist?"

„Genau das ist sie."

„Sie?"

„Raluca."

Lautlos wie immer ist plötzlich Severus in der Tür erschienen.

Beim Klang seiner Stimme fängt die Fledermaus sofort wieder an zu schreien.

Er wedelt mit der Hand und lässt sie verstummen.

Beäuge ihn misstrauisch.

„Was macht sie hier und wieso muss Poppy sich um sie kümmern?"

Poppy, Minerva und sogar Dobby sehen verlegen zu Boden. Severus stellt sich gelangweilt mit verschränkten Armen ans Fenster.

„Ob Du es glaubst oder nicht, es ist nicht gerade einfach, die Burg des Vampirfürsten zu finden. Ich brauchte... Informanten."

Die Kälte in seiner Stimme lässt mir wieder das Blut in den Adern gefrieren.

„Du hast sie gefoltert?"

„Nicht allzu viel."

Er sieht aus dem Fenster in die aufkommende Dämmerung und vergrößert den Käfig.

Zwei Minuten später steigt ein bisschen Rauch auf und ein schneller, lauter Schwall rumänischer Worte erfüllt den Raum. Severus geht äußerlich völlig ruhig zu dem Käfig und zieht das Tuch herunter. In dem mannshohen Käfig steht zitternd die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe. Ihr Haar ist tiefschwarz und schimmert trotz des darin klebenden Blutes seidig, sie hat ein wahrhaft vornehmes Gesicht, einen zwar blassen, aber nicht ungesunden Teint, ihre Haut wirkt eher wie Porzellan.

Die tiefen, unergründlichen dunklen Augen erinnern an Severus´ , allerdings versprühen sie abgrundtiefen Hass. Noch viel mehr, als seine es je taten.

„Nymphadora, die Mutter meines Sohnes, Raluca Drâculea, die Nichte des Fürsten und gegenwärtig meine Geisel. Allerdings fürchte ich, dass ihre Hoheit nicht wichtig genug ist, für einen Austausch."

Die Verachtung mit der er Hoheit ausspricht, lässt Raluca die Stirn runzeln.

Sie verschränkt wie er die Arme vor der Brust und lächelt ihn äußerst lüstern an.

„Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen Du den Boden unter meinen Füßen angebetet hast, inimâ meu."

Severus verzieht angewidert sein Gesicht, ich erstarre einfach nur. Er war doch nicht etwa... mit ihr?

Severus lässt eine Fackel ans Gitter schweben, Raluca drückt sich so fest sie kann an die gegenüber liegende Seite des Käfigs. Ihre Haut wirft Blasen, sie lächelt immer noch.

Als sie anfängt zu schreien springe ich Sev an und die Fackel fällt klappernd zu Boden.

„Hör auf, spinnst Du? Wie lange ist sie hier? Wenn sie Dir bis jetzt nichts verraten hat, wird sie das heute auch nicht tun!"

Sein nun mörderischer Blick lässt meiner Wut Angst weichen, er packt mich am Arm und stürmt mit mir hinaus ins Freie.

Nachdem er einen Schweigezauber über uns gesprochen hat, lässt er mich so heftig los, dass ich fast zu Boden gefallen wäre.

„Wieso fällst Du mir andauernd in den Rücken?!"

Ziehe vorsichtshalber den Kopf ein, er sieht aus, als wolle er mich schlagen. Foltern, um genau zu sein...

„Was ist eigentlich los mit Dir? Das hört sich an, als würdest Du mir die Schuld an allem geben!"

Sein Blick spricht Bände.

„Du gibst mir wirklich die Schuld! Glaubst Du, ich habe es dort genossen?"

„Nein, aber wenn Du mir gehorcht hättest, wäre das alles nicht passiert!"

Mein Mund bewegt sich, aber es kommen keine Worte raus.

„Hast Du eine Ahnung, wie oft ich mir in letzter Zeit gewünscht habe, dass Voldemort noch leben würde?"

Hä?

„Dann würde der Fluch Dich wenigstens nicht solche Scheiße bauen lassen!"

Hat er Scheiße gesagt? Severus Snape wird ordinär? Es ist schlimmer, als ich befürchtet hatte...

„Ich weiß immer noch nicht, was Du meinst!"

Er geht einen Schritt vor und bohrt seine Augen in meine.

„Wenn Du, wie ich es Dich gebeten hatte, nicht ohne mich das Schloss verlassen hättest, hätte ich die ersten Tritte meines Sohnes auf Deinem Bauch spüren können."

Sprichts und disappariert.

Er hat Recht. Ich bin Schuld.

Verdammter Mist, Tonks!