A/N: Soo, das hier ist auch hauptsächlich aus Ginnys Sicht, ich hab versucht, mich irgendwie so gut es geht ans Buch zu halten, mit kleinen Änderungen natürlich ;)

Kapitel 3.3 – Die Schlacht

Sie verloren keine Zeit. Jetzt musste gehandelt werden. Tonks apparierte Seit-an-Seit mit Ginny. Hogsmeade, Eberkopf. Der geheime Tunnel hinter Ariana Dumbledores Portrait, ins DA Hauptquartier in Hogwarts.

Und zum ersten Mal seit so langer Zeit standen sie sich gegenüber. Es war nicht Harrys strahlendes Lächeln, welches Ginny erwiderte. Ihr Blick galt nur ihr, konnte nur ihr gelten, und sie wusste es, sie blickte mit derselben Erkenntnis zurück, ihre braunen Augen hätten nicht heller strahlen können, es ging ihr gut. Den Umständen entsprechend gut.

Doch jetzt war nicht die Zeit. Nicht die Zeit, ihr zu sagen, worauf sie seit Monaten gewartet hatte. Jetzt – ausgerechnet jetzt – war Zeit, das zu beenden, was immer die Drei begonnen hatten, die Mission zu Ende zu bringen, Voldemort zu besiegen.

Harry sagte irgendwas von einem versteckten Gegenstand, der irgendwo im Schloss sein müsste, der Rest des Phönixordens traf ein, alle waren in Aufruhr, McGonagall jagte Snape aus dem Schloss mit einer Wut, die sie bei der sonst so strengen und gefassten Professorin noch nie gesehen hatte, Ron und Hermine waren spurlos verschwunden nachdem Ron irgendwas von einem Badezimmer gefaselt hatte, Harry war auf dem Weg zum Ravenclaw-Turm, Luna im Schlepptau.

Dann kamen Mr und Mrs Weasley, und alle restlichen Weasley-Brüder, Ginny schloss sich ihnen an und lieferte sich einen hitzigen Streit mit ihrer Mutter, die von ihr verlangte, wie die übrigen Minderjährigen das Schloss zu verlassen. In Sicherheit. Vielleicht wollte sie nicht in verdammter Sicherheit sein, vielleicht wollte sie hier bleiben, kämpfen, nicht in Unischerheit irgendwo sitzen und warten müssen, während die Menschen, die ihr am meisten bedeuteten, alle hier waren, ihr Leben aufs Spiel setzten, für das Größere Wohl, das verdammte, scheiß-Größere Wohl.

Mit einer hysterischen Stimme, die so wenig nach ihr selbst klang, schrie Ginny ihrer Mutter all das ins Gesicht, kurz davor, die Beherrschung zu verlieren, alles um sich herum zu verhexen, zu verfluchen bis ihr Zauberstab zerbrach, Tränen der Wut glänzten in ihren Augen als sogar Harry (wann war er zurückgekommen, sie wusste es nicht) den Kopf schüttelte, als sie ihm einen flehentlichen Blick zuwarf.

Und, so unglaublich es ihr im nachhinein schien, war es Percy, Percy, der dieses hin und her beendete.

Er stolperte aus dem Tunnel, der zum Eberkopf führte.

„Ich war ein Idiot!", brüllte er, und das Eis war gebrochen, bevor Ginny wusste, was geschah, hatten sich ihr Bruder und ihre Familie vertragen, lagen sich in den Armen, sie wurde mit hinein gezogen, und nutzte dann die Chance, sich nach oben zu schleichen.

„Ginny!", bellte Mrs Weasley. Und diesmal war es Lupin, der das Wort für sie ergriff und voschlug, sie solle doch hierbleiben dürfen. Und unter dem strengen Blick ihres Vaters blieb Ginny nichts anderes übrig als einzuwilligen, in diesem Raum zu bleiben. Harry machte sich auf die Suche nach Ron und Hermine, oder doch nach dem geheimnisvollen Gegenstand? – auch das wusste sie nicht, die Minderjährigen wurden durch den Tunnel evakuiert. All das zog an Ginny vorbei wie ein Film, später würde ihre Erinnerung an diese Momente nur noch schleierhaft sein. Was sie nie vergessen würden, würden Voldemorts Worte sein, seine Stimme magisch verstärkt, wie sie in den Köpfen aller widerhallten:

Gebt mir Harry Potter, und keinem soll Leid geschehen. Ihr habt bis Mitternacht."

Professor McGonagall teilte sie in Gruppen ein, das Schloss zu schützen. Ginny blieb bei Fred und George, sie würden die Geheimgänge übernehmen. Sie wollte helfen. Sie widersetzte sich ihrem Versprechen, in dem Raum zu bleiben. Ihre Eltern merkten es nicht, sie waren schon dabei, Schutzzauber zu sprechen, und auf einmal brach die Hölle los. Wie schnell konnte die Zeit vergehen, dass es schon Mitternacht war, dass der Angriff begann, dass die Bedrohung jetzt realer war als je zuvor.

HermineHermineHermine.

Sie musste sie finden, doch wo sollte sie suchen, ein Fluch traf sie fast, doch dann war Tonks da, und ihr Zauberstab schnippte durch die Luft, der Schildzauber wehrte den Fluch ab, und Ginny ließ einen Schockzauber nach dem anderen auf die Todesser rasen.

„Hast du Remus gesehen?", brüllte Tonks, Ginny schüttelte den Kopf, Tonks eilte davon, was machte sie eigentlich hier, sie sollte mit Teddy zu Hause sein, und dann rief jemand hinter ihr ihren Namen. Sie hörte etwas zu Boden fallen, das wie Knochen klang, und wirbelte herum, als sie von der Wucht der Umarmung fast umgestoßen wurde.

„Hermine!", keuchte sie und krallte sich an ihr fest, endlich, endlich. Und es störte sie nicht, es störte sie beide nicht, dass Harry und Ron hinter ihnen standen, als sie sich küssten, dass Ron fast die Kinnlade herunterfiel, dass immer noch überall Flüche zu hören waren, für sie war die Zeit stehen geblieben.

„Ist das jetzt der richtige Moment dafür?", fragte Harry matt, doch sie umklammerten sich nur noch fester.

„HEY! Hier herrscht Krieg!"

„Ich weiß, Harry", sagte Ginny, wandte den Blick aber nicht von Hermine ab. „ebendeshalb... jetzt oder nie." Alle vier schraken zusammen, als der Korridor erzitterte und einige Kämpfer auf sie zuströmten, darunter auch Tonks. Ginny rannte zu ihr und feuerte einen Fluch auf den Todesser ab, der auf Tonks gezielt hatte.

„Prima, Mädchen!", rief Aberforth und führte eine Gruppe Schüler an ihnen vorbei, während Tonks ihm hinterherrief: „Hast du Remus gesehen?"

„Der hat sich gerade mit Dolohow duelliert", schrie Aberforth, „hab ihn seitdem nicht mehr gesehen!"

„Tonks, ich bin sicher, ihm geht's gut -", sagte Ginny, aber Tonks war bereits ohne ein weiteres Wort hinter Aberforth her gestürmt.

Die Worte, die Harry zu ihr sagte, waren leer, und sie wussten es alle, und dann schnappte er sich Ron und Hermine und sie verschwanden. Ginny wusste nicht, wohin, also lief sie kurz entschlossen Tonks und Aberforth hinterher, mitten hinein in die Schlacht.

Und was sie sah, ließ ihr Herz fast still stehen. Remus, am Boden, Tonks, die sich mit Bellatrix duellierte, Percy mit Thicknesse, Fred mit einem maskierten Todesser, und während Fred noch über Percys Witz lachte, brach nicht nur die Decke über ihnen, sondern auch ein Teil von Ginnys Welt zusammen. Als sie aus dem Staub wieder auftauchte, schrie Percy „Nein – nein – NEIN! Nein, Fred, NEIN!" Und er sank neben seinem Bruder zusammen, Ron ebenso, und Ginny wurde schwarz vor Augen, als sie Fred dort liegen sah, mit dem Lachen noch auf dem Gesicht.

Sie hörte nicht die weiteren Explosionen, die Flüche, alles, was sie sah, war, dass ihr Bruder tot auf dem Boden lag, ihre Tränen, die auf sein zerrissenes Shirt fielen, sie wusste nicht, wessen Hände sie wegzogen, wessen Stimme ihr zurief, sie müssten sich in Sicherheit bringen, weg hier, weg hier, aber wie konnte sie weggehen, wo die Welt doch hier zu Ende war. Und wie in Trance folgte sie Percy und Harry, die Freds Leiche gepackt hatten und ihn in eine Nische zogen, und dann war Harry schon wieder verschwunden, mit Ron und Hermine.

Und für einen kurzen Moment gab Ginny nach, ließ die grausame Wahrheit über Freds Tod an sich heran, bis Percy davon stürmte, sie folgte ihm abermals, zurück in die Schlacht, zurück ins Duell. Wie viele Flüche ihren Zauberstab verlassen hatten, wie viele Schildzauber sie hatte beschören müssen, sie konnte es nachher nicht sagen, doch ihre Welt wurde ein zweites Mal entzwei gerissen. Wie in Zeitlupe sah sie Tonks fallen, nachdem Bellatrix mit verzerrtem Gesicht und höhnischen Lachen den Todesfluch geschrien hatte, und Tonks nicht schnell genug gewesen war. Sie hatte getroffen.

„Nein – NEIN!", hörte Ginny sich selbst schreien, sie stürzte auf Bellatrix zu, doch noch bevor sie sie erreichte, waren alle Todesser verschwunden, hatten sich zurückgezogen, aös Voldemorts Stimme ein zweites Mal erklang mit einem direkten Appell an Harry, sich auszuliefern. Er gab ihnen eine Stunde Zeit.

Noch eine Stunde... eine einzige Stunde.

Ginny sank in sich zusammen neben Tonks, krallte sich in ihren Umhang und hoffte, sie wäre nicht tot, sie würde gleich aufstehen und sie beruhigen, wäre doch alles halb so schlimm, doch sie tat es nicht, ebenso wenig, wie Fred es getan hatte. Es waren die rauen Hände ihres Vaters, die sie hochzogen, die sich um sie schlossen, die mit ihr gemeinsam Tonks in die Große Halle zu den anderen trugen, sie neben Remus legten. Tränen liefen ihr übers Gesicht, wollten gar nicht mehr aufhören, sie war sicher, sie würde bald von innen vertrocknen, und es wurde noch schlimmer, als sie ihre Mutter über Freds Brust liegen sah, zitternd, weinend, fast erstickend vor Trauer. Ginny kniete sich neben sie, George hockte an Freds Kopf, und keiner konnte etwas sagen. Leere, Leere... Nichts. Ginny glaubte, sie würde nie wieder etwas anderes als diesen Schmerz fühlen können, dieses Loch, das Fred und Tonks und Remus und all die anderen in ihrem Herzen hinterließen.

Sie wurde umarmt, und sie schlang ihre eigenen Arme um Hermines Körper, presste sie an sich, erleichtert, dass sie da war, dass sie lebte, und doch war der Schmerz nicht weniger, als sie ihr Gesicht in Hermines Schulter verbarg, versuchte, zu vergessen, zu fliehen, sich weiszumachen, dass alles sei nicht wahr.

Und dann, als sie aufblickte in Hermines Augen, die so voller Tränen, aber auch Wärme waren, versiegten ihre eigenen Tränen.

Sei stark. Sie braucht dich, so wie du sie brauchst.

Sie nahm Hermines Gesicht in beide Hände, strich ihr über die nassen, schmutzigen Wangen, lehnte ihre eigene Stirn an Hermines, küsste Hermines Lippen sanft, ließ es zu, dass es jetzt Hermine war, die weinte.

„Es tut mir so Leid, Ginny..."

„Ich weiß." Ihre Stimme brach. „Es wird alles gut werden."

Wo war die Zeit, die sie brauchten? Zu schnell war die Stunde verstrichen, zu schnell die kurze Sicherheit aufgelöst. Wo war Harry?

„NEIN!", erklang Professor McGonagalls Stimme. Ron, Hermine und Ginny traten zu ihr, und aus ihrer aller Münder waren nur entsetzte Schreie zu vernehmen.

„NEIN, Harry! HARRY!"

Sie konnte es nicht glauben. Nicht auch noch er, nicht auch noch Harry, der ihre einzige Hoffnung gewesen war, der jetzt leblos in Hagrids Armen lag.

Und während Voldemort erzählte, wie feige Harry doch sei, dass er seine Freunde für sich sterben ließ und Neville sich ihm widersetzte, passierten so viele Dinge gleichzeitig.

Harry verschwand aus dem Blickfeld, Neville warf die Flüche ab, die Voldemort auf ihn gesprochen hatte, tötete die Schlange, die Schlacht begann erneut.

Harry, Harry, wo ist Harry?

Ihre suchenden Augen fanden nicht Harry, sondern Bellatrix Lestrange. Die Hexe, die gerade einen Todesfluch nach dem anderen auf –

Hermine.

Irgendwas in Ginnys Kopf machte Klick. Sie stürmte auf Bellatrix zu, die ihre Flüche so schnell feuerte, das Hermine kaum Zeit blieb, ihren Schildzauber aufrecht zu erhalten. Ginny rannte, sprintete, feuerte Schocker, Lähmzauber, Flüche, alles auf diese Hexe, Luna kam hinzu, doch Bellatrix war ihnen sogar zu dritt gewachsen, Ginny spürte, wie ihr Bellatrix' Todesfluch knapp am Ohr vorbeisauste.

„NICHT MEINE TOCHTER, DU SCHLAMPE!" Ginny sah verblüfft ihre Mutter auf Bellatrix zueilen, die nun zu lachen begann.

„AUS DEM WEG!", rief Mrs Weasley ihnen zu, und Ginny wusste, dass sie ihrer Mutter gehorchen würde. Sie wich zurück, griff Hermines Arm und hielt noch einige weitere Schüler ab, die ihrer Mutter zu Hilfe eilen wollten. Noch nie hatte sie ihre Mutter so wütend gesehen. Sie hatten keine Chance ihr zu Hilfe zu kommen, sie traute sich nicht, einen Fluch auf Bellatrix zu feuern aus Angst, ihre Mutter zu treffen.

Als sie sich an Hermines Arm klammerte und nicht mehr selbst kämpfte sah sie, dass Bellatrix Kampf und der von Voldemort gegen Kingsley, McGonagall und Slughorn die letzten waren. Alle anderen Todesser waren besiegt.

Bellatrix ließ eine hämische Bemerkung über Freds Tod fallen, und das brachte das fass scheinbar endgültig zum Überlaufen. Mit dem nächsten Schwung von Mrs Weasleys Zauberstab fuhr der Fluch direkt in Bellatrix' Brust, ihr übermütiges Gesicht erstarrte, und sie viel vornüber. Voldemort schrie vor Wut über den Verlust seines letzten Anhängers und seine drei Gegner wurden allesamt durch die Luft geschleudert.

Dann, wie aus dem nichts, als Voldemort den schlimmsten Fluch auf Molly Weasley richtete, brüllte jemand „Protego!"

Harry.

Er war nicht tot, er war da, er war nicht tot!

Die Jubelschreie erstarben jäh als Harry und Voldemort sich umkreisten...

(A/N: Der Rest ist in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nachzulesen, ich spare mir jetzt mal, das alles hier reinzuschreiben...)

...

Kapitel 3.5 - Morgenröte

„Ich bin's", murmelte Harry zu Hermine und Ron, „kommt ihr mit?"

Hermine beobachtete Ginny, sie saß da, den Kopf an der Schulter ihrer Mutter und ihr war klar: sie würden später reden können, sie würden Zeit haben, sie würden Jahre haben. Das Schlimmste war vorbei.

Sie folgte Harry und Ron nach draußen.

Harry hatte immer noch den Elderstab. Doch er wolle ihn nicht, sagte er. Benutzte den Stab, um seinen zerbrochenen Phönixstab zu reparieren. Er wollte den mächtigsten Zauberstab nicht. Er würde ihn zurück in Dumbedores Grab bringen, und so die blutige Linie, die dieser Zauberstab in der Geschichte hinterlassen hatte, beenden.

„Dieser Zauberstab ist den ganzen Ärger nicht wert. Und ganz ehrlich, ich hatte für mein Leben genug Ärger."

Wie wahr. Sie machten sich auf den Weg zurück zur Großen Halle. Bevor sie dort ankamen, blieben sie noch mal stehen, als würden sie alle noch mal Luft holen müssen.

Es war nicht Harry, der zuerst sprach, sondern Ron.

„Also Hermine... du und Ginny, hm?"

Es war nicht wirklich eine Frage, sondern eher eine Feststellung. Hermine nickte. Harry blieb stumm.

„Seit wann?"

„Seit... seit der Hochzeit."

„Also war der Ring...?"

„Ja."

Ron seufzte. Hermine war überrascht, Harry lächeln zu sehen.

„Ich hab's mir gedacht", sagte er auf ihren fragenden Gesichtsausdruck hin.

„Wie bitte?", rief Ron erstaunt und boxte Harry in den Arm, „Und sagst mir nichts, kein Sterbenswörtchen?"

„Nee, ich dachte, du hättest es dir selbst schon gedacht." Bevor die beiden sich noch weiter zanken konnten, nahm Hermine sie gleichzeitig in den Arm. Sie war einfach nur froh, dass sie es so gut aufnahmen, nicht vor ihr zurückwichen oder sie abstoßend fanden. Die Jungs erwiderten ihre Umarmung.

„Danke", flüsterte Hermine, als sie voneinander abließen.

„Also, ich werd mich erst dran gewöhnen müssen, aber ist schon okay, Hermine. Wenigstens muss ich keine Angst haben, dass Ginny sich den Falschen aussucht." Ron grinste sie an, und seine Ohren wurden rot. Hermine grinste zurück.

„Eins muss man dir lassen. Du hast Geschmack", meinte Harry und zwinkerte ihr zu. Und Hermine musste sich stark zusammenreißen, nicht in Tränen auszubrechen, weil sie die beiden so verletzt hatte – ja sie wusste, dass sie genau das getan hatte – und die Jungs es hinnahmen, es akzeptierten, sogar Ron, der sich sonst nicht so sehr im Griff hatte. Sie warf ihre Arme erneut um die beiden. Dann lachten sie alle gemeinsam los.

„Wird Zeit, dass ihr rein geht. Ich mach mich auf den Weg, den hier wegzubringen", murmelte Harry dann und hob den Elderstab, und so gingen Ron und Hermine gemeinsam durch das demolierte Tor in die Eingangshalle. Hermines Augen glitten suchend durch die Halle, und Ron wurde sofort von seiner Mutter in eine feste Umarmung gezerrt.

„Oh, Ron, ich bin so froh, lass dich ansehen, ist alles in Ordnung? Oh mein Junge..."

„Ja, ich bin okay, Mum", antwortete Ron und schob sie nicht weg, wie er es sonst getan hätte. Sie ließ von ihm ab und wandte sich Hermine zu, zog diese dann ebenfalls in den Arm.

„Hermine..." Sie hielt Hermine eine Armlänge von sich weg um sie von Kopf bis Fuß zu mustern und atmete erleichtert auf, als sie sah, dass es auch ihr gut ging.

„Hermine, meine Liebe... Ginny ist da drüben", sagte Molly und deutete auf eine Reihe Schlafsäcke, die in der Halle ausgelegt worden waren, offensichtlich wissend, dass Hermines Augen nur sie gesucht hatten. Auf einem davon saß tatsächlich Ginny, die mit selbstvergessenem Blick zur verzauberten Decke starrte, wo die Morgenröte zu sehen war. Ohne sich zu fragen, ob Molly vielleicht über Ginny und sie Bescheid wusste, ging Hermine auf Ginny zu und setzte sich neben sie, schlang einen Arm um ihre Schultern und ließ Ginny ihre Arme um ihre Taille legen.

Die ersten Sonnenstrahlen brachen durch die Wolken, ließen es in der Halle heller werden, brachten einen Teil des Glanzes zurück, den dieser Ort immer gehabt hatte. Trotz der Trümmer war es ein bisschen wieder so wie vorher.

Und dieser Moment gehörte ihnen.

Jetzt war nicht die Zeit für Erzählungen, sie würden noch lange genug Zeit haben, um sich alles zu erzählen. Jetzt gab es nur wenige Worte, die wichtig waren, und Ginny zögerte nicht länger, sie endlich laut auszusprechen, während sie Hermine in die Augen blickte.

„Ich liebe dich, Hermine."

„Ich liebe dich auch, Ginny."